Wer kennt das nicht.
Gerade hat man noch die extra CO2-Flasche in den Ofen seines 1960er Braunkohlekraftwerks geworfen, steigt in seinen Learjet, um mit der brandneuen CAT-Maschine eigenhändig ein Stück frischen Regenwalds für die eigene Rinderherde in Brasilien zu roden – da wird einem plötzlich warm.
“Diese verdammte Globale Erwärmung” denkt man und dreht die Klimaanlage ein Stückchen weiter auf.
Aber natürlich sieht’s nicht überall so aus. Nicht alle Menschen auf dieser Erde haben Klimaanlagen!
Besonders nicht die putzigen, kleinen und immer kleiner werdenden Gletscher der ehemals ewigen Eise von Grönland, den Alpen, Island und Alaksa. Denen wird wegen der Globalen Erwärmung ganz schön warm. So warm, dass sie sogar anfangen zu weinen, bis nurnoch ein kümmerliches Bisschen von ihnen im Wasser treibt und schließlich untergeht.
Bevor sich die Eisberge komplett zerweint haben, hat sich James Balog mit dem National Geographic zusammengetan und in den betroffenen Regionen Kameras aufgestellt. 27 Kameras an der Zahl wurden dazu in wetterfeste Plastikboxen eingepackt, mit Seilen festgezurrt und auf die Gletscher gerichtet. Jede Stunde knipst jede Kamera ein Bild.
Was beim Extreme Ice Survey (EIS!) schließlich herauskommt, sind Zeitrafferaufnahmen von Gletschern, wie sie dahin schmelzen.
Sehr tolle und sehr traurige Bilder, von denen wir in 50 Jahren unseren Enkeln am Weihnachtsbaum auf der Terasse, bei einem eiskalten Mojito vorklagen können.
Neben den Bildern und Filmchen im Netz wurde auch eine Dokumentation für den amerikanischen PBS produziert. Leider ist alles bis auf den Trailer nicht aus unseren Gefilden erreichbar. Schade.
Wer jetzt noch »glaubt«, Klimaerwärmung wäre von Elvis zusammen mit der Großmutter in den Hollywoodstudios des Monds produziert, der möge doch bitte genau dort hingehen. Auf die Rückseite. Und dort bleiben. Danke.






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