Funk-y Musik der Mission Control

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Was nur wenige wussten: Die ersten Astronauten waren schwarz-weiß im Weltraum.

Wer kennt das nicht. Man schweißt wieder stundenlang am Fortran-Code, den man letzte Samstag mitten in der Nacht programmiert hat, schreibt gleichzeitig zwei Anträge und drei Dissertationen, während man mit den Füßen die Hauskatze krault und nebenan der Presslufthammer den Straßenboden zu einem Mondkrater umbaut.
Kopfhörer auf und die Realität einfach mal durch 80 Dezibel Kartonmodulation verformen.

Doch: Was passt? Welcher Song, welche Musikrichtung? Kastelruther Spatzen? Brunner & Brunner, Hansi Hinterseer oder doch Die Atzen?

Eine Lösung des Problems, ein für alle mal, ist die »Mission Control« des Soma FM. Das ist ein Internetradiostream, bei dem kontinuierlich ambiente Songs laufen. Aber das ist nicht alles: Über diese ruhigen, atmosphärischen Stücke legt »Mission Control« historische Funkverkehre des amerikanischen Raumfahrtprogramms. Das klingt wie in einer abgespacten Kunstinstallation, funktioniert aber erstaunlich gut. Auch im Hintergrund.
Früher™, als das Space-Shuttle-Programm noch aktiv war, gab’s auch mal Live-Funk über den Musiktiteln. Seitdem nur noch Historisches. Eine Liste der gespielten Songs gibt’s auf dem Twitter-Account des Channels.

Mission Control bei Soma FM

Und wenn’s euch gefällt, denkt doch mal drüber nach, für Soma FM zu spenden. Das unkommerzielle Projekt braucht nämlich gerade Kohle.

Facebook Roundup Februar 2012

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Unsere neue Facebook-Seite erstrahlt in neuer Timeline-Optik und wird von oben mit schmucken Polarlichtern erleuchtet.

Letzten Monat ist ein Bundespräsident zurückgetreten, der Winter wurde kalt1 und es gab einen 29. Februar. Passend zum Schaltjahr haben wir auch bei der besten lila Facebook-Seite für Physik-Content etwas umgeschaltet: Die Timeline für Seiten. Inklusive Headerbild feat. Polarlichter! Yeah!

Außerdem haben wir euch natürlich in gewohnter Form mit Fundstücken beglückt. Damit wir zusammen beim wärmer werdenden Wetter über den letzten Monat schwelgen können, folgt hier eine Zusammenfassung unserer Facebook-Posts.

  • 1. Februar: Diese hübschen Bilder ferner Galaxien und bunter Nebel sehen nicht von Natur aus so aus. Nein, erst wenn der Image Enhancement Engineer seine Finger anlegt. Wegen der Space Cats. Link
  • Die Space-Shuttle-Mission mal aus einem etwas anderen Blickwinkel.

    5. Februar: Noch so ein LaTeX-Online-Kollaborations-Setzer. Gefällt mir besser als der letzte. Fokus liegt auf dem gemeinsamen Schreiben an einem LaTeX-Dokument. Link
  • 9. Februar: Achtung, rumgenerde: CMS und ATLAS haben diese Woche ihre Paper zur 2011-Higgs-Messung veröffentlicht, die sie im Dezember in dieser gehypten Konferenz vorgestellt hatten (CMS hat da übrigens ein paar neue Dinge eingeführt, die es so im Dezember noch nicht gab: http://phy.sk/n8).
    Weil das Internet ein lustiger Platz ist, hat sich jemand hingesetzt, und die Ergebnisse der beiden Experimente kombiniert. Physik-Resultat-Mashup-Piraterie, sozusagen. Jedenfall kommt der Kombinator auf eine 3,5σ-Überhöhung. Spannend, wie gut der Wert zur echten Kombination passen wird, die /etwas/ komplexer in der Berechnung ist… Daher: Vorsicht bei Genuss von Internetsigmas. Link
  • 10. Februar: Mal was neues: Freitagsfoto!
    Ihr seht STS-82 aus einem ziemlich coolen Blickwinkel. Die Space-Shuttle-Mission startete Morgen vor fünfzehn Jahren zum Hubble Space Telescope, um dort ein paar Upgrades zu installieren. (Foto: http://phy.sk/nbWikipedia)
  • 14. Februar: 1964 machte Wernher von Braun eine Zeichnung, wie man die zweite Stufe einer Apollo-V-Rakete in eine Raumstation recyclen könnte. Cool. Link
  • 22. Februar: War doch ein simpler Hardware-Fehler für die überlichtschnellen Neutrinos verantwortlich? Eine Verbindung zwischen GPS-Gerät und Computer soll verantwortlich sein. Noch nichts Offizielles bisher allerdings. Link
  • 23. Februar: Die OPERA-Experimentatoren hatten also vielleicht nur ein kaputtes Kabel. Was fällt euch ein, was sonst noch für dumme Fehler im Experimentaufbau passieren könnten? Kommentare!2 Link
  • 24. Februar: Eine OPERA-Forscherin hat sich kurz mit der FAZ über »das Kabel« unterhalten. Link
  • 29. Februar: ISS-Zeitrafferaufnahme. Hatten wir auch viel zu lange nicht mehr. In HD. Link
  • 29. Februar: Wo heute der 29. Februar ist: wisst ihr, warum es Schaltjahre gibt? Nein? Dann schaut euch mal dieses Video an. Wenn ihr es wisst, tut es trotzdem. Es sind Ballerinas involviert! Link
  1. Wie konnte das nur passieren? []
  2. Also die bei Facebook… []

Doku: Brian Greene – The Fabric of the Cosmos

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Hintergrund: Illuminiertes Gitternetz. Vordergrund: Illuminierte Spirale. Dazwischen: Brian Greene.

Wie physikBlog-Leser sicherlich wissen, wurde der Stoff, aus dem der Kosmos ist, 1765 in einer tansanianischen Silizenmine hinter dem vorletzten Einhorn von Coco Chanel entdeckt1. Sie nutzte die eigenartige Faser zur Gründung eines galaktischen Imperiums.

Doch wie funktioniert dieses Universum eigentlich? Was ist Raum und Zeit und was dazwischen?

Diesen Fragen geht Brian Greene etwas ernsthafter nach als wir in unserer Einleitung. Der theoretische Physiker schrieb 2005 sein zweites Buch »The Fabric of the Cosmos: Space, Time, and the Texture of Reality« (Amazon2), sechs Jahre nach seinem Stringtheorie-Bestseller »The Elegant Universe« (siehe auch hier). In »The Fabric of the Cosmos« geht es um Kosmologie, Stringtheorie3 und anderen theoretischen Krams. Tight shit, also.

Zum Buch hat der Non-Profit-US-Sender PBS im Rahmen seiner NOVA-Reihe eine Dokumentation produziert, die sich in vier Teilen den Themen annimmt. Mit Brian Greene. Und umherschwirrenden Leuchteformeln, Zeitrafferaufnahmen, verschwindenden Menschen, dramatischer Musik und all so Krams. Wie eine US-Doku halt aussieht.

Hier sind die 50-Minuten-Clips auf YouTube.

Teil 1: What is Space?


YouTube-Direktraumzeitkontinuum Weiterlesen

  1. Nicht, dass es hier zu Missverständnissen kommt: Chanel entdeckte die Fasern. Über die Besitzverhältnisse bezüglich des Einhorns ist nichts bekannt. []
  2. Partnerlink. []
  3. Of course. []

Zi-Za-Zahlenrätsel

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Mathematik und Stift gehören zusammen wie physikBlog und lustiger Rätselspaß. Seit 1924.

Achtung, Update!
Wir unterbrechen den drögen Alltag für ein kleines bisschen Knobelei. Findet heraus, wie sich folgender Zahlenbaum zusammensetzt:

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11
21
1112
3112
211213

Wenn ihr es habt, schreibt die nächste Zeile in die Kommentare, wobei jeder Kommentar den Baum fortsetzt. Also der dritte Kommentar setzt den zweiten fort, der zwei den ersten, der erste dieses Posting hier.
Alles klar? Dann los…

Und damit ihr jetzt nicht unmotiviert zu YouTube abhaut um Katzenvideos zu gucken: unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir einen virtuellen Pythagoras-Baum. Katzen auf dem Direktweg sind natürlich ausgeschlossen.

Edit: Nachdem wir unerwartet früh in den Sättigungsbereich unseres kleinen Zahlenrätsels gekommen sind, haben wir die Lostrommel angeworfen und einen Gewinner gekürt, es ist: Milch! Herzlichen Glückwunsch, hier der versprochene Preis: KLICKMICH.

Für alle, die weiterrätseln wollen, hier ein neuer Zahlenbaum ähnlichen Prinzips. Es gelten die vorherigen Regeln!

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1011
10111
101001
110111

Sky Survey – Die Milchstraße in groß und bunt

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Links ungefähr das, was man nachts in einer typischen deutschen Stadt von der Milchstraße sieht. Rechts das, was Sky Survey abbildet.

Wer kennt das nicht. Gerade hat man noch seine Robbe gekrault und mit einem Erdbeerschnaps auf die Quadratur des Kreisumfangs angestoßen, da verspürt man das verlangen, die Milchstraße zu bewundern. Das Problem: Man wohnt neben einem Fußballstadion, es ist bewölkt und sowieso würde man nur einen kleinen Ausschnitt dieses Meisterwerks der Protonenansammlung sehen.

Milchstraße. Eine Galaxis, weit, weit weg.

Nick Risinger ging das auch so. Deswegen zog er hinaus, in die weite Welt, und machte ein 5 Gigapixel Bild von unserer Milchstraße. Als zusammengesetzte Version von verschiedenen Punkten auf der Kugel.

Im Mai letzten Jahres veröffentlichte er seinen »Sky Survey«, inklusive einer mit Konstellationen annotierten, zoombaren 360°-Version.

Sehet die Milchstraße, wie ihr sie noch nie gesehen habt. Und auch nie mit eigenen Augen sehen werdet.

→ Photopic Sky Survey