Die ganze Wahrheit, Fakten, Fakten und noch vieles mehr, hier: Wired Science — New Close-Ups of Saturn’s Moons Mimas and Calypso
Danke, Thomas, für den grandiosen Einfall.
Physik und ihre seltsamen Gedanken
Die ganze Wahrheit, Fakten, Fakten und noch vieles mehr, hier: Wired Science — New Close-Ups of Saturn’s Moons Mimas and Calypso
Danke, Thomas, für den grandiosen Einfall.
Wusstet ihr schon …? Eine beliebte Einleitung, wenn gleich etwas abgefahrenes, absolut ungewöhnliches und vor allem interessantes kommt. Z.B. so:
Wusstet ihr schon, dass das physikBlog mit dem Erscheinen des heutigen Posts 1182 Tage alt ist? Und eine so alte Katze in Menschenalter umgerechnet etwa 3,14 Jahre alt wäre?1 Und vor allem das physikBlog somit unmittelbar mit der Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest in Verbindung steht? Glaubt ihr mir nicht? Ist aber so:2
Ähnlich abgefahrene Dinge werden auf den Seiten des Atlas Obscura gesammelt, eine von der Community™ zusammengetragener Katalog der Seltsamkeiten unserer Welt.
Wusstet ihr z.B. schon, dass es ein Experiment gibt, dass beweist, dass Pech kein fester Stoff sondern eine Flüssigkeit mit einer extrem hohen Viskosität ist — alle 8-9 Jahre ein Tropfen. Lustigerweise hat noch nie jemand einen Tropfen fallen gesehen. Eine aufgestellte Webcam versagte gerade rechtzeitig, als wieder ein Tropfen fiel.
Oder: Wusstet ihr schon, dass im Dorf Lajitas eine betrunkene Ziege Bürgermeister ist? Der Großvater von Clay Henry III. (logischerweise Clay Henry I.) gewann einen Wettlauf um die Bürgermeisterschaft, seit dem ist die Regierung in fester Familienhand. Betrunken ist Clay übrigens, weil er täglich einige Biere schlabbert.
Oder: Wusstet ihr schon, dass es einen Hügel gibt, der Autos bergauf rollen lässt? Vermutlich eine magnetische Anomalie, vielleicht sind aber auch Killerameisen involviert.3
Das, und noch ganz viele abgefahrene Sachen mehr:
→ Atlas Obscura.
(via Andi, leider waren wir nicht schnell genug, so dass Tanja von Spreeblick uns zuvor kam)
TED-Talks hatten wir ja schon ein paar. Da brauch ich wohl nicht mehr viele Worte drüber verlieren.
Neu für mich allerdings: Es gibt jetzt eine TEDX-Konferenz. Das ist eine Art Open-Source-Version der offiziellen TED-Konferenz, die jeder überall starten kann, wenn er denn genug Redner zusammenbekommt.
Auf einer dieser TEDX in Kanda sprach nun Neill Blomkamp. Wem dieser Name nichts sagt1: Blomkamp hat mit »District 9« im letzten Jahr einen ziemlich guten Kinofilm gemacht, in dem es um gestrandete Aliens in Johannesburg geht.
Im fünfzehnminütigen Talk mit vielen bunten Animationen beantwortet Blomkamp die Frage, ob er denke, dass echte Außerirdische so aussehen wie in seinem Film.
Das tut er mit einem klarem »Nein« und erklärt es mit einer interessanten Mixtur aus Wissenschaft und Science-Fiction.
Sex.
Über kaum ein anderes Thema schreiben wir hier im physikBlog so gern wie über Sex. Außer vielleicht Katzen. Oder Pinguine. Oder Teilchenphysik. Oder Physik generell. Oder Richard Feynman. Oder den Weltraum. Oder uns selbst.
Aber dann hört’s echt schon fast auf.
Sex ist ganz groß. Auf unserer Lieblingsdrüberschreibliste.
Wenn es dann da draußen, in den sexistischen Weiten dieses Internets jemanden gibt, der Sex mit gleich zwei der oben genannten Lieblingsdrüberschreiblistenplatzbesetzer verbindet – herrje, da sind wir natürlich sofort zur Stelle!
Peter Backus, seines Zeichens BWL-Doktorand in England, hat berechnet, wieviele ihm passende Frauen in England rumlaufen.
Er hat sich dabei nicht etwa an chaotischen Systemen oder Wettersimulationsgroßrechnern bedient, nein, er nahm dazu eine fast fünfzig Jahre alte und eigentlich recht simple Formel der Astronomie1. Die Drake-Gleichung.
Die Drake-Gleichung schätzt ab, wieviele intelligente und entwickelte Zivilisationen es im Universum gibt. Wer mehr als zwei Mal in seinem Leben ein Physikbuch aufgeschlagen hat2, der sollte die Formel dazu kennen:
Sie zieht neben Entstehungsraten von Sternen und passenden Planeten auch das Alter und den technologischen Zustand einer Zivilisation in betracht.
Backus hat aufbauend auf der Formel die Parameter angepasst und sie um so schöne Werte wie »Frauen mit einem Universitätsabschluss« erweitert.
Schätzt man all die Parameter wie Backus ab, so erhält man schlussendlich 10.000 passende Frauen im Vereinigten Königreich.
Zieht man dann auch noch grob geschätzt die Gegenseite3 und das gegenseitige Zusammenspiel4 mit in die Rechnung ein – man kommt auf 26 Frauen, mit denen ein 31-jähriger Mann in UK gemeinsam Elementarteilchenraten spielen kann.
Was genau Backus für Parameter und Abschätzungen benutzt hat, all das ist in seinem mit humoristischen Anmerkungen gespickten Paper zu finden.
→ Why I don’t have a girlfriend by Peter Backus
[via einem Tweet von Florian]
Erinnert ihr euch noch an den fetzigen LHC Rap? Bei dem selbst die Strahlen im LHC kurzzeitig aus der Phase raus und in den Beat rein schwingen?
Na klar tut ihr das, schließlich wurde dieses thighte Stück Physik nur so durch’s Internet geprügelt.
Alpinekat, das fette Pseudonym einer ATLAS-Pressefrau, ist wieder zurück und kickt neue Rhymes. Dieses Mal nicht über den LHC, nein, dieses mal nimmt sie sich dem Lieblingsthema der Crowd an: Schwarze Löcher.
Give it up for the Black Hole Rap:
YouTube-Direktweltvernichtung
Gerade beim Durchlesen der Annalen meines Feedreaders gefunden. Nicht unbedingt etwas Neues, aber schön zusammengefasst.
Nehmen wir mal an, Sie hätten ein Elektronenmikroskop. Nehmen wir des Weitern an, es wäre Ihnen langweilig. Oder Sie sind frustriert, weil das Nobelkomitee Sie schon wieder übergangen hat. Oder Ihre Katze mag nicht kuscheln.
Dann ist das der perfekte Zeitpunkt, um den aller-aller-aller-winzigsten Schneemann der Welt zu basteln. Das dachten sich auch ein paar Briten. Das Resultat: Einfach süüüühüüss!1
Mehr Infos bei besagten Briten.
Von diesem Schneemann beschwingt wünscht das physikBlog seiner Leserschaft einen guten Rutsch und bedankt sich für die Treue. 2010 werden wir selbstverständlich die Berichterstattung zur LHC-Soap weiterführen (Läuft er oder läuft er nicht?), die Leser mit bunten Bildchen und Katzenbabies verwöhnen und niemals die komische Seite unser aller geliebten Wissenschaft vergessen.
Auf dann, gehabt Euch wohl!
Das physikBlog liebt Pi. Und Pi liebt das physikBlog. Pi ist unser Alpha und Omega. Und weil das so ist, gibt es schon seit etwa Pi Jahren Pilove an propinenter Stelle auf der Startseite. Damit es auch alle mitbekommen. Und welcher Ort wäre besser geeignet, der gesamten Menschheit etwas mitzuteilen, als die Startseite des physikBlogs? Na eben.
Das wir nicht die einzigen sind, die Pi lieben, zeigt dieser geradezu glorreiche Tag für alle Pi-Jünger. Unser aller Lieblings-Kostenlos-Online-Lexikon Wikipedia (die deutsche Version) hat den heutigen Tag auserkoren: Die Kreiszahl Pi ist Artikel des Tages!
Pi freut sich, und wir freuen uns mit.
Wer das Vergnügen verpasst hat, findet hier ein Bild.
Von unserem kleinen »Raten, was im Hintergrund an der Tafel steht«-Spiel beim schauen von The-Big-Bang-Theory-Episoden haben wir bereits berichtet.
Da die Formeln tatsächlich meist zumindest irgendwas mit Physik zu tun haben, kann man sich bereits denken, dass bei der Serie irgendwo ein Physiker seine Hände im Spiel hat1.
Und tatsächlich hat die Serie einen beratenden Physiker an seiner Seite: Professor David Saltzberg von der University of California in Los Angeles.
Zur Erklärung der Materie, schreibt Saltzberg zu jeder Episode TBBT einen Blogeintrag in seinem Blog »The Big Blog Theory«, in dem er die zentralen physikalischen Hintergründe erklärt.
Coole Sache.
LHC läuft wieder und Internet geht mit ab
11 Kommentare
Wir im physikBlog, Deutschlands allumfassendsten Blog, bemühen uns ja immer euch möglichst allumfasssend zu informieren.
Jetzt ist es aber so, dass eure Lieblingsautoren1 allesamt in Bereichen der Teilchenphysik studieren. Und es ist so, dass gerade irgendwo da in der Schweiz, tief unten im 52. Untergeschoss, diese absolut fetzigste Maschine aller Zeit steht.
Ihr merkt schon, wir haben gar keine andere Möglichkeit, als über den LHC zu berichten. Erst recht nicht, wenn so viel passiert wie in den letzten Tagen.
Denn gestern lief seit dem Unfall vor einem Jahr erstmalig wieder ein Strahl komplett im Tunnel umher. Und das Internet stand Kopf; eigentlich tut es das immer noch.
Previously on…
Gestern gegen 17:00 Uhr fing man langsam an einen Teilchenstrahl in die Tunnel des LHC im Uhrzeigersinn zu injezieren. Immer Stückchen für Stückchen, Sektor für Sektor. Am Abend dann hatte man eine komplette Umrundung geschafft, fing nach einer Weile den Strahl an seinem Injektionspunkt wieder ein und schickte ihn auf eine weitere Runde. Und auf eine weitere Runde. Und…
Danach nahm man sich den Strahl in Richtung entgegengesetzt des Uhrzeigersinns vor und machte das selbe Spiel durch. Auch mit Erfolg.
Zwischendurch quenchte2 ein Magnet kurz im Sektor hinter CMS, aber nach 15 Minuten ging es schon weiter. Zwischendurch optimierte man den Strahl und die Einstellungen immer ein Stück weiter – und auf dem Stand ist man meines Wissens auch jetzt (siehe Timestamp vom Artikel).
Im Internet war – und ist – die Hölle los. Eigentlich ein wenig lustig, wenn man bedenkt, dass das Internet im CERN und… ihr wisst schon.
Jedenfalls ist SO viel los, dass man vielleicht etwas die Übersicht verlieren könnte.
Deswegen hier, der erste und einzige physikBlog LHC 2009 Restart Startup Internet Guide (PhyBLTReSIG).
Twitter
Auf dem offiziellen Twitter-Account des CERNs, @CERN, ist so einiges los. Man berichtet live und äußerst nah am Geschehen aus dem CERN Control Centre3. Das ganze sehr locker, allgemeinverständlich aber auch für uns Profis mit hinreichender Information. Soweit mir bekannt, wird erstmalig ein Experiment so intensiv auf Twitter begleitet. Selbst die NASA, sonst immer sehr weit vorne in ihrer Öffentlichkeitsarbeit, hat mit dieser Frequenz und Tiefe noch nie ein Event begleitet. Wirklich empfehlenswert – auch wenn ihr Kommunikationswissenschaften4 studiert, denn @CERN entwickelt sich gerade zu einem Kommunikationsparadebeispiel. »LHC« und auch »CERN« haben es am Freitagabend, als es in die heiße Phase5, in die Trending Topics von Twitter geschafft – dort werden automatisiert die aktuellsten Diskussionen in Schlagworten aufgegriffen. Das Thema ist also bei der Allgemeinheit angekommen und wird erstaunlicherweise ganz ohne Weltuntergangsszenarien mitverfolgt (im Gegensatz zu letztem Jahr).
Aber nicht nur über @CERN kommt man auf Twitter an LHC-bezogene Informationen. Unter @CMSexperiment wird vom … CMS-Experiment getwittert. Wer genau dafür verantwortlich ist, keine Ahnung, aber hin und wieder gibt’s neue Updates und sie kommen von offizieller Stelle6.
Ein Kommilitone und ich haben den CMS e-commentary (s.u.) in einen RSS-Feed7 umgewandelt, den wir in den Twitter-Account @CMSecom füttern.
Darüber hinaus gibt es noch den (nicht so interessanten) Twitter-Account des US-LHC-Blogs @USLHC und auch das Symmetry Magazine retweeted unter @symmetrymag. Direkt in den einzelnen Kontrollzentren wird von persönlicher, unoffizieller Seite auch getwittert – mir bekannt ist da allerdings nur @pixieza.
Wer nicht alle diese Accounts direkt in seiner Timeline haben möchte, kann auch einfach dieser High-Energy-Physics-Liste von @sumomi folgen: http://twitter.com/list/sumomi/highenergyphysics.
Blogs, bzw. Blog-Like Websites
Die Webseite, die momentan am besten mit Bildern und Text arbeitet, gleichzeitig am schlechtesten von der Ausführung ist, ist meiner Meinung nach der CMS e-commentary. Aus der Sicht des CMS-Experiments und aus dem CMS-Kontrollraum am Punkt 5 des LHCs berichtet Darin Acosta in losen Abständen über Neues. Warum dafür kein vernünftiges System benutzt wurde8 ist mir allerdings schleierhaft…
Auch das ALICE-Experiment verfügt über eine Art Live-Blog, das aber nur spärlich gefüllt ist.
Nicht ganz so auf die Schnelle, dafür illustriert und fundiert informiert das US LHC Blog.
Nicht ganz so offiziell, dafür aber mit umso mehr Enthusiuasmus gibt’s bei LHC Facts gute Zusammenfassungen.
Media Ressourcen und et cetera
Neben allem Textlichen gibt’s den Media-Server des CERNs, auf dem zum Thema »LHC Restart 2009« ein Haufen Fotos veröffentlich werden. Videos gibt’s an anderer Stelle.
Und es gibt den Videotext unter den Webseiten: LHC Page1 oder OP Vistars. Dort werden Strahlprofil und Mini-Statusmeldungen angezeigt. Ganz interessant eigentlich.
Und ich so…
Das ist wirklich einiges an Information. Ich handhabe es so, dass ich meinen Twitter-Account, insbesondere in Bezug auf @CERN, monitore und jede Stunde, bzw. bei interessantklingenden Tweets von @CMSecom, den CMS e-commentary aufsuche. Nebenbei hab ich der/die/das/artikellos OP Vistars auf und schaue immer mal drauf.
Das läuft eigentlich ganz gut und ich fühle mich einigermaßen informiert.
Und ihr so?
Püntklich zum Start gestern hat übrigens auch die großartige Big-Picture-Serie des Boston Globe ein Feature für den LHC gebracht.
Nachrag 24.11. von André: Tadaa! Das, wozu man letztes mal nicht kommen konnte, weil
ein Terrorvogelein Kurzschluss den LHC lahmlegte, das hat gestern geklappt:Erste Kollisionen! (→ Pressemitteilung)
Und weil es so schön ist, hat man diese Nacht das erste Mal den Strahl nicht nur einfach im Kreis schwindelig werden lassen, sondern hat ihn dabei auch noch beschleunigt. Zwar erstmal nur von 450 GeV auf 540 GeV, aber immerhin. (→ Twitter)
Jeah Baby!