Andi und André haben sie begleitet, Elektron, Photon, Tau- und Elektron-Neutrino, W-Boson, Up-, Strange- und Charm-Quark auf ihrem Weg zum europäischen Epizentrum der Teilchenphysik. Zum größten und potentesten Teilchenbeschleuniger auf der Welt. Zu wegweisenden Konzepten für die Zukunft der Beschleunigerphysik. Kurz: zum CERN.
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Nächste Woche, an einem Datum, das sich nur nach amerikanischen System so toll schreiben lässt, wie es gemeint ist, startet am 03/06/091 ein Kinofilm mit dem unspektakulären Namen »Watchmen«2 in den Lichtspielhäusern dieser Welt.
Generationen von Comicliebhabern freuen sich auf die Verfilmung dieser graphischen Novelle und auch wir in den physikBlog-Headquarters haben bereits Schmitz Katze aus der Kiste geholt und freuen uns gemeinsam mit ihr und Bolle.
Aber Superhelden, ne?, die müssen sich ja auch an Gesetze der Physik halten. Sonst würd es sie schließlich nicht geben. Logisch.
Für den Film haben sich die Produzenten einen wissenschaftlichen Berater geholt, den wir hier im physikBlog schon kennen: James Kakalios. Der ist Spezialist auf dem Gebiet der Superheldenphysik, hat schließlich auch schon ein Buch darüber geschrieben.
In einem Video erklärt uns James jetzt, wie man das alles, was uns da so farbenfroh und episch im Film präsentiert wird, erklären kann und wie dann doch irgendwie, wenn man es etwas weitläufiger interpretiert, die Physikgesetze auf die Superhelden wirken.
Viel wichtiger aber: Es gibt tolle Szenen aus Watchmen.
Also – gucken, auch wenn ihr sicherlich schon alle Experimente und Phänomene kennt:
Das Internet ist eine sehr nette Fundgrube. So habe ich z.B. gerade herausgefunden, dass irgendwer in der OpenStreetMap1 den SPS- und LHC-Ring eingetragen hat. Jeah!
Die OpenStreetMap ist ein globale Karte, die komplett unter Creative Commons steht und von Nutzern selber mittels privater GPS-Empfängern befüllt wird. [↩]
Einen hab ich noch, schlafen können schließlich die anderen:
Der hoffentlich endgültige Zeitplan zur Reparatur und anschließenden Inbetriebnahme unseres Lieblings-Teilchenschubsers LHC wurde vor ein paar Tagen vom CERN veröffentlicht.
Demnach wird es noch bis Ende September brauchen, bis die Reparaturen abgeschlossen sind und der erste Strahl durch die Magnete geschickt werden kann. Nach einem planmäßigen Stopp um die Weihnachtszeit (der Strom ist im Winter einfach zu teuer) wird dann bis Herbst 2010 weiter kalibriert und eingestellt. Am Ende des kommenden Jahres hofft man dann, die Detektoren so gut verstanden zu haben, dass man erste Anzeichen für neue Physik finden könnte.
Deutschlands vorzeigigstes Vorzeige-Forschungszentrum aus Jülich1, das Forschungszentrum Jülich, wird weiter ausgebaut, um auch weiterhin Vorzeige-Dingens sein zu können. Es bekommt nämlich einen weiteren Supercomputer Namens Blue Gene / P, natürlich besser und schneller als der alte Blue Gene.
Der neue kann ~1 Petaflops2 berechnen, was Jülich auf der Liste der 500 schnellsten Computer wieder unter die ersten drei katapultiert. Und dabei ist er noch ziemlich effizient was den Energieverbrauch angeht. Die 2,2 MW wirken zwar zunächst viel, hält man aber dagegen, dass die Rechenkapazität in etwa 50.000 privaten PCs entspricht, so sind das nur noch 44 W pro Computer. Bei voller Auslastung. Normalerweise braucht man da 100-150 W für.
Das Rechenwerk ist übrigens im Gauß Zentrum für Supercomputing eingegliedert, ein Zusammenschluss der Rechenzentren in Jülich, Stuttgart und Garching (bei München).
Puh, ihr wisst ja gar nicht, wie blöd so ein Update manchmal sein kann. Hier ein Fehler, da ein Design zerstört … urx. Aber mit vereinten Kräften und mit Unterstützung von gravitativen Quantenfluxwellen, fouriertransformiert, habe ich es schlussendlich doch geschafft:
Das physikBlog läuft mit der modernsten Wordpress-Version. Solltet ihr trotzdem noch irgendwelche Ungereimtheiten finden, scheut nicht die Weltenformel aufzustellen und danach an die frische Luft zur freudigen Higgs-Suche zu gehen. Alternativ würde aber auch ein Kommentar gehen.
Update: Es scheint häufiger das Problem aufzutreten, dass noch Teile der alten Version bei euch im Browsercache liegen. Strg+F5 löst das Problem auf.
Wissenschaftlern der Landessternwarte Tautenburg ist es gelungen, den ersten terrestrischen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachzuweisen.
Die knapp 500 bisher entdeckten Planeten waren allesamt große Planeten, meist Gasriesen.
Der neue, von der Forschergruppe nach dem Entdeckungsteleskop temporär CoRoT-Exo-7b benannte Planet hat eine Radius von 1,75 Erdradien (was bei einer Masse von 6 Erdmassen zu einer Dichte von 1,22 Erddichten führt – der Planet ist also nicht gas-, sonder steinförmig).
Leben gibt es dort allerdings keines, in unter 24 Stunden umrundet der Planet sein Zentralgestirn. Er muss also ziemlich nah am Stern sein, das wiederum heißt: Warm. Ganz schön warm.
Das physikBlog findet diesen Fund so toll, dass wir erstmalig in der Geschichte der Menschheit, des Universums und des ganzen Rests, §4815 PHG anführen wollen.
Nach §4815 des 2018 in Kraft tretenden Planetenherrschaftsgesetzes (PHG) annektiert das physikBlog den vormals als CoRoT-Exo-7b bekannten Planeten und tauft in fortan »PEWPEW-1« (Planet für extraterrestrische Wissenschaften und physikBlog Erweiterung, 1). Dem neuen Terminus sich widersetzende Persönlichkeiten werden zu PEWPEW-1 geschickt, sobald entsprechende Transportmöglichkeiten erfunden wurden.
Leonardo da Vinci war ein großer Denker und Visionär. Hätte es zu seiner Zeit bereits das Internet und das physikBlog gegeben, er wäre sicherlich ein fleißiger Mitblogger. Da es das Internet und das physikBlog zu seiner Zeit aber noch nicht gab, musste er sich mit anderen Dingen beschäftigen.
Die Wissenschaftler, die am CMS-Experiment arbeiten, müssen sich momentan auch mit anderen Dingen beschäftigen, weil bekannterweise die Aufräumarbeiten des LHC noch andauern. Sergio Cittolin fand eine Alternativbeschäfitigung darin, Zeichnungen rund um CMS im Stile von da Vinci anzufertigen.
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