Antimaterie-Bananen

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Kommentare

Bananen sind lecker, gelb und es gibt sogar Weltraumbananen. Aber Bananen können noch mehr, sie können nämlich Antimaterie produzieren — konkret die Antimaterie-Partner des Elektrons, Positronen.

Das können sie, weil sie sehr reich an Kalium sind und dessen natürliches Isotop 40K mit einer Halbwertszeit von 1,2 Milliarden Jahren radioaktiv zerfällt.1 Das tut es u.A. über den positiven Beta-Zerfall, der Positronen produziert (statt der häufigeren β--Strahlung, die aus Elektronen besteht).
Jongliert man ein wenig mit den Zahlen wie Halbwertszeit, natürliches Vorkommen und Anteil des β+-Zerfalls unter allen möglichen Zerfällen rum (wie es auf dieser Seite2 ausführlich vorgerechnet wird) so gelangt man zu der Erkenntnis, dass durchschnittlich etwa alle 75 Minuten ein Positron produziert wird.

Für eine Antimateriebombe reicht das freilich nicht, toll ist es trotzdem.

(via US/LHC-Blogs)

Und zum Schluss noch etwas Blödelei:

Direktbananaphone

  1. Übrigens ist dieses Isotop auch zu 10% für die natürliche Strahlenbelastung des Menschen verantwortlich. Und zwar durch radioaktives Kalium im Körper! []
  2. Übrigens² ist “potassium” der englische Ausdruck für Kalium. []
Kurzlink
Kategorien: Bescheuertes, Experimentatives
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3 Antworten auf Antimaterie-Bananen

  1. Andi sagt:
    #1

    Yeah! Damit ist das Banana-Phone-Video auch endlich hier im Blog! Großartig!

    Und was man mit Bananen alles so machen kann – abgefahren!
    Wann es wohl den ersten Bananen-Teilchenbeschleuniger geben wird?

  2. Physiker sagt:
    #2

    Cool was man mit Bananen alles so machen kann. Bis jetzt wusste ich nur dass man sie essen kann.

    Jetzt bin ich wieder um einiges schlauer.

  3. jens sagt:
    #3

    banana king !

  1. Pingback: Eine Zusammenfassung der Probleme bei Fukushima I bei physikBlog

  2. Pingback: Einheitenchaos bei Strahlenwerten – und ein Lösungsansatz mit Bananen und Zigaretten | zorniger Entsafter