Obama stellt neues NASA Programm vor. Gesundheit.

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Heißer Shuttle-Start. Bild der NASA.

Deutschlands wichtigestes Blog für die Bewunderung von heißen Raketenstarts versorgt euch natürlich nicht nur mit heißen Bildern von bewundernswerten Raketenstarts. In unserem mindestens genauso heißen und bewunderswerten All-Inclusive-Paket gehören auch die zusätzlichen Informationen drumherum dazu.
Und so ist es nicht ganz unerheblich, was der amerikanische Chef-Twitterer Präsident, El Hombre de Obama, gestern bei der NASA erzählt hat.

Wie er sich die Zukunft der NASA vorstellt und was damit einhergeht, hat er mit seinem Plan »A Bold Approach to Space Exploration and Discovery«1 dem Rest der Welt kund getan.
Das Grundlegendste daran ist wohl die Aufstockung des Budgets um jährlich eine Milliarde US-Dollar für die nächsten sechs Jahre sowie eine Forcierung der Forschung und Entwicklung von neuer, spaciger Weltraumtechnologie.
Darüber hinaus verfasste er auch noch konkretere Pläne. Die haben zwar nichts mit Jet-Packs, der Besiedelung des Mars mit prähistorischen Dinosaurierkatzen oder Warp-Antrieben2 zu tun, sind aber trotzdem ganz schön wegweisend.

Zunächst einmal hat er das Constellation-Programm gestoppt. Constellation sollte den Menschen erneut auf den Mond und erstmals auf den Mars bringen. Dummerweise war das Programm konzeptionell nicht ganz so gut und soll jetzt von einem neuen abgelöst werden, dass besser auf Kosten, Nutzen und den gegebenen Zeitplan abgestimmt ist.

Das neue Programm enthält eine Schwerlast-Raumfähre, die mal eben mit der Hälfte der Betriebskosten die doppelte Last ins All bringen kann (als es noch mit Constellation geplant war). Ein Traum also für jeden Betriebswirtschafter – und auch das physikBlog sagt “Richtig so!”.

Weiterhin als Ausflugsziel ins Auge gefasst bleibt der Mars. 2030 will man es mit einem neu entwickelten Langstrecken-Raumschiff geschafft haben, ausgewählten Glücklichen den Blick auf den Mars aus einer Umlaufbahn zu ermöglichen. Fünf Jahre später soll dann auch der erste austreten dürfen.

Zusätzlich kommt in den Weltraumreisekatalog ein Sonnenuntergang auf einem erdnahen Asteroiden mit rein. Wegen der durchaus realen Gefahr von Einschlägen erhofft man sich dadurch bahnbrechende neue Erkenntnisse über die kleinen süßen Bömbchen. Bis 2020 will man den ersten Menschen dort abgesetzt haben. Man ist bereits in Verhandlungen mit Bruce Willis.
Dafür muss dann aber eine erneute Landung auf dem Mond gestrichen werden. Man muss schließlich Prioritäten setzen3.

Damit hat die NASA also endlich wieder einen konkreten Langzeitplan und muss sich nicht ihre Zeit mit Kleinprojekten und dem Anschauen von Katzenvideos vertreiben. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dennoch: Bisher ist das nur Obamas Plan — der Kongress muss dem noch zustimmen, damit es auch wirklich so umgesetzt wird.

Das physikBlog ist jedenfalls ganz vorne mit dabei und wird versuchen, bis spätestens 2040 eine Außenstelle auf dem Mars zu errichten. Interplanetares Bloggen ist schließlich »The Next Big Thing«. Verhandlungen mit Bruce Willis laufen bereits. Freiwillige wenden sich bitte an mars@physikBlog.eu.

Mehr zu Obamas Plan:
Eckpunkte des Plans
Bad Astronomy
io9
Handelsblatt

  1. Zu deutsch also soviel wie “Ein wagemütiger Schritt zur Erforschung und Entdeckung des Weltraums”. []
  2. Nein. Keine Besiedelung des Monds mit Warp-Antrieben. Leider. []
  3. Und, hey, mal ehrlich, auf einem Asteroiden landen ist ja wohl so: ——- viel cooler als auf dem Mond zu landen! []
Kurzlink
Kategorien: Forscherisches, Weltiges
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