Archiv für die Kategorie 'Allgemein'

Schneeflöckchen Weißröckchen – fast

Es hätte alles so schön sein können, aber das Leben ist schließlich kein Wunschkonzert1: vor 5 Tagen begegnete mir auf www.spreeblick.com ein wunderschönes Video zu Schneeflocken und ihrer Formgebung. Kaum hatte ich den Artikel fertig, gabs das Video auf Vimeo nicht mehr.

Der geplante Post:

In letzter Zeit hätte durchaus der Eindruck entstehen können, der physikBlog sei fest in Cernfantastischer Hand.

Um dem Einhalt zu gebieten, now something completely different.

Ukichiro’s Snowflakes from Matt at AllofUs on Vimeo.

Schneeflocken, die Form von Wasser, bei der man auf den ersten Blick sieht, dass sie Kristalle sind.
Unglaubliche Symmetrien und Ordnungen die die Natur schafft und somit Banales auf die unterschiedlichsten Weisen in Form bringen – sehr beeindruckend. Wie sehr die Form aber abhängig von den äußeren Rahmenbedingungen ist, macht eine der Faszinationen für die Festkörperphysik bei mir aus.

Aber seht selbst.

(gefunden auf www.spreeblick.com)

Aber Schneeflocken bleiben spitze – da ändert auch die BBC2 nichts dran.
Überzeugt euch selber beim Schneeflockenmuseum und bei der Seite zu Schneeflocken überhaupt. Oder wagt den Schritt nach draussen.

  1. ich habe dafür bereits einen Euro ins Phrasenschwein geworfen []
  2. ich schätze wegen ihr hat Vimeo das Video wieder raus genommen []

Nerdige Weihnachten – Geschenke für den ganz normalen Physiker #1

Christbaum und Reflexionskörper
Nadelbaum, rot und Reflexionskörper. Foto von WillyPayne.

Weihnachten. Das Fest der Liebe, des Konsums, des Tannennadelnzählens.
Traditionell begehen wir dieses Fest hier im physikBlog immer mit etwas ganz besonderem1.

Dieses Jahr möchten wir uns an der Völkerverständigung versuchen. Damit Physik-Nerds gemeinsam mit ihren normalen Familiengenossen friedvoll unter dem ökologisch sinnvoll angebauten und vegan abgeernteten Weihnachtsbaum sitzen können, ohne sich über die Bedeutung von Primzahlen für das alltägliche Miteinander und den Farbgradienten2 des Nadelkleids des ökologisch sinnvoll angebauten und vegan abgeernteten Weihnachtsbaum in die Haare zu kriegen haben wir keine Kosten und besonders keine Mühen gescheut und neben dieses Bandwurmsatzes eine Lösung zusammengetragen:

Geschenke für den gemeinen Physiker-Nerd. Die weihnachtliche Nerdmassenvernichtungswaffe3, gewissermaßen.

Heute starten wir mit Digitalem und Analogem. Morgen geht’s weiter.

Musikalisches

Natürlich kann sich der gemeine Physiker auch nichts tolleres vorstellen, als gemeinsam unter dem (…) Weihnachtsbaum Halbtöne zu spielen. Aber nicht irgendwie. Nahein!
Ein Physiker braucht es da extravagant. Und mit Volt. Und abgespacet.

Theremin

Die wohl älteste musikalische Extravaganz mit Volt und Abspaceismus ist das Theremin. Bereits vor 80 Jahren erfunden war es in Deutschland unter einem Namen bekannt, der in seiner Awesomenessigkeit seines gleichen sucht: Ätherwellengeige. Ich schreibt das nochmal: Ätherwellengeige.
Das Ding wird völlig berührungsfrei, aber mit beiden Händen gesteuert. Eine Hand macht die Tonhöhe, die andere Hand die Lautstärke. Registriert wird der Handabstand von Antennen, die einen simplen Synthesizer verschiedene Töne entlocken. Heraus kommt ein Sound, der dem Namen der Ätherwellengeige alle Ehre macht. Soundtrack of Space.
Wenn man sich sein Theremin nicht komplett selbst oder im Bausatz basteln will, dann darf man für schlappe 400 $ z.B. auf Amazon eines sein Eigen nennen.

Eigenharp

Ähnlich abgespacet, zumindest vom Namen her, ist eine Eigenharp – eine Eigenharfe, gewissermaßen. Hergestellt wird die in den Eigenlabs und ist eine Mischung aus Oboe, Gitarre, Keyboard und Loop-Synthesizer.
Auf einer einzigen Eigenharp kann man ganze Symphonieorchester gleichzeitig spielen. Mit zweien dann auch das Bond-Theme.

Tenori-on

Simpler wird es dann mit dem Tenori-on. Ein bisschen wie ein LED-Abakus aus der Zukunft kann man einzelne Töne einem Loop hinzufügen, wegnehmen, dabei nebenbei wunderbare Muster generieren und in die Charts kommen.

Audiocubes

Wer es dann noch bunter haben möchte, zudem etwas mehr Geld locker sitzen hat, dem seien Percussa Audiocubes empfohlen. Kleine, oh Wunder, wer hätte damit gerechnet, Würfel, die in bunten Farben reagierend Musik machen und sich dabei kabellos mit ihren Nachbarwürfeln verständigen. Bunte Würfelschwarmintelligenz minus die Intelligenz, sozusagen. Und mit mehr Sound. Und Space, natürlich.

Und wem das noch immer nicht reicht, der möge sich auf die experimentalelektromusikalische Zeitreise durch den entsprechenden Wikipedia-Artikel begeben.
Vielleicht können wir dann nächstes Jahr gemeinsam eine bunte physikBlog-Version von »Oh du Fröhliche« spielen.

Lehren und Lernen

Nicht jedes Geschenk kann in seiner Abgespaceteigenfunktion an Star Trek grenzen. Wenn auch häufig abgehoben, so ist das alltägliche Leben des Physikers doch meist eher einfach und stiril. Er sitz in seiner Kammer, mit ein bisschen Glück sogar in seiner Kammer mit Fenster, starrt auf Bildschirm und Tastatur und nimmt sich den Problemen des Universums an.

White
White. Kein Board. Nur White.

Manchmal macht er dies aber nicht alles auf digitale Art und Weise. Manchmal kann auch der Physiker die Vorzüge des Freihandwerkzeugs nicht leugnen.
Und so kommt unser Geschenktipp, die Wandtafel, neudeutsch das Whiteboard ins Spiel. Ob zum Bestimmen komplexer Nullstellen, zum Zeichnen vierdimensionaler Möbiusbänder, oder zum Notieren der Fußballhalbzeitergebnisse. Ein Whiteboard ist des Physikers Freund und Helfer.
Wer sich nicht auf die Vorgaben der korrupten Whiteboardimensionierungsindustrie, der wird seiner Schreibwand mit einem schmucken Topf Tafellack Herr.

Natürlich darf im Zuge dessen auch nicht das passende Kreideetui fehlen. Eine Gravur bietet sich hier besonders an.

Morgen geht’s weiter. Mit Metall und Holz.

  1. Hachja. André, weißte noch?, das Bild? []
  2. Mit Alpha! []
  3. Juchu! Wieder einen Punkt höher auf der Watchlist… []

LCROSS bewirft Mond

Heute um 13:36 Uhr (MESZ) ist ein Teil der Mond-Sonde LCROSS, EDUS genannt, auf dem Mond eingeschlagen. Genauer gesagt hat die Bodenstation nur gemeldet, dass sie das Signal zu EDUS verloren hat. Aber wo soll die denn sonst sein1.

LCROSS schießt EDUS Richtung Mond.
Die Mond-Sonder EDUS schickt EDUS Richtung Mond (via Wikipedia)

Warum genau beschießt die NASA den armen Mond? Verschwörungtheoretiker vermuten, dass der Beschuss tatsächlich davon ablenken soll, dass Barack Obama am heutigen Tage für den Friedensnobelpreis bestimmt wurde2. Schwachsinn sage ich – in den USA gehen schlicht und einfach die Käsevorräte der ersten Mondlandung zur neige.

Oder aber man versucht, eine Staubwolke mit EDUS aufzuwirbeln, um diese danach mit LCROSS zu durchfliegen. So kann man ohne tatsächlich selber auf dem Mond zu landen die Bestandteile der Mondoberfläche analysieren. Und wenn man Glück hat, finden sie dabei sogar Wasser3. Entscheidet selbst.

Oder ihr gut am besten selber zu. Denn näheres wird heute um 16:00 Uhr (MESZ) in einer Pressekonferenz der NASA bekannt gegeben. Höchst wahrscheinlich wird es dann im NASA-TV live übertragen, also aufgepasst.

‘LCROSS bewirft Mond’ weiterlesen

  1. Ausserirdische würden Kühe kidnappen! []
  2. Glückwunsch dazu. []
  3. wobei das ganze schon sehr an eine Technik, die unter Affen bereits weit verbreitet ist, erinnert []

Video zum Wochenende

Mir ist da gerade ein wunderbares Wochenend-Video über den Weg gelaufen. Carl Sagan featuring super-awesome Steven Hawking – und das will ich euch natürlich nicht vorenthalten.

[via @Geekologie]

Voyager Golden Record

Kurz, warum man sich auch unbedingt mal angucken sollte, wer denn Carl Sagan überhaupt ist: er war maßgeblich daran beteiligt, dass die Voyager Golden Record1, in den 70ern mit Voyager 1 und 2 in den Weltraum hinaus getragen wurde.
Nebenbei hat er noch Bücher geschrieben, dutzende weitere Raumsonden auf Erkundungsflüge geschickt und und und…

Viel Spaß beim Gucken.

  1. eine multilinguale selbsterklärende Botschaft an Marsmenschen und all die anderen, da draußen []

Aktivitäten im physikBlog

Falls ihr euch wundert, warum Mitblogger Andi und ich gerade so wenig schreiben: wir befinden uns in einem gebundenen Lernzustand für unsere letzten Diplomprüfungen1 vor der Diplomarbeit. Kommt wieder mehr, versprochen.

Vertreibt euch doch derweil die Zeit mit entarteten Katzeneigenzuständen:

DirektKatzenZwillinge

  1. theoretische und experimentelle Physik []

Willkommen, Aachen!

Hallo Aachen1!
Wir sind das physikBlog!
Setzen Sie sich hin, nehmen Sie sich von rechts einen Keks und machen Sie es sich bequem.

Wenn Sie das physikBlog bisher noch nicht kannten, dann sind Sie Wahrscheinlich über den Artikel der Aachener Zeitung bzw. den Aachener Nachrichten zu uns gestoßen.
Toll!

AN / AZ über physikBlog
Klicken macht Groß!

Wenn wir nicht alberne Grimassen schneiden und/oder in BNC-Kabel sprechen2, dann bloggen wir hier. Über Physik – Physik im Internet, auf der Welt, dem Universum und dem ganzen Rest.
Die im Artikel erwähnten Beiträge sind zum Beispiel »Das war..: Das physikBlog bei der Aachener Wissenschaftsnacht« und der schon etwas ältere »spontaneousityShow Teil 2: Natriumdampflampenlicht«. Aber natürlich gibt es hier noch weitere, furchtbar tolle Beiträge zu entdecken. Einfach runterscrollen!

Und wir wollen noch etwas klar stellen: Eine Katze mit weißer Schnauze gehört zwar nahezu fest zum physikBlog-Repertoire, aber mit weißen Pulvern haben wir sonst gar nichts zu tun. Uns reicht die Physik.

Und das mit dem »Sie« lassen wir jetzt mal schön wieder sein.

  1. Hallo, Rest der Welt! []
  2. Dabei weiß doch jedes Kind, dass man soviel Amplitude gar nicht durch BNC-Kabel kriegt! []

Astronauten-Surfen

Was macht ein Astronaut auf der ISS, wenn spazieren gehen nervt, der amerikanische1 Kollege als Spielgefährte die Qualität einer Fourieranalyse hat und sämtliche Katzenvideos dieser und anderer Galaxien geguckt wurden?

Richtig, er ruft zuhause an und fragt Mama die heimische Bodenstation um Rat. Im Fall des japanischen Astronauten Koichi Wakata ist das die Jaxa.
Da dort nur langweilige Physiker arbeiten, wenden die sich hilfesuchend an das japanische Volk – schließlich haben die Japaner andauernd super Ideen.
Das ist dann dabei raus gekommen:


direktAstronaut bei Telegraph.co.uk/tv, gefunden auf engadget.de

  1. Nationalität=Random() []

Bild des Zentrums der Milchstraße

Zentrum der Milchstraße
Bild vom Zentrum der Milchstraße. [NASA, ESA, Q.D. Wang (University of Massachusetts, Amherst), Jet Propulsion Laboratory und S. Stolovy (Spitzer Science Center/Caltech)] | große Version (1,5 MB)

Ich habe letztens nochmal die Sektion der markierten Beiträge in meinem Feedreader gefunden, die ich anscheinend irgendwann einmal benutzt habe. U.A. war dort ein Blogartikel von Bad Astronomy festgehalten.

Es ging um ein ziemlich großartiges Bild vom Zentrum der Milchstraße, das unsere lieblings-Weltraumorganisiationen NASA und ESA zusammengesetzt und in großen Auflösungen1 zur Verfügung gestellt haben. Ausgewertet wurden Infrarotbilder der Hubble und Spitzer Weltraumteleskope, die eine unglaubliche Detailfülle des Zentrums unserer Galaxie vermitteln.

Wenn das Bild mal kein gutes Poster ergibt …

Übrigens ist das schwarze Loch, das den gravitativen Dreh- und Angelpunkt der Milchstraße darstellt, zwar theoretisch auch irgendwo2 auf diesem Bild, allerdings ist es so klein, dass seine Ausdehnung weit geringer als ein Pixel wäre. Und für Subpixel müsste man in den Subraum. Und da stinkt es bekanntlich. Und es ist dunkel und feucht. Und das will ja keiner.

  1. Wirklich groß! So gibt es ein 38,5 MB großes18-Megapixel-Riesen-Bild im TIF-Format: [Bild] []
  2. Auf der NASA-Seite steht “At the center of the image, ionized gas surrounding the supermassive black hole at the center of the galaxy is confined to a bright spiral embedded within a circum-nuclear dusty inner-tube-shaped torus.” Aber ich verstehe nicht, wo das sein soll. Naja. Sieht man ja eh nicht, das schwarze Loch. []

Elementarteilchen und physikBlog besuchen das CERN

Ein Elektron-Neutrino vor dem auseinander gefahrenen CMS-Detektor

Andi und André haben sie begleitet, Elektron, Photon, Tau- und Elektron-Neutrino, W-Boson, Up-, Strange- und Charm-Quark auf ihrem Weg zum europäischen Epizentrum der Teilchenphysik. Zum größten und potentesten Teilchenbeschleuniger auf der Welt. Zu wegweisenden Konzepten für die Zukunft der Beschleunigerphysik. Kurz: zum CERN.
Nach dem Klick erfahrt ihr mehr.

‘Elementarteilchen und physikBlog besuchen das CERN’ weiterlesen

Wordpress Update

Puh, ihr wisst ja gar nicht, wie blöd so ein Update manchmal sein kann. Hier ein Fehler, da ein Design zerstört … urx. Aber mit vereinten Kräften und mit Unterstützung von gravitativen Quantenfluxwellen, fouriertransformiert, habe ich es schlussendlich doch geschafft:

Das physikBlog läuft mit der modernsten Wordpress-Version. Solltet ihr trotzdem noch irgendwelche Ungereimtheiten finden, scheut nicht die Weltenformel aufzustellen und danach an die frische Luft zur freudigen Higgs-Suche zu gehen. Alternativ würde aber auch ein Kommentar gehen.

Update: Es scheint häufiger das Problem aufzutreten, dass noch Teile der alten Version bei euch im Browsercache liegen. Strg+F5 löst das Problem auf.