Da gratuliert sogar die NASA: Das physikBlog hat mehr als 1000 Fans bei Facebook. Ein Grund zum Feiern!
Das CERN feiert die Entdeckung eines higgsigen Teilchens, die NASA ist wegen der Landung auf dem Mars aus dem Häuschen und wir freuen uns wie Bolle. Warum? Es folgen mittlerweile über 1000 der klügsten, schönsten und intelligentesten Lesern unseren lila Informationshäppchen auf Facebook.
Und über die erste natürliche Zahl, die aus vier Ziffern besteht, freuen wir uns gerade wie eine Katze, die endlich den roten Laserpointer gefangen hat. Oder wie Pandabären über Schnee.
Kurz: Wie Bolle eben.
In der Politik würde man jetzt große Reden schwingen und es »ein deutliches Zeichen für die gute Arbeit« nennen. Mit Politik haben wir aber zum Glück nichts am Hut und mit großen Reden schon gar nicht.
Das hat uns aber noch nie davon abgehalten, euch nicht trotzdem unseren Senf dazu zu geben. Denn an dieser Stelle möchten wir euch, liebe Wählerinnen und Wähler, danken, dass ihr uns als eure Quelle des physikalischen Nonsens, als Differentialgleichungsentkopplungstransformation von Internet und Naturwissenschaft nehmt. Uns macht das alles furchtbar viel Spaß und es freut uns, dass ihr mögt, was wir uns so aus den Fingern zaubern. <3.
Ihr dürft jetzt mal beweisen, was ihr so drauf habt. Denn ihr dürft in eure Tasten hauen und ein kleines Gedicht über euer Lieblings-Elementarteilchen in die Kommentare dieses Artikel schreiben. Es muss nicht unbedingt ein Elementarteilchen im engeren Sinne sein, mit Baryonen oder Mesonen geben wir uns auch zufrieden.
Und damit ihr auch einen besonderen Anreiz habt — neben der ewigen Dankbarkeit der Physik und unserer Hochachtung — vergeben wir in Zusammenarbeit mit getDigital.de unter allen Physikdichtern folgende, von handzahmen tibetanischen Bergkatzen erlesene Preise:
1) Magnetpuzzle
2) AquaPod Wasserraketensystem
3) Newton-Pendel
Ist das nicht klasse? Einzige Bedingung: Ihr müsst bis zum 21. August 20121 fertig gedichtet und es hier mit einer gültigen E-Mail-Adresse gepostet haben2. Die besten Gedichte gewinnen, unter dem Rest verlosen wir ein schmuckes Physik-T-Shirt alleroberster Nerdqualität.
In diesem Sinne,
nutzt eure Tasten,
für die Gewinne,
Segelschiffmasten!3









Oh Elektron!
Wärst du doch nicht immer so negativ geladen,
wenn wir uns sehen; seit jeher schon
sage ich dir: Nein, du hast nicht zu viel Masse,
tanz ruhig weiter an deinem Superstringfaden,
egal was du tust, ich find dich einfach Klasse!
Oh Elektron!
Bleib doch mal stehen!, flieg nicht weg,
auf Lichtgeschwindigkeit wie zum Hohn,
hat es mit uns beiden keinen Zweck.
Kleine Elektroline auf Wiedersehen,
nur Physiker können dich verstehen!
Ein kleines Lepton rast durch das All
schnell wie das Licht, oder fast.
Auf jeden Fall ist es schneller wie Schall.
Miss schnell, oder du hast es verpasst!
Wenn nicht, sei nicht traurig, gibt viele davon.
Gewiss wird die Messung lang dauern.
Die Detektoren sind an, wenn kümmert es schon.
Lass die Teilchen nur auf uns schauern!
Es gibt zahllos viele, doch sind sie subtil,
denn sie wechselwirken nur schwach.
Durchstoßen die Erde zuhauf, ohne Ziel,
ganz gleich ob bei Tag oder Nacht.
Ein kleines Lepton rast durch das All
und trifft hier auf ein H2O.
Wir messen Cherenkov-Licht! Ein klarer Fall:
Es passierte just ein Neutrino!
Sind die im Artikel genannten “Bayronen” die neue Währung des Freistaats Bayern?
@Michael: Hihi, fast. Danke für den Hinweis, ist korrigert.
Weder Teilchen noch Welle
jedoch auch beides zugleich
bist du ein schneller Geselle
bewegst dich im obersten Geschwindigkeitsbereich
Du verleihst unserer Welt ihren bunten Schimmer
allerdings hören kann man dich nicht
doch sehen kann man dich immer
denn du bist das Licht
Und selbst ohne Masse,
bist du wirklich klasse.
Es ist ein schüchterner Geselle,
wie alle Teilchen Freund der Welle.
Selten detektiert man es allein,
fern vom Bekannten will es nicht sein.
Elektromagnetismus ist suspekt,
vorbeizufliegen passt da echt perfekt.
Einst ein Sprichwort rief:
Stille Baryonen sind tief.
Im Verhältnis zwei zu eins
Quarks in den Tiefen des Seins.
Doch auch vor großer Gewalt
machen die Neutralen nicht halt.
Ausgesandt von einer nuklearen Reaktion
werden sie zum Tod für jede Person.
Letztlich muss man es ihnen vergeben.
Wollen sie doch nur Isotope bilden
und nicht spalten wie die Wilden.
Mit ihnen lässt sich viel erleben:
Denkt man an die vielen Sterne;
Sind die Schüchternen nur unter sich,
werden ihre Eigenschaften wunderlich,
Pure Faszination in weiter Ferne.
Das Neutron gefällt,
denn es ist das, was die Welt
in ihrem Innersten zusammenhält.
Geboren in England, gesucht von ihnen
Mutter Beryllium, Vater Alpha-Fighter
Die Freiheit zerreist mich, ich wusste nicht weiter.
Coulomb’s Gesetz: Ein jeder solle wirken oder sterben!
Entsannt wurden über das ganze Land die Schergen
War nicht allein und mit den Freunden gelang schließlich die Flucht
Der Ärmelkanal als Weg vor Augen
Er bremmste und wurde zur größten Hürde
George ward gefangen von den Ag-enten
Sohn Neutrino entkam und trug die Bürde
Als Ziel das Paradies, die wahre Neutralität im Sinn
Schnell über die Grenze, in der Hitze des Gefechtes dohrthin
Es gibt Arbeit und Lohn, tief unter der Erde
Doch Neutralität verpflichtet, auf dass die Theorie bestätigt werde.
Wir ehren, was auf wolkenleisen
Sohlen pilgert…Und obschon
Es Rast sucht, Ruhe! – muß es reisen.
Im Orbital. Als Elektron.
Leichter als seine Leptonengeschwister
Doch düsterer als seine Freunde, die Quarks
Rast es und weilt nie und fühlt sich sinister
Und konstituiert’ dabei Einstein, mich, Marx.
Elektron, Du wurdest vielfach besungen!
So dunkel, so unfaßbar, so negativ -
Noch nie hat ein Lied mir so traurig geklungen
Wie das, das Du, der mit den Sternen gerungen
Mir sangst, heut’ nacht noch, als (ruhend) ich schlief.
(Man möge das von Strophe zu Strophe wechselnde Metrum entschuldigen)
Schon morgens, wenn ich meine Augen auftu,
was ich zuerst wahrnehm, das bist immer du.
Durch dich erhält unsre Welt ihr Gesicht,
Scheint wunderschön oder eben auch nicht.
Den schönsten Frauen verleihst nur du ihren Glanz,
Das traurigste, furchtbarste, allein du zeigst es ganz.
Bist Botschafter einer anderen Zeit,
Wo du auch herkommst; Vergangenheit!
Du verrätst die Geheimnisse der fernsten Orte,
Bist unglaublich viel mehr, als man zu träumen vermochte.
Durch Rotverschiebung oder Intensität,
nur durch dich werden fremde Welten erspäht.
Ob langwellig, schwach, ob hochenergetisch,
auf jeden Fall immer elektromagnetisch.
Wie seltsam bist du in voller Aktion,
Wie man dich auch misst; Superposition!
Selbst mit Physikers Katzen scheust du nicht den Vergleich,
gar riesig ist dein Messbereich.
Von Gammastrahlung bis zur Radiowelle,
trägst du immer die Information deiner Quelle.
Als einzige schaffst dus auf Lichtgeschwindigkeit,
Von aller Last der Masse befreit.
Zerstörende Kraft oder einfach nur Rauschen,
Mit dir kleines Photon, würd so mancher gern Tauschen!
Welches Elementarteilchen ist das?
Lepton, ladungslos
Mutmaßte man mal masselos
Dutzendfach durchquert’s dich dauernd
Sichtbar soeben schließlich schauernd
Denkanstoß durch defizitäre Detektion
Schwerwasser spendiert schließlich SNO-Sensation
Kein Kino:
Neutrino.
Ein Photon sprang, ich sag es laut,
mit Elektronen Seilchen.
Dabei hat sich dann aufgebaut,
die Energie ein Weilchen.
Es holte sich so richtig Schwung,
und hüpfte auf der Stelle,
Da wurd daraus ein Quantensprung,
Und das Photon wurd zur Welle.
Es war nun 2Sekunden alt,
und freute sich wie Bolle,
Da traf es auf nen Doppelspalt,
Geriet ausser Kontrolle.
Es wusste nicht woher, wohin,
ganz Irre war Zwerg.
Es kannte nichtmal seinen Spin,
das wusst schon Heisenberg.
Vor Angst macht es sich ungeniert,
die Hose voll und so.
und verlor dabei ganz enerviert,
den letzten Rest Niveau.
Es hat kaum Energie nun noch,
und spricht den letzten Satz:
Zum Glück war hier kein Schwarzes Loch
Sonst wär alles für die Katz’
Es existiert das Higgs-Boson?
Ha, ich wusst es immer schon!
Seit Tagen schon dieselbe Lage,
sitz’ ich hier allein im Dunkeln
Mich quält stetig nur die eine Frage,
ob’s wahr ist, was da alle munkeln
Jahre lang versuch ich’s schon
Für mein Gewicht wurd’ ich ausgelacht
Längst vergessen wäre Spott und Hohn
hätte ich nur das Licht früher ausgemacht
Das Photon, so hab ich gehört
–vom Laien einfach „Licht“ genannt–
als Welle durch die Gegend surft
sorgt so für fiesen Sonnenbrand
Doch noch viel schlimmer ist der Fakt,
dass Photon nicht nur Brand stiftet,
sondern auch ’ne eig’ne Masse hat,
die sich an uns’re Masse heftet
Welle-Teilchen-Dualismus
wird dies Phänomen auch nett umschrieben
Nicht nur schafft’s Masse im Überdruss,
sondern hat auch manch Physiker in Wahn getrieben
Drum sag’ ich: Photon, nicht mit mir!
Ist nicht persönlich, nimm’s mir nicht quer
Ich hab den Schalter im Visier-
jetzt gibt’s weder Welle noch Teilchen mehr
Nun endlich, glaub’ ich, ist’s geschafft,
schalt’ ich das Licht nun wieder an
Mein Bauch und Hirn sackt ’gen Schwerkraft
An Photonen ist wohl nicht viel dran
Das alte Problem nun wieder nah
Welche Sportart gibt’s für den Physiker?
Doch eines ist mir nun Vakuum klar:
Keine Anti-Licht-Diäten mehr!