O Täler weit, o Höhen

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Die Kernspaltung soll der Legende nach auf einem Spaziergang erklärt worden sein. Überhaupt sieht es so aus, als ob die Elite der theoretischen Physik des beginnenden 20. Jahrhunderts ihre bahnbrechenden Ideen mehrheitlich auf Spaziergängen entwicklet hat. Ob allein oder zu zweit, das Ausarbeiten neuer Modelle scheint oft eng verbunden mit einem Streifzug durch die Natur.

Und heute? Investigativjournalisten des kongenialen physikBlogs führten intensivste Recherchen in den theoretischen Instituten der weltweit führenden Eliteunis durch. (Lies: ein Stockwerk nach oben und bei der Flurverzweigung links, den Kommilitonen guten Tag sagen).
Die Erkenntnis: Gelieben ist eine Affinität zu Tafel und Kreide1. Was jedoch die Anregung des kreativen Gedankenstroms betrifft, so werden klassische Methoden wie das allseits beliebte Deckenstarren oder nächtliche Nähe zu ethanolhaltigen Essenzen als auch neuere Techniken wie exzessives Versinken in virtuelle violett-türkise Spielwelten, ausgiebiges Betrachten süßer Katzenbilder oder hingebungsvolles Tischkantenbeissen angewandt.2

Zur Verdeutlichung demonstrieren uns freundlicherweise Rajesh und Moonpie Sheldon eine typische Situation:

YouTube-DirektBESTESZENEZUEYEOFTHETIGEREVER!

Wir stellen fest: statische Arbeitsweisen dominieren. Was heißt das für die theoretische Physik? Wie beeinflusst dies den Weltfrieden und wichtiger noch: das physikBlog?
Bedeutet diese Dominanz statischer Techniken ebenfalls eine statische theoretische Physik? Wären wir heute in der Deutung der Welt weiter, geschähe dies dynamisch-spazierend?

Man weiss es nicht. Sollte sich ein mitlesender Theoretiker angesprochen fühlen, nimmt das physikBlog gerne Erfahrungsberichte über das Kontaktformular, Stichwort “Spaziergang“, entgegen.

  1. teilweise durch Papier und Bleistift ersetzt []
  2. Letzteres gerne als Reaktion auf all zu herrschsüchtige Doktorväter. []
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Kategorien: Bescheuertes, Forscherisches
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