TED-Talks hatten wir ja schon ein paar. Da brauch ich wohl nicht mehr viele Worte drüber verlieren.
Neu für mich allerdings: Es gibt jetzt eine TEDX-Konferenz. Das ist eine Art Open-Source-Version der offiziellen TED-Konferenz, die jeder überall starten kann, wenn er denn genug Redner zusammenbekommt.
Auf einer dieser TEDX in Kanda sprach nun Neill Blomkamp. Wem dieser Name nichts sagt1: Blomkamp hat mit »District 9« im letzten Jahr einen ziemlich guten Kinofilm gemacht, in dem es um gestrandete Aliens in Johannesburg geht.
Im fünfzehnminütigen Talk mit vielen bunten Animationen beantwortet Blomkamp die Frage, ob er denke, dass echte Außerirdische so aussehen wie in seinem Film.
Das tut er mit einem klarem »Nein« und erklärt es mit einer interessanten Mixtur aus Wissenschaft und Science-Fiction.
Erinnert ihr euch noch an den fetzigen LHC Rap? Bei dem selbst die Strahlen im LHC kurzzeitig aus der Phase raus und in den Beat rein schwingen?
Na klar tut ihr das, schließlich wurde dieses thighte Stück Physik nur so durch’s Internet geprügelt.
Alpinekat, das fette Pseudonym einer ATLAS-Pressefrau, ist wieder zurück und kickt neue Rhymes. Dieses Mal nicht über den LHC, nein, dieses mal nimmt sie sich dem Lieblingsthema der Crowd an: Schwarze Löcher.
Es hätte alles so schön sein können, aber das Leben ist schließlich kein Wunschkonzert1: vor 5 Tagen begegnete mir auf www.spreeblick.com ein wunderschönes Video zu Schneeflocken und ihrer Formgebung. Kaum hatte ich den Artikel fertig, gabs das Video auf Vimeo nicht mehr.
Der geplante Post:
In letzter Zeit hätte durchaus der Eindruck entstehen können, der physikBlog sei fest in Cernfantastischer Hand.
Um dem Einhalt zu gebieten, now something completely different.
Schneeflocken, die Form von Wasser, bei der man auf den ersten Blick sieht, dass sie Kristalle sind.
Unglaubliche Symmetrien und Ordnungen die die Natur schafft und somit Banales auf die unterschiedlichsten Weisen in Form bringen – sehr beeindruckend. Wie sehr die Form aber abhängig von den äußeren Rahmenbedingungen ist, macht eine der Faszinationen für die Festkörperphysik bei mir aus.
Aber Schneeflocken bleiben spitze – da ändert auch die BBC2 nichts dran.
Überzeugt euch selber beim Schneeflockenmuseum und bei der Seite zu Schneeflocken überhaupt. Oder wagt den Schritt nach draussen.
ich habe dafür bereits einen Euro ins Phrasenschwein geworfen [↩]
ich schätze wegen ihr hat Vimeo das Video wieder raus genommen [↩]
Einer der wenigen Shootingstars der Physik, die nicht nur wissenschaftlich Wertvolles geleistet haben, sondern auch ihr Können in anderen Dingen der Allgemeinheit zeigten1, ist Richard Feynman.
Geboren 1918, gestorben 70 Jahre später 1988 zeichnet er sich verantwortlich für drölfhundert Entdeckungen und bahnbrechenden Ideen auf dem Gebiet der subatomaren, also der Elementar-Teilchen, die wohl wichtigste darunter die Quantenelektrodynamik2, die (also die) Beschreibung von Elementarteilchen, mit der heute ganze milliardenteure Teilchenbeschleuniger berechnet werden3 und für die er den Nobelpreis bekam. Er assistierte beim Bau der Atombombe4 und erdachte erstmalig Nanotechnologie.
Soweit zu »wissenschaftlich Wertvolles« aus dem ersten Satz. Mindestens ebenso interessant und faszinierend sind aber die »Dinge, die er der Allgemeinheit zeigte«. Denn Feynman war bekannt dafür, selbst die hartesten und verwirrendsten physikalischen Zusammenhänge locker flockig herüberzubringen. Derartig, dass die Physik selbst Nicht-Physiknerds Spaß machte. Ja, sowas gibt es5.
Dessen war man sich nach sich bereits damals™ bewusst, und so lud man ihn fleißig zu Gastvorlesungen ein und filmte sie ebenso fleißig.
Microsoft-Gründer Bill Gates hat jetzt eine Vorlesungsreihe, die Feynman an der Cornell-Universität hielt, online gestellt. Im Rahmen der »Messenger Series«-Vortragsreihe6 hielt Feynman sieben Vorträge unter dem Gesamttitel »The Character of Physical Law«, in denen er beginnenden mit den Gravitationsgesetzen einen physikalischen Rundumschlag vollzieht.
Die Videos promoten eine neue Technik von Microsoft, hörend auf »Project Tuva«. Dabei wird das schwarz-weiß Video von Feynman auf Wunsch mit Untertitel, mit Kommentar undoder mit Zusatzmaterial begleitet. Außerdem durchsucht eine Suchfunktion oben rechts das komplette Video nach Wunsch und hält entsprechende Stelle im Video bereit.
Leider benötigt die Feynman-Vorführung Microsoft Silverlight7. Aber es braucht ja einen Haken, wenn’s um Microsoft geht, ne?
Dieser Versuch von Microsoft, etwas vom Flash-Kuchen abzubekommen, der eigentlich gut gemeint ist, aber viel zu spät kommt und eben eine weitere, pluginbenötigende Technik vorstellt… Wer das ganze unter Linux ans Laufen bekommen will, dem sei das OpenSource-Projekt Moonlight empfohlen. [↩]
Auch wenn es streng genommen zur bösen Seite der Macht gehört: Hier ein hübsches Video zum beitragstiteligem Lied der »They Might Be Giants« über wichtige Elemente.
Draußen scheint die Sonne. Auf den Wiesen räkeln sich halbnackte Menschen, strecken ihre Bauchflächennormalen Richtung Zentralgestirn. Grills qualmen. Gitarrenspieler verbreiten ihre lieblichen Schallwellen. Das kühle Nass an den Füßen versucht von unten her wieder einen thermodynamischen Gleichgewichtszustand herzustellen. Sonnenbrillen glitzern. Gesichter lachen, heller als die Sonne.
Sommer.
Schrecklich, nicht?
Nun, das muss nicht sein. Ihr braucht euch nicht der Blöße des Normalseins zu geben.
Florian hat etwas ausgegraben, mit dem ihr wunderbar sämtliche sozialen Gegebenheiten eurer Umgebung vergessen könnt:
Einen Channel mit sauber geoordneten Dokumentationen auf YouTube. Natürlich sind letztendlich alles Videos über Physik1, aber die meisten Dokus behandeln Themen aus der Astronomie, gehen über Geologie, über das CERN, über Dinosaurier, über … verdammt sind das viele!
Kennt ihr das?
Immer wenn ihr vom Mond zurückkommt, wieder im Alltagsstress seid, da habt ihr schon nach ein paar Stunden vergessen, wie es da oben eigenltich aussah.
Aber dank der japanischen Raumsonde Kaguya hat das jetzt ein Ende!
Von ihrer Mission gibt es nämlich ein Video von einem Überflug der Mondoberfläche in HD-Qualität. Toll!
Am Besten schaut ihr es in höchster Auflösung direkt bei YouTube.
Kennt ihr das Gefühl, sobald irgendwelche nicht-lateinischen Buchstaben von irgendwelchen abgedrehten Physikern benutzt werden? Wenn bei scheinbar überirdisch komplexen Zusammenhängen Zeichen auftauchen, die auf der Komplexheits-Skala nur noch von retardierter Subraumquantenfluxdynamik in altägyptischen Hieroglyphen übertroffen werden und ihr lieber Katzenvideos gucken geht?
Die Physiker von der Uni in Nottingham haben sich wohl gedacht, dass Katzenvideos zwar auch mal ganz schön sind, es aber so nicht weitergehen kann und das Wissen über die Symbole an alle gerecht verteilt werden muss. Kurzerhand haben sie eine passende Seite aus dem Boden gestampft und erklären wie schon beim Periodensystem die einzelnen Symbole anhand von Beispielen der Verwendung in kurzen YouTube-Videos.
Und damit ihr euch nach dem Spielen mit Wasserraketen nicht erkältet, immer schön ans Haarefönen denken. Video nach dem Klick: ‘SIΧTΨ SγMBΦLS’ weiterlesen
Das Lernen auf eine Prüfung hat auch seine Vorteile: Man macht jede Menge Krams um bloß nicht lernen zu müssen — in Fachkreisen Prokrasitinieren genannt. So fanden Andi und ich vorhin in einer natürlich geplanten Pause ein Promotionsvideo für die Wissenschaft der Nanotechnologie.
Ein von der ACS Nanotation — ein Unterbereich des Wissenschaftlerverbundes American Chemical Society1 — herausgebrachter Wettbewerb forderte die Mitglieder auf, ein Video zu erstellen, dass den Nutzen und die Wichtigkeit von Nanotechnologie beschreibt. Als Gewinner trat eine Gruppe der Universität of California, Berkeley mit einem Musical-mäßigen Sing-Sang hervor:
Und wer noch nicht genug Nanofiziert wurde, hier noch ein zwischendurch ziemlich witziger Kandidat, der die Herstellung einer einfachen Solarzelle beschreibt: [Link]. Ich sag nur Einhörner, Regenbogen und lilafarbenen Tee.
also sowas wie die DPG hier in Deutschland für Physik [↩]
Brian Cox sprach vor einem Jahr über den LHC bei der großartigen TED-Konferenz in USA.
In einem kurzen Statusupdate im Februar auf der diesjährigen TED-Konferenz erklärt er, was so schief gelaufen ist.
Wirklich kurz und nicht neu, aber das physikBlog ist ja schließlich Deutschlands vollständigstes Blog!
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