TED-Talks hatten wir ja schon ein paar. Da brauch ich wohl nicht mehr viele Worte drüber verlieren.
Neu für mich allerdings: Es gibt jetzt eine TEDX-Konferenz. Das ist eine Art Open-Source-Version der offiziellen TED-Konferenz, die jeder überall starten kann, wenn er denn genug Redner zusammenbekommt.
Auf einer dieser TEDX in Kanda sprach nun Neill Blomkamp. Wem dieser Name nichts sagt1: Blomkamp hat mit »District 9« im letzten Jahr einen ziemlich guten Kinofilm gemacht, in dem es um gestrandete Aliens in Johannesburg geht.
Im fünfzehnminütigen Talk mit vielen bunten Animationen beantwortet Blomkamp die Frage, ob er denke, dass echte Außerirdische so aussehen wie in seinem Film.
Das tut er mit einem klarem »Nein« und erklärt es mit einer interessanten Mixtur aus Wissenschaft und Science-Fiction.
Brian Cox sprach vor einem Jahr über den LHC bei der großartigen TED-Konferenz in USA.
In einem kurzen Statusupdate im Februar auf der diesjährigen TED-Konferenz erklärt er, was so schief gelaufen ist.
Wirklich kurz und nicht neu, aber das physikBlog ist ja schließlich Deutschlands vollständigstes Blog!
Stellt euch vor: Eure Welt dreht sich wie die von jedem anderen, euer Frühstück esst ihr morgens mit einem extra Klecks Mayonnaise genau wie jeder andere – aber vom LHC, davon habt ihr noch nie gehört. Schwer vorstellbar, ich weiß, aber von uns durchgeführte Studien in der sogenannten Restwelt deuten darauf hin, dass diese mitleidbedürftige Untergattung “Mensch” existiert.
Unsere Zentrifugen flogen aus der Bahn, Petrischalen explodierten, Reagenzgläser reagierten nicht mehr während wir forschten. Doch jetzt können wir mit Sicherheit behaupten: Es ist heilbar!
Brian Cox erzählt im TED-Talk “What really goes on at the Large Hadron Collider” was wirklich im Large Hadron Collider passiert. Das ganze macht er mit einem lovely breiten Britischen Akzent, der nur von der Breite seines Lächelns übertroffen wird. Es macht richtig Spaß ihm beim Erklären vom LHC, von Higgs-Teilchen und vom Universum zuzuhören. Dabei spricht er so einige Sätze aus, die allein schon zitatwürdig wären.
Ein absolut laiengeeigneter Einstieg in das Mysterium der Teilchenphysik. Gucken, unterhalten werden und dieses mal sogar nicht nur nicht dümmer, sondern sogar schlauer werden! Z.B. nach dem Klick weiter unten.
Wer noch nicht genug von Brian Cox1 und dem LHC hat, den interessiert vielleicht sein CERN Podcast. Ein relativ aufwändig produzierter Podcast über Sachen in und am CERN. Er begleitet z.B. ein wenig den “Bad Astronomer” bei seinem Besuch dort.
Wenn ihr also jetzt bei der nächsten Grillparty gefragt werdet “Wofür braucht man so ein schweineteures Ding, was Teilchen im Kreis aufeinander schießt?”, dann könnt ihr so etwas sagen wie: “Um zu verstehen, wie in 13,7 Milliarden Jahren aus ein bisschen Wasserstoff so etwas schönes wie Deine Schuhe (für den eher defensiv Flirtenden) / Du (für den offensiven Flirter) / die Mona Lisa (den Kulturliebhaber, Studienrichtung Anglistik (Lehramt)) / das Stück Fleisch da vorne (der Materialist) / dieses geile Gitarrenriff aus Gram Death (den Black-Metaler, Studienrichtung Soziale Arbeit) / die Nacht (den verkannten Romantiker, Entsorgungswissenschaft) / die Bahnhofsbrücke entstehen (den Suizidalen) konnte.” Klar, oder? ‘TED-Talk: Brian Cox über den LHC’ weiterlesen
Brian Cox hat schon in zwei mehr oder minder erfolgreichen Bands gespielt, u.a. mit Chartspositionen. Und er hat ein paar Filme bei der BBC begleitet. Außerdem war er der wissenschaftliche Berater von Sunshine, diesem Q-Ball-Sonnenexplosionsfilm, der auf Messersschneide zwischen atemberaubenden Effekten und kopfschlagenden Pseudoweltuntergangsphilosophie hin- und herstolpert. [↩]
In einem TED-Talk mit dem Titel “The universe on a string” hat er grafisch aufwändig vorgestellt, was das Superproblem ist, dass sich in der Weltformel (eben nicht) zusammenfassen lässt. Und was der Ansatz von ihm und anderen theoretischen Superphysikern ist. Nämlich die Welt durch kleine Blitze zu beschreiben, durch Superstrings.
Mit hübschen Super-3D-Animationen und Superameisen und Superman erklärt er, wo sich versteckte Dimensionen befinden könnten und warum man die nur aus der Nähe eines Telegraphenkabels erkennen kann. Oder so. Ein kurzer, aber oberflächlich sehr guter Blick auf die Theorie der Superstrings.
Brian Greene hat darüber hinaus ein superpopulärwissenschaftliches Buch geschrieben: Das elegante Universum. Oder anders, weil auf Englisch, “The elegant Universe“. Bereits seit 1999 geht’s in ihm ebenfalls darum, wie mit der Stringtheorie einmal alles erklärten werden können könnte.
2003 hat der PBS1 innerhalb seiner sonst auch außerordentlich guten NOVA-Wissenschaftsreihe das Buch in einen Film fouriertransformiert. Und das tolle daran, die drei Stunden sind komplett online anschaubar. Nicht bei zwielichtigen Diensten wie YouTube oder Google Video, nein, ganz offiziell auf der Seite des PBS. Super, oder?
Legt also mal kurz den Greiner unter die Kaffeetasse, schließt das ROOT-Fenster und öffnet dafür die PBS-Seite.
Have you met TED?1 André hat zwar schon erklärt, was TED ist, aber ich mach’s einfach nochmal. TED ist ein Akronym für “Technology Entertainment Design” und bezeichnet eine jährlich stattfindende Konferenz in Amerika. Dort gibt es eine Bühne, auf die kann man sich (gegen einen Obolus) stellen und der Welt etwas interessantes erzählen. Was für ein Thema man wählt, bleibt einem völlig selbst überlassen. Im Laufe des folgenden Jahres – oder sogar noch länger, werden die einzelnen TED-Talks dann ins Internet gestellt. Und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Zu recht.
Auf der letzten Konferenz redete unser aller Lieblingspopulärastronom Stephen Hawking und stellte “Große Fragen über das Universum“.
Das zehn Minuten lange Video kann auf der TED-Seite im Flash-Player2 angeschaut, oder auch heruntergeladen werden.
Achtung, zumindest bei mir lässt dieses Mistding regelmäßig meinen Browser abstürzen. Wenn nicht am Anfang, dann mit Sicherheit dann, wenn man die Webseite verlässt… [↩]
Heute mal mit kleinem Vorwort zu: TED.com TED (“Technology Entertainment Design”) ist eine Vortragsreihe über allerlei technischen bzw. wissenschaftlichen Krams von Leuten, die eng mit diesem oder jenem Thema verbunden sind und eben dieses dann vorstellen. Diese Präsentationen sind meist recht laienverständlich und unterhaltsam aufgebaut, so dass man sich gut und mit Freude ein paar Vorträge anschauen kann. Nun muss man aber nicht bis nach Kalifornien1, sondern kann sich auf der Seite TED.com seine Favoriten abspielen lassen.
Einer dieser Favoriten des physikBlog-Teams ist die Vorstellung zum WordWide Telescope, einer Software ähnlich wie Google Maps für die Erde und Google Moon für den Käseklops am Himmel, nur eben für das Universum. Und zwar das ganze! Also jedenfalls das, was bisher von Teleskopen erfasst und festgehalten wurde.
Roy Gould vom Harvard Centre for Astrophysics demonstriert ein paar “Fahrten” auf einer vorgefertigten Route2, wie man an Sternenhaufen ranzoomen kann, wieder raus, bisschen nach links unten, wieder ranzoomen, schicker Nebel, noch ein bisschen nach rechts, wieder weg und … aber seht selber:
Das in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelte Projekt soll diesen Frühling online zum Download auf www.worldwidetelescope.org zur Verfügung stehen – wir melden uns natürlich nochmal, sobald es soweit ist.
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