Archiv für die Kategorie 'RWTH'

Veranstaltungshinweis: Physikanten & Co. an der RWTH

Die Physikanten machen Damf!

Physik kann Spaß machen, das ist unsere Devise hier im physikBlog. Manchmal braucht es dazu süße Katzen oder heiße Raketenstartbilder, manchmal geht das aber auch einfach mit Leuten, die Spaß an der Materie haben und das ganze auch vermitteln können.

Deshalb machen wir Die Physikanten sind solche Leute. Die Dortmunder Wissenschaftler zeigen Experimente in Sendungen wie »Kopfball« oder »Frag doch mal die Maus« sowie bei Auftritten zu diversen Gelgenheiten. Eine solche Gelegenheit ist die Physikwoche für hochbegabte Schüler, deren Einführungsveranstaltung schon von so Größen wie Metin Tolan Physik der breiten Masse zugänglich gemacht wurde.

Das Programm — eine Mischung aus Comedy und Wissenschaft in Form von Experimenten — scheint sich im Wesentlichen an Schüler zu richten, aber natürlich ist jeder interessierte Zuhörer willkommen. Dank der Unterstützung der Sparkasse Aachen ist der Eintritt kostenfrei. Wenn ihr interesse habt:
Sa, 16.01. um 17:30 Uhr im Hörsaal Fo1 des Karman-Auditoriums.

Zeitpläne sind für die anderen

Kennt ihr das? Ihr plant ein Treffen mit alten Schulfreunden und zwei Tage vorher kommt ein Anruf aus Sydney und ihr müsst Koalas aufpeppeln gehen? Nee? Naja gut, ich auch nicht. Aber trotzdem fühlt sich mein Tagesablauf gerade ähnlich an.

Ich sitze momentan am Institut und arbeite an meiner Diplomarbeit.1 Meine Diplomarbeit behandelt einen Teil von AMS, das sich momentan in der heißen Phase des Zusammenbauens befindet. Am 29. Juli nächsten Jahres soll der Space-Shuttle-Flug gehen, bis dahin muss also alles fertig und getestet sein.

Und so kommt es, dass bei uns mindestens einmal pro Woche Zeitpläne für den nächsten Monat erstellt werden. Natürlich hat der Zeitplan der vorigen Woche nichts mehr mit dem aktuellen zu tun, aber — ihr könnt es euch sicher denken: Zeitpläne sind für die anderen.

Ein Beispiel ist die Planung für den Strahltest, der im CERN die Funktionsfähigkeit der Komponenten testen soll, nachdem alles fertig zusammengefrickelt ist. Erste Zeitangaben, wann dieser Test stattfinden soll gab es nicht vor letztem Monat. Es war viel zu ungewiss, ob der Zeitplan des Zusammenbauens überhaupt wie gedacht eingehalten werden kann. So ein Dingen wie AMS ist schließlich etwas komplexer als den heimischen DVD-Player für die Katzen-Heim-Videos in Betrieb zu nehmen.

Professionelle Katzen-Sitter sind schwer zu bekommen.
Professionelles Katzen-Sitting

Dann kamen erste Termine auf, Anfang Dezember irgendwann. Da ein Schwertransporter für den weiteren Transport ab dem 16.12. gebucht war, war zumindest dieser Termin einigermaßen fest. Etwa am 20.11. gab es schließlich einen konkreten Zeitrahmen. Hotels und Mietwagen wurden gebucht, Verfügbarkeiten des Personals für zu besetzende Schichten abgeklärt, Katzen-Sitter engagiert. Alles spitze.

Doch dann: Ein Zwischenfall. Keiner wusste was los war, Pläne wurden wieder verworfen und ein leichter Anflug von Chaos drohte. Zwei Tage später stellte sich heraus, dass alles halb so wild war und man den Zeitplan doch einhalten können wird. Puh!

Das war letzte Woche Freitag. Der heutige Montag sah dann schon wieder ganz anders aus. Es gibt Probleme mit der Kühlung des supraleitenden Magneten, das geht alles nicht so schnell wie geplant. Heraus kam, dass der besagte Strahltest wahrscheinlich auf Anfang nächstes Jahr verschoben wird.

In diesem Sinne bin ich gespannt auf die nächsten Tage. Vielleicht sollte ich ein kleines Wettbüro im Institut eröffnen?

  1. Also die Vorarbeit dazu, das Schreiben selbst kommt erst ganz viel später. Aber natürlich wieder viertel vor knapp, ich kenn mich ja… []

Campuserweiterung nach Westen hat begonnen

Die Campusallee ist im Bau
Die Erschütterungstests für den Campus-Melaten haben begonnen.1

Heute morgen, um ca. 8 Uhr, wurde mit großem traraa und trarää losgebaggert.2 Die Vorbereitungen für den Campus Melaten der RWTH haben begonnen.
Konkret handelt es sich um Erschütterungstests, die die von Baumaschinen auf das Erdreich übertragenen Erschütterungen simulieren sollen, damit die teilweise darauf sensiblen Institute und Forschungseinrichtungen sich darauf einstellen können — oder die Bauunternehmen.
Passenderweise fängt man einfach da an, wo eh bald die Campus-Allee gebaut werden soll und ebenfalls passenderweise ist das direkt neben dem AMICA (Advanced Microelectronic Center Aachen), die besonders empfindlich auf Erschütterungen reagieren.

Bleibt nur zu hoffen, dass keine geheimen Vogelzellen Anschläge geplant haben, um den Zeitplan durcheinander zu bringen. Nicht auszudenken, wenn ein Vogel einen Terror-Samen in das frisch aufgerissene Erdreich fallen ließe …

  1. Sorry für die schlechte Bildqualität, ich hatte gerade nur mein Handy dabei. []
  2. Vielleicht war es auch später und ohne traraa und trarää, ich habe es jedenfalls erst beim Weg zum Mittagessen gesehen []

Baumaßnahmen am Physikzentrum

Ein kurzes Statusupdate zu den Baumaßnahmen am Physikzentrum:

Seit diesen Montag sind die Bauarbeiter dabei, den Anbau für die Theoretische Physik vorzubereiten. Da auch der Platz, wo die Bombe vermutet wird, freigelegt wird, gehe ich davon aus, dass auch dafür die Arbeiten begonnen haben.

physikBlog und Aachen – Treffpunkte der Wissenschaft

Forschungsexpedition Deutschland

Es gab das Einsteinjahr, das Jahr der Informatik und das Jahr der Mathematik1.
Auch dieses Wissenschaftsjahr 2009 steht unter einem Motto: Forschungsexpedition Deutschland.
Es wird der Pionier- und Forschergeist Deutscher Wissenschaftler präsentiert, modern, wie sich das gehört, natürlich auch mit angeschlossenem Twitter-Account.

Dazu gibt es auf überregionaler Ebene eine Wanderausstallung. Gut, eigentlich eine Fahrausstellung. Denn extra zum Wissenschaftsjahr wurde mit dem »SciencExpress« ein Zug in eine fahrende, 300 Meter (!) bunte Ausstellung verwandelt, die das ganze Jahr über mehr als 60 Deutsche Städte aufsucht.

Aber das ist noch nicht alles. Denn zusätzlich zum bundesweiten Angebot gibt es auch in vielen Städten lokale Ausstellungen und Vorführungen im Rahmen des Wissenschaftsjahr. Alle sind zusammengetragen auf der Forschungsexpedition-Webseite.

SciencExpress

Im physikBlog-Epizentrum Aachen finden so beispielsweise vom 11. bis zum 16. Mai verschiedene Aktionen unter dem Motto »Genug Lebensenergie für Alle?« statt. Es geht um erneuerbare Energien, fortschrittliche Energieausnutzung und neue Ideen und so Kram. Sehr interessant, also!
Wann was stattfindet, steht im offiziellen PDF der Stadt2, welches auf der rechten Seite der Webseite www.aachen.de/treffpunktwissenschaft verlinkt ist.
Ein Highlight ist sicherlich auch hier der SciencExpress, der vom 14. bis 16. Mai auf Gleis 6 des Aachener Hauptbahnhofs halt macht.

Das physikBlog wird bestimmt die ein oder andere Veranstaltung besuchen.
Und vielleicht gibt’s ja auch die erste physikBlog-Exkursion zum SciencExpress? Na, Leser, wie sieht das aus? Habt ihr Lust?

  1. Was dazwischen passiert ist, lassen wir mal lieber außen vor! []
  2. Lokale Kopie. []

Neues Heim für Aachener Physiker

Schon seit langem geistern verschiedenste Gerüchte im Physikzentrum bezüglich Neubau umher. Bisher habe ich das abgelegt unter “Sachen, die wahr sein könnten aber erstmal nur Gerüchte sind”. Aber investigativ wie wir nun mal sind habe ich vorhin auf dem Computer des Hausherren der Physik1 einen Entwurf gesehen und aufgrund der Quelle steigt das Gerücht für mich nun zur realen Idee auf.

Demnach soll das Physikzentrum neu gebaut werden. Allen Sanierungsmaßnahmen zum Trotz ist es nicht möglich, das Gebäude auf den aktuell nötigen Sicherheitsstandard zu bringen. Die Option “Abreißen und neu Bauen” scheint insgesamt günstiger zu sein als Kernsanierungsmaßnahmen. Doch wo hin mit den Physikern während der Bauarbeiten?

Planungen zum Neubau des Physikzentrums
Plan zum Neubau des Physikzentrums. Zeich­nung nach meinem Gedächtnis. (Google Maps)

Anscheinend will man eine Art Übergangsgebäude bauen, in die die verschiedenen Institute nacheinander überwintern sollen. Im rechts eingebundenen Bild sieht man das, an was ich mich noch von heute Mittag erinnern konnte. Auf der Wiese südlich2 der Werkstatthalle zwischen Zentrum und Helium-Verflüssigungsanlage soll der Bau in zwei Bauabschnitten entstehen wobei die jetztige Halle für die Helium- und Stickstoffaufbereitung dafür abgerissen werden muss.

Was genau danach kommt steht noch in den Sternen. Zum Beispiel ob das neue Physikzentrum dann an gleicher Stelle wieder aufgebaut werden soll, der Übergangsbau verschwinden soll und vor allem wann – keine Ahnung. Auch ob es wirklich zu den oben beschriebenen Maßnahmen kommt ist natürlich nicht klar, nichts davon ist offiziell.3 Ich werde meine Ohren weiterhin offen halten.

Davon losgelöst gibt es aber noch zwei Sachen. Vor ein paar Wochen gab es einen Bombenfund vom Kampfmittelräumdienst durch Analyse von Satellitenbildern. Angeblich soll nordöstlich von der Werkstatthalle in 13 Metern Tiefe ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg begraben sein.
Gefunden hat man ihn, weil man für die Theoretiker im Physikzentrum ein neues Gebäude an dieser Stelle bauen will. Die einstöckige und 400 m² große Erweiterung soll mehr dringend benötigte Büros zur Verfügung stellen.

  1. Prof. Schael []
  2. Die Zeichnung ist eingenordet, habs nur vergessen dran zu schreiben. Übrigens ganz lustig, dass das Physikzentrum exakt von Süden nach Norden ausgerichtet ist. []
  3. aber immerhin reale Planung []

Veranstaltungshinweis: Arbeiten im Weltall

Der Weltraum, unendliche Weiten. Traum Vieler, diesen einmal zu bereisen. Vor ein paar Tagen erst informierten wir euch über die gemeinschaftliche Reise zum Mond. Wem das Aktive zu anstrengend ist aber dennoch wissen will, wie es sich anfühlt, da draußen1 zu sein, der sei am 23.04. zu einem Vortrag zu “Arbeiten im Weltall” eingeladen.

Im selbstreferenziellsten und wichtigtuerischsten Prunkbau der exzitärsten2 aller RWTHs, dem Super-Duper-C findet ein Vorstellung des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) statt, mit dem Schwerpunkt auf Raumfahrt. Es wird berichtet über die Vorbedingungen fürs Astronautensein, den Weg dahin und die anschließende Arbeit. Und sicherlich auch, was die DLR überhaupt damit zu tun hat.
In der Veranstaltungsankündigung steht zwar Hans Schlegel als deutscher Vorzeige-Astronaut und ex-RWTH-Student lang und breit erwähnt. Ob er aber selber da ist, ist daraus nicht eindeutig zu erlesen, ich frage mal aber nach.
Nachtrag: Hans Schlegel wird selber auch anwesend sein und berichten.

Wer also 1) Astronaut werden will, 2) rein interessehalber mal wissen will, wie das geht oder 3) einfach einen beheizten überdachten Raum für 2 Stunden braucht, der findet sich bitte am 23.04. von 18 bis 20 Uhr im Generali-Saal 6. Etage des Super-C ein. Damit auch für jeden ein Platz garantiert ist, muss man sich (kostenlos) anmelden.3 Nachtrag: Es gibt wohl keine freien Plätze mehr, man kann sich nur noch auf eine Warteliste eintragen lassen.

Informationen & Anmeldung

Kleingedrucktes: Mit der Anmeldung schließt ihr wahrscheinlich ein wöchentliches Astronauten-Spam-Abonnement ab. Ihr wisst ja, wie das so läuft.

  1. Ich meine nicht das Draußen vor eurer Tür, auch wenn das für einige bestimmt ein ähnlicher Kraftakt wie eine Reise in den Weltraum darstellt. []
  2. exzellenz + elitär = exzitär! []
  3. Denkt dran, die Anmeldebestätigung auszudrucken. Scheint die “Eintrittskarte” zu sein. []

Elementarteilchen und physikBlog besuchen das CERN

Ein Elektron-Neutrino vor dem auseinander gefahrenen CMS-Detektor

Andi und André haben sie begleitet, Elektron, Photon, Tau- und Elektron-Neutrino, W-Boson, Up-, Strange- und Charm-Quark auf ihrem Weg zum europäischen Epizentrum der Teilchenphysik. Zum größten und potentesten Teilchenbeschleuniger auf der Welt. Zu wegweisenden Konzepten für die Zukunft der Beschleunigerphysik. Kurz: zum CERN.
Nach dem Klick erfahrt ihr mehr.

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Campus, Alter; Rück’ die Kohle raus!

Ihr kennt noch das Original? Das Original, das unser intimes Aachener Lebensgefühl in so lieblicher Lyrik und so wundersamen Bild ausdrückte?
Well… vergesst das Original.
Das hier, das ist der neue heiße Scheiß:

[via @digitalanger]

Veranstaltungshinweis: finsterer Vortrag aus Tübingen

Als das informativste aller physikBlogs da draußen ist es natürlich unsere Pflicht und Aufgabe, euch auf interessante Veranstaltungen hinzuweisen. Der heutige Hinweis gilt dem Vortrag “Dunkle Materie, dunkle Energie (finstere Gedanken) – moderne Entwicklung in Kosmologie” von Prof. Dr. Hanns Ruder, der für alle Physikinteressierten geeignet ist.

Hanns Ruder ist Professor für Astrophysik an der Universität Tübingen und erzählt in seinem Vortrag einiges zu unsichtbaren Dingen in dem riesigen Dingens mit den Sternen drin. Da wir aber wissen, dass es diese unsichtbaren Dingse geben muss, ist die interessante Frage, wie man sie sichtbar machen kann.
Sein letzter Vortrag “Was auch Einstein sicher gern gesehen hätte – Visualisierung relativistischer Effekte” von Oktober 2005 fand einen voll besuchten Roten Hörsaal mit begeistertem Publikum vor, daher gehe ich von einem ebenfalls guten und lustigen Vortrag in diesem Jahr aus.

Um 18:30 Uhr am Montag, den 26.01.1 könnt ihr live im Roten Hörsaal großen Hörsaal AM im Audimax der RWTH dabei sein.

Das physikBlog wird jedenfalls vor Ort sein, ihr auch?

  1. also nächste Woche []