Wissenschaftlicher FlashForward mit CERN-Involvement (?!)

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Wir, bei deutschlands physikalischstem aller Popkultur-, gleichzeitig popkulturellsten aller Physik-Blogs sind ja immer äußerst bemüht, die heißesten Trends mit den schärfsten Physikinvolvements zu finden.
Vor zwei Jahren machten wir euch auf die da noch nicht gestartete Serie »The Big Bang Theory« über eine WG voller Physik-Nerds aufmerksam. Die Serie wurde zu einem großen Erfolg im amerikanischen TV; das physikBlog zeichnet sich da ganz klar mitverantwortlich. Wir in den physikBlog-Headquarters spielen immer das amüsante Spiel “Errate welche Formel auf dem Whiteboard im Hintergrund steht”. Sehr amüsant.

FlashForward

Jetzt möchten wir eine neue Serienempfehlung aussprechen: »FlashForward«.
Im Gegensatz zu TBBT1 handelt FlashForward nicht von Physikern und ist keine Comedy. Es ist ein Science-Fiction, der am ehesten mit der Knallerserie Lost vergleichbar ist. Aber die Schnittmenge zwischen Physikern und Science-Fiction-Interessierten ist ja bekanntlich… groß2.
Folgende Ausgangssituation: Alle Welt lebt einen ganz normalen Tag, als auf einmal jeder in Ohnmacht fällt und für 2 Minuten und 17 Sekunden ein halbes Jahr in die Zukunft sieht3. Wodurch passiert das Ereignis? Kann die Zukunft aufgehalten werden? Sind Tiere auch betroffen? Und wirklich alle Menschen?
Nach Sichtung der ersten Folge könnte uns ein spannendes, mysteriöses und intelligentes Drama erwarten, das entweder mit seinen Zeitparadoxen gar nicht, frisch oder total blöd umgeht.

Aber was hat das jetzt mit Physik zu tun?!

Folgendes:
FlashForward beruht in alternierender Tiefe auf einem Roman von Robert J. Sawyer, der zufälligerweise »Flashforward«4 heißt. In der Buchversion spielt das CERN eine wichtige Rolle beim globalen Zukunftssehen; »CERN« ist unglaublicherweise das fünfte Wort des Romans.
Und weil unser Lieblingsteilchenforschungszentrum5 ja sowas von hipp ist, haben sie dort eine eigene Info-Mikroseite6 zur Physik hinter Flashforward gemacht. Es gibt Fragen und Antworten, ein Interview mit dem Autor, einen CERN-Physiker, der munter ein paar Thesen beantwortet. Und mehr.

Der Anfang der Fernsehserie unterschied sich stark von dem des Buchs. Ob FlashForward7 überhaupt etwas mit dem CERN zu tun haben wird, das konnten selbst die Autoren der CERN-Seite nicht aus den TV-Studios herauskitzeln8. Auch der Autor des Buchs9, der bei der TV-Serie mit invovliert ist, konnte nichts Genaues dazu sagen. Aber er traue dem TV-Team wissenschaftliche Akkuratheit zu, so weit denn überhaupt möglich… Das könnte man mit etwas wohlwollen als ein “Jap, CERN ist dabei” auslegen. Muss man aber nicht.

Jedenfalls: Schaut euch FlashForward an. Wem Lost gefällt, dem wird auch FlashForward gefallen. Und wenn euch Lost nicht ganz so gefällt10, so gebt der Serie trotzdem eine Chance; sie ist nur ähnlich wie Lost.

  1. Dies ist nach ISO 5135 die offizielle Abkürzung für »The Big Bang Theroy«. Keine Diskussionen. []
  2. Geht ungefähr so wie x?, aber nur für kleine ? und Raketen. []
  3. “FlashForward”, ne? []
  4. Mit kleinem f. []
  5. Zukünftig »LTFZ«. []
  6. Bevor jetzt irgendjemand meckert: Ja, auch zu Illuminati / Angels & Demons von Dan Brown hatte das CERN eine Mikroseite. Aber manchmal ist selbst für das physikBlog das Popkulturniveau zu niedrig… []
  7. Die Serie. []
  8. Wie bei jeder Serie heißt es dort äußerste Geheimhaltung über den Inhalt der nächsten Episoden… []
  9. Das Buch. []
  10. Dieses ganze Mysterium, diese verwirrenden Erzählsprünge, die blöden Dharma-Hippies… []
Kurzlink
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5 Antworten auf Wissenschaftlicher FlashForward mit CERN-Involvement (?!)

  1. Sarah sagt:
    #1

    Klingt cool. Schon wieder so ne Serie wo man sich vom Lernen abhalten kann -.- aber wenigstens ist sie grad gestartet, da geht dann wenigstens nicht nen ganzer Tag drauf :D

  2. Patrick sagt:
    #2

    Erste Folge war nett, aber um mehr sagen zu können muss man erstmal schauen, wie es sich entwickelt. Für die Statistik, ich mag Lost und auch die tollen (!) Dharma-Hippies :O

    Man braucht sich halt nur Heroes anzusehen, um zu merken, dass aus einem gut gemachten Piloten mit mysteriösen Handlungsstranganfängen (cooles Wort) noch lange keine gute, mehrere Staffeln umspannende Serie werden muss…

    Aber ich bin immer für ambitionierte Serien mit übergreifender Story und Backgroundmythology zu begeistern, von daher werde ich mir FFwd sicher auch weiter anschauen.

  3. Andi sagt:
    #3

    Patrick: Oh, ich bin auch ein großer Lost-Fan. Ich mag auch die Dharma-Hippies. Aber es soll Leute geben, die da nicht so für zu begeistern sind. Seltsam, eigentlich.

  4. André sagt:
    #4

    Fluch und Segen zugleich an Lost ist denke ich die Komplexität. Ich finds ziemlich geil, viele haben aber wahrscheinlich keine Lust, sich damit auseinander zu setzen. Mal gucken wie es hier wird… ich bin gespannt.

  5. Sarah sagt:
    #5

    Habs jetzt auch gesehen und denke ich werd mir das auch mal nen bischen weiter angucken :D