Hä? Auf den Vortrag zum Thema “Zeit als Phänomen” hatten wir doch schon hingewiesen. Warum jetzt nochmal?
Ha! Ganz einfach: Dieses ist eine Art zweiter Teil der Reihe! Das dynamische Duo des Denkenfragens und Formelfragens ist damit komplett, denn dieses Mal wird vorgetragen von Philosophieprofessor Keil. (Das war der, der beim “Determinismus vs. Freiheit”-Vortrag die letzte halbe Stunde und 95% der Fragerunde geschmissen hat.)
Der exakte Namen dieser Veranstaltung ist: Was ist Zeit? Eine philosophische Betrachtung.
Wer sich also jetzt fragt “Soll ich da hin gehen? Oder ist die Zeit vergeudet?”, dem könnte dieser Teaser vom offiziellen “Im Fokus”-Plakat der RWTH-extern bei der differenzierten Antwortfindung helfen:
„Was ist also Zeit? Wenn mich niemand fragt, weiß ich’s; wenn ich es einem Fragenden erklären will, weiß ich’s nicht.“ Diese berühmte Bemerkung des Philosophen Augustinus deutet an, wie schwer der Begriff der Zeit zu fassen ist. Wir sprechen davon, keine Zeit zu haben, Zeit totzuschlagen, die Zeit anhalten oder zurückdrehen zu wollen, sie im Fluge vergehen zu sehen, doch kaum eine dieser Redeweisen hält näherem Nachdenken stand. Die Zeit kann weder beschleunigt noch angehalten noch zurückgedreht werden, und genaugenommen fließt sie auch nicht. Was also ist Zeit? Einige der größten Denker der Menschheit – Aristoteles, Newton, Leibniz, Kant, Einstein – haben sich an dieser Frage versucht. Der Vortrag will eine Einführung in die Philosophie der Zeit bieten.
Das hört sich doch ganz kurzweilig an.
Findet also Zeit, am kommenden Mittwoch, den 20. Juni 2007 um 19:30 den Fo4 aufzufinden.
Und wer Informationen zum Verbleib des Tempon findet. Immer her damit.
Getreu unserem nichtvorhandenem Mission Statement möchte das physikBlog euch ja auch immer auf dem Laufenden halten, wenn in der RWTH interessante Vorträge stattfinden. Jetzt ist es wieder so weit, und dieses Mal ist der Vortrag sogar nicht bereits morgen!
Prof. Schmitz, vielen von uns aus Vortrag und Vorlesung bekannter Theoretischer Physiker, hält im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Zeit als Phänomen” einen Vortrag über t — mit Namen “Von Uhren übers GPS zum Chaos – die physikalische Zeit”.
Die spärliche Information (PDF), die es zum Vortrag gibt, beinhaltet folgende Beschreibung:
Die Zeit als „Metronom“ der Veränderung der Dinge spielt eine entscheidende Rolle in allen physikalischen Theorien.
Während sie zunächst als metaphysisches Konzept behandelt wurde – die Zeit als gleichmäßig dahin fließender Strom – wurde sie nach und nach selbst zum Gegenstand physikalischer Forschung. Auf einem Rundgang durch die physikalischen Disziplinen – von der vorklassischen zur klassischen Mechanik über die Elektrodynamik zur speziellen und allgemeinen Relativitätstheorie bis hin zur Thermodynamik und Quantentheorie – wird die Entwicklung des physikalischen Zeitbegriffs nachgezeichnet.
Stattfinden wird das Ganze am kommenden Mittwoch, 6. Juni um 19:30 im Fo4 des Karman-Auditoriums.
Damit der Raum von der Größe her nicht wieder nicht-passt: kommt bitte nicht alle. Bleibt doch einfach mal zu Hause. Setzt euch mit einem Bier in den Park. Oder macht das, was faule Studenten sonst so machen. Auch wenn der Votrag andeutet, interessant zu werden. Manchmal muss man auch einfach sich der Lethargie hingeben und Student sein. Ja?
Wer kennt das nicht? Man läuft gut gelaunt durch den Turmbau zur Hörn (formerly known as Physikzentrum), grüßt die ersten fünfzehn Leute mit Kaffeetasse in der Hand und bewundert die munter illustrierten Plakate an den Wänden. Hat man die richtige Abbiegung im Wirrwarr der Gänge benutzt, zeigen diese Plakate spacige Darstellungen aus dem näheren Erdorbit, nämlich von der ISS. Allerdings nicht von der ISS selber, sondern einem Modul, dem AMS. Das Alpha-Magnetic-Spectrometer wird nämlich auch an der RWTH entwickelt. Herr Schael vom Physikalischen Institut 1B (das sind die mit dem Praktikum!) ist dafür verantwortlich.
Aber welches graus laß ich bei der ZEIT online? Die NASA hat den Space-Shuttle-Flug zur ISS, welcher das AMS huckepack nehmen sollte, gestrichen! In ihrer Sparen-für-den-Mond-und-Mars-Phase hat man bei der NASA bekanntlich die Flüge des Space Shuttles zusammengestrichen, wo es nur ging. Das 1,5-Milliarden-Dollar teure Internationalprojekt soll am Boden bleiben. (Wenn dieses Ding so verdammt teuer ist, warum ist dann nicht wenigstens etwas Geld für eine vernünftige Homepage übrig geblieben?)
Das geht so nicht.
Das physikBlog fordert: Ihr da, bei der NASA, lasst arme Forschungslaboratorien frei! Lasst sie fliegen und Dunkle Materie suchen!
Liebe Leser, helft mit! Rettet das AMS. Ruft die NASA an. Mailt Bush. Schickt Tauben zu Griffin. Und neunundneunzig Luftballons.
[via Sidebar rwth-aachen.de]
NASA, gebt dem AMS asyl, sonst werden wir euch in unseren Weltherrschaftsplänen nicht mit einbeziehen. Oder Schlimmeres.
Als ich in hoffnungsvoller Suche nach den nächsten Feiertagen die Homepage unserer liebsten aller Elitehochschulen konsultierte, stellte ich gar wundersames fest.
Die Seite ist ja neu! Und gar nicht mehr so hässlich!
Ja, fast sogar übersichtlich.
Kein dickes Javamenü links mehr, und oben gibt es eine Pfad-Anzeige. Wow!
Wann ist das passiert?
Trendy! Absolut trendy!
Direkt aus den englischen Hörsälen, mit dem EuroStar zu uns gekommen.
Be agile for: Hörsaalhopping.
Die Aufgabe: Einen viel zu kleinen Hörsaal für eine Veranstaltung besetzen. Das feststellen und total crazy in einen Größeren wechseln.
Profi-Tipp: Nochmal in einen noch größeren Hörsaal wechseln!
Fun-Erweiterung: Gegenspieler (formerly known as Kommilitonen) zwischen den Hörsälen, also im Wechselbetrieb (Spieljargon) versuchen aus der Zielbahn zu werfen. Alles ist erlaubt! Teilchenbeschleuniger, Weltformeln, Erkenntnis, Bier, Tritte, Autos.
Von unserem Korrespondent Richard kommen frisch aus den Sitzreihen folgende Sonderhinweise:
Taktik-Tipp: Wichtiges Gesicht machen und einfach straight durch die Menge gehen.
Achtung: Wer vom Hausmeister mit einem Bier in der Hand im Hörsaal erwischt wird muss zurück auf Fo6 gehen. Bier auf dem Weg leer trinken gibt allerdings Extrapunkte.
Achja. Immer : “Wenn Gott eine deterministische Modalitätsquelle ist, dann braucht er ein Gottinterface.”
Morgen (Was heute Mittwoch, der 18. April 2007 ist — an anderen Tagen müsste man das “Morgen” dann als eine Absolutkoordinate sehen. Das wäre allerdings kompliziert – deswegen: Immer heute physik Blog lesen. Hilft!) wird in unserer Lieblingsuni, richtig, der RWTH ein Vortrag zum Thema Determinismus stattfinden. Im Fo6 wird ab 19:00 das Thema von zwei Seiten angegangen: Von der physikalischen und von der philosophischen.
Die Beschreibung auf der (neuen) Fachschaftsseite klingt semivielversprechend. Aber trotzdem irgendwie interessant.
Ob ihr jetzt mit dieser Information bereits in eurer Entscheidung dort hingehen zu müssen (oder auch nicht) beeinflusst seid und wenn ja, wie ihr euch trotzdem morgen für eines von drei Mensaessen entscheiden könnt; all das könnt ihr ja einmal bis Mittwoch, 19:00 durchdenken.
Ich bin sicher, wir können euch spontan als dritten Vortragenden einschleusen.
Beim Ultraschallwellenversuch:
Ey, geh ma weg Alter, du reflektierst!
Was für den Metzger das Neujahrsschlachten, für den Star-Wars-Fan die Tie-Fighter-Speakers, für den Informatiker die Commandline und den E-Techniker ein voll crazy Schaltkreis — das ist für Physiker das Physikpraktikum.
Da werden die sowieso schon spärlich vorhandenen sozialen Kontakte außerhalb der 1-Sigma-Gleichgesinnten-Umgebung auf ein asymptotisches Minimum gedehnt und unser aller Lieblings-Physikzentrum von ungewaschenen, unrasierten und vor allen Dingen übermüdeten Molekülmassenansammlungen, formerly known as Menschen, besiedelt.
Es werden Spannungsunterschiede im Mikrovolt bereich aufgezeichnet. Es werden tausendstel Sekunden aufgezeichnet. Relais umschalten gelassen, bis sie auf “2″ springen. Und wieso das alles? Because we can.
Und weil uns das alles noch nicht genug Stress ist, haben wir uns, wie auch schon beim letzten Praktikum, das Ziel gesetzt, den offiziellen bisher noch nicht eingeführten Titel der “Multimedialsten Gruppe, ever” einzuholen.
Dafür gibt’s jetzt oben in der Menüleiste den hübschen Button “physikLive“, der direkt auf die uns alle Zeit beim Protokollauswerten beobachtende Webcam linkt. Aber das ist noch lange, lange nicht genug. Nein. Wir haben auch ein paar Videos gemacht – und wollen sie weiter machen.
Also unterstütz uns. Kommentiert. Macht selbst Videos. Seid part of the Praktikum-2.0-Spirit.
Revolution!
Übrigens: Das Neujahrsschlachten hab ich mir ausgedacht.
Heiß.
Direkt von den Surfregionen der Hörn. Aus den Trendforschungslabors der Innovationswerkstätten Aachens.
Haltet euch fest für:
Kaffeetassenträgerzählen!
Die Aufgabe: In eurem Lieblings-Physikzentrum einen Platz eurer Wahl suchen. Dort gemütlich hinsetzen und die Anzahl der Personen zählen, die mit vollen oder leeren Kaffeetassen an euch vorbeilaufen.
Die Fun-Erweiterung: Selbst planlos mit einer leeren Kaffeetasse durch das Zentrum laufen und alle Kaffeetassenträger grüßen. Auch mehrmals – gerade mehrmals!
Seid part of the Trend! Spread the Word and the Kaffeetasse.
Wicked.
Ihr kennt das? Abends wieder zu lange an der Bar sitzen geblieben, über Gott, die Welt, den Urknall und Faultiere (sind das nicht unglaublich lustige Tiere?!) philosophiert und den Gehimpuls verpasst und dann beim dreiundzwanzigsten Klingeln des Weckers wach geworden, impulsiv hochgeschreckt, auf die Uhr geschaut und die heutige Vorlesung als ‘bereits verpasst’ deklariert?
Wärt ihr Studenten des MIT (ihr wisst schon, diese schlechte Nachmache der RWTH-Aachen, drüben im Land der Tausend Begrenzungen), dann würde euch das nicht passieren! Zum Einen würdet ihr nicht in die Bar gehen, und zum Anderen – und das ist wesentlich wichtiger – könntet ihr die Vorlesung dann ganz toll zusammengeschnitten und vom Professor nachträglich videoesk verbessert online bei Google Video anschauen. Ist das nicht – impulsiv?!
Einfach mal bei Google Video nach “MIT Physics Lecture” suchen.
Beispiel gefällig?
Das MIT erklärt den Drehimpuls:
Zurücklehnen und Genießen.
Und ich möchte auch einmal in einem Hörsaal sitzen, wo dauerhaft zwei Kameramänner den Professor filmen. Das wäre toll.
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