Videos von Feynman-Vorlesungen – The Character of Physical Law

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Richard Feynman hat gerade eine Idee bekommen. Oder auch nicht.

Einer der wenigen Shootingstars der Physik, die nicht nur wissenschaftlich Wertvolles geleistet haben, sondern auch ihr Können in anderen Dingen der Allgemeinheit zeigten1, ist Richard Feynman.
Geboren 1918, gestorben 70 Jahre später 1988 zeichnet er sich verantwortlich für drölfhundert Entdeckungen und bahnbrechenden Ideen auf dem Gebiet der subatomaren, also der Elementar-Teilchen, die wohl wichtigste darunter die Quantenelektrodynamik2, die (also die) Beschreibung von Elementarteilchen, mit der heute ganze milliardenteure Teilchenbeschleuniger berechnet werden3 und für die er den Nobelpreis bekam. Er assistierte beim Bau der Atombombe4 und erdachte erstmalig Nanotechnologie.
Soweit zu »wissenschaftlich Wertvolles« aus dem ersten Satz. Mindestens ebenso interessant und faszinierend sind aber die »Dinge, die er der Allgemeinheit zeigte«. Denn Feynman war bekannt dafür, selbst die hartesten und verwirrendsten physikalischen Zusammenhänge locker flockig herüberzubringen. Derartig, dass die Physik selbst Nicht-Physiknerds Spaß machte. Ja, sowas gibt es5.
Dessen war man sich nach sich bereits damals™ bewusst, und so lud man ihn fleißig zu Gastvorlesungen ein und filmte sie ebenso fleißig.

Play Feynman

Microsoft-Gründer Bill Gates hat jetzt eine Vorlesungsreihe, die Feynman an der Cornell-Universität hielt, online gestellt. Im Rahmen der »Messenger Series«-Vortragsreihe6 hielt Feynman sieben Vorträge unter dem Gesamttitel »The Character of Physical Law«, in denen er beginnenden mit den Gravitationsgesetzen einen physikalischen Rundumschlag vollzieht.

Die Videos promoten eine neue Technik von Microsoft, hörend auf »Project Tuva«. Dabei wird das schwarz-weiß Video von Feynman auf Wunsch mit Untertitel, mit Kommentar undoder mit Zusatzmaterial begleitet. Außerdem durchsucht eine Suchfunktion oben rechts das komplette Video nach Wunsch und hält entsprechende Stelle im Video bereit.
Leider benötigt die Feynman-Vorführung Microsoft Silverlight7. Aber es braucht ja einen Haken, wenn’s um Microsoft geht, ne?

Genug des Geschwafels…

? Microsoft Research – Richard Feynman: The Messenger Series
[Danke, Lars, für die Linkeinsendung]
Und wenn ihr euch diese kleine Bearbeitung der Tuva-Seite anschaut, na, wer möchte da den Feynman-Lookalike-Contest gewinnen?

  1. Puh, ganz schön wild umschrieben, was? Aber es soll ja möglichst allgemein sein… []
  2. QED, das, was immer unter mathematischen Beweisen steht. Nein. Scherz. []
  3. Verzeiht mir meine übertreibende, populärwissenschaftlich-verkürzende Übertreibung. []
  4. Man kann ja nicht nur awesome sein, was? []
  5. I kid you not! []
  6. Nach dem Sponsor Hiram Messenger benannt. []
  7. Dieser Versuch von Microsoft, etwas vom Flash-Kuchen abzubekommen, der eigentlich gut gemeint ist, aber viel zu spät kommt und eben eine weitere, pluginbenötigende Technik vorstellt… Wer das ganze unter Linux ans Laufen bekommen will, dem sei das OpenSource-Projekt Moonlight empfohlen. []
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