Blog-Teleskop – Eine Reise durch die Astronomieblogs

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Kommentar
Blog-Teleskop

Unlängst wurden wir von Florian, dem Betreiber von Astrodicticum simplex1 gefragt, ob wir nicht einmal das Blog-Teleskop ausrichten wollen. In diesem alle zwei Wochen stattfindenden Ereignis stellt jeweils ein anderes Blog eine Übersicht dessen vor, was es so an neuem heißen Scheiß in den Astronomieblogs zu finden gibt. Die mittlerweile 24. Ausgabe2 wird also vom physikBlog (Hallo! Das sind wir!) präsentiert.

Fangen wir mal mit dem für alle wahrscheinlich naheliegensten Thema an: Ostern. Florian hat sich drangesetzt, alles Mögliche zum Datum dieses Feiertags herauszufinden und das im Beitrag “Astronomische Ostern” inklusive ausführlicher mathematischer Beschreibung zusammengefasst.

100 Stunden Astronomie

Ein aus astronomischer Sicht größeres Thema zum Beginn des Aprils war die 100-Stunden-Astronomie vom 2.-5. April.3 Hier und da wurde das weltweite Event beworben, bei dem viele Teleskope ihre Tore für Besucher öffneten. Bei Lichtecho sind während der Zeit aufgenommene Galaxienbilder bebloggt und bei Asterythms der eigene Beitrag zu astronomischen Hobbybeobachtungen beschrieben worden (inkl. der Ergebnisse). Bei dem Blog zum Astrojahr 2009 hat sich Daniel die Mühe gemacht, alles was er finden konnte zusammenzustellen.

Ebenfalls in die Zeit fiel die Jährung eines der Ereignisse der Menschheitsgeschichte. Als erster Mensch lernte Juri Gagarin am 12. April 1961 die extraterestiale Schwerelosigkeit kennen — und das völlig ohne ein Hollywoodstudio! Zu Ehren dessen findet an diesem Datum die »Yuri’s Night« statt, bei der auf der ganzen Welt, dem Orbit und dem Mond dieses große Ereignis zelebriert wird. Florian fasst zusammen, was so passiert ist, während Stephan vom Zwischen Himmel und Erde-KOSMOlog von seiner Erfahrung bei der jurischen Nacht in Wien bloggt.

Ariane 5 beim Start

Heiße Raketenstartbilder wird es nach dem 6. Mai geben. Denn dann startet von unserem Lieblings-ESA-Flughafen4 Kourou eine schmucke Ariane-5-Rakete. Mit an Board wird ein Doppelgespann an Satelliten sein: Herschel und Planck. Was Herschel (und Planck)5 so machen, das gibt’s bei Florian.
Übrigens zeigt das Cassini-KOSMOlog die ersten zur Erde gefunkten Bilder des kürzlich gestarteten Kepler-Teleskops.

Zwischendurch, zur konzentrisch-radialen Mittefindung und Entspannung:

YouTube-Direktsternesehen. Via APoD.

Zurück zu den Raketen: Dass so ein Raketenstart auch mal die Gemüter im negativen Sinne erhitzen kann sieht man momentan an Nordkorea. Dort erfolgte am 5. April der Start des ersten nordkoreanischen Satelliten6, der u.a. wegen angeblicher Fallout-Gefahr7 von anderen Regierung sehr kritisch angesehen wird. Ausführlich auseinandergenommen ist die Thematik in Astra’s Spacelog.

Ein anderes satellitengestütztes Projekt eines kalifornischen Stromkonzerns will im Erdorbit Solarenergie sammeln und in hochfrequente Funksignale umwandeln. Diese sollen dann zur Erdoberfläche gesendet werden und somit die Energie übertragen. Mehr zu der abgespaceten Stromerzeugungsmethode gibt es bei heise.

UFO-Tabelle

Die Entwicklung der Technik ist also durchaus faszinierend, bedenkt man, dass das früher als Science Fiction und Außerirdischen-Technologie abgetan worden wäre. Dementsprechend fehlt auf dieser 1968er Version einer UFO-Tabelle auch jeglicher Hinweis auf einen Laser-Energie-Beam (via Kraftfuttermischwerk).
Wenn Menschen zuviel Laser-Beam abbekommen, oder sogar ohne Startenergie in übermäßig angeregte, chaotische Sphären hinausschweifen, dann machen sie so lustigen Kram, wie Sekten gründen. In Zeiten von Internet, Atombombe und der Hollywoodverfilmung der Mondlandung kann so eine Sekte auch schon mal eine UFO-Sekte sein. Wie man mit diesen abgespaceten Jüngern umgeht, das gibt das Lichtecho, gewissermaßen als UFO-Sekten-Packungsbeilage wieder.

Das Lichtmeter zum Messen der Lichtintensität

War es früher kein Problem, nachts in den Himmel zu gucken und UFOs Sterne oder Astronauten auf Weltraumspaziergang zu finden, so ist das heutzutage schwieriger. Der Grund dafür ist die zunehmende Lichtverschmutzung, also z.B. helle Städte, so dass schwach leuchtende Objekte am Himmel überstrahlt werden. Auf Astrodicticum simplex und Himmelslichter wird eine DIY-Methode zur Messung der Lichtbelastung durch feinwellige Strahlung vorgestellt. Ebenfalls bei Himmelslichter gibt es den Hinweis auf eine morgen stattfindende politische Debatte zu diesem Thema.

Trotzdem hat es die dritt-intelligenteste Rasse auf dem Planeten8 geschafft, einige ziemlich knorke Sachen zu entdecken oder erfinden. Was nach Meinung der großen Internetmasse wohl das Beste davon ist, dass kann man noch zwei Tage bei der NASA abstimmen (via Galaxienentwicklung).
Das Berliner SpaceCamp, was bei Uhura Uraniae in aller Ausführlichkeit beschrieben wird, ist allerdings nicht dabei.

Jede Menge Platz zum weiter Entdecken bietet der Saturn mit seinen Ringen und Monden. Das KOSMOlog Cassini beschäftigte sich ausführlich mit dem Markenzeichen des Elektronikmarktes Planetens und der Atmosphäre des Saturnmondes Titan.

Ja. Der Weltraum. Unendliche Weiten.
Und wo wir gerade beim Thema wären. Zum bald anlaufenden neuen Star-Trek-Film gibt es ein paar neue Videos. Außerdem hat Herr Merchandise uns ein Star-Trek-Parfüm gebracht. Endlich!
Und wer in unserem kleinen Ausflug zur weltraumhaften Popkultur auf der anderen Seite der Macht steht, der braucht mit diesen Go-Green-T-Shirts endlich kein schlechtes Gewissen mehr zu haben.
Alles wird gut!

Ach, und übrigens, bei Hinterm Mond gleich links, gibt’s ein verdammt cooles Video darüber, warum wir alle Physik-Typen sind.</zeitschleife>

  1. Quasi DAS deutschsprachige Astronomieblog. []
  2. na, fällt es euch auf? 24 ist wie 42 in anders. Kein Wunder also, dass wir das jetzt machen. []
  3. Die Zeit überschneidet sich etwas mit dem letzten Blog-Teleskop, daher eventuelle Doppelverlinkungen. []
  4. Nein, nicht Frankfurt. []
  5. Die Satelliten, nicht die Physiker! []
  6. Satellitenbilder des Satellitenstarts: Bild1 und Bild2 (etwa 6 MB bzw. 3 MB groß). []
  7. Fallout im Sinne von herunterfallende Raktenteile, nicht radioaktiv. Ob die Japanischen Medien da etwas durcheinander gebracht haben? []
  8. nach den Mäusen und Delfinen selbstverständlich []
Kurzlink
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Eine Antwort auf Blog-Teleskop – Eine Reise durch die Astronomieblogs

  1. Dirk sagt:
    #1

    Also, habe ich zuviel geraucht (eigentlich seit einigen Jahren nicht mehr) aber der Artikel ist schon extrem spacig ;) . Macht weiter so.