Monatsarchiv für Juli 2008

NASA Images – Das Universum hochauflösend im Computer

Banner nasaimages.org
Der Weltraum. Unendliche Weiten.

Unendliche Weiten voller Galaxien, schwarzer Löcher, Sternen, Planeten, Monden, Raumstationen, Raumschiffen, Sonden und Satelliten.
Und Bilder von jedem Einzelnen in den Datenbanken der NASA.

Bis jetzt.

Denn dieser Tage ist NASA Images online gegangen. In Zusammenarbeit mit dem Internet Archive, einer NPO, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Internet und generell menschliches Gut zu katalogisieren und dokumentieren1 plant man den kompletten Bildbestand der NASA frei zugänglich mit höchster Qualität ins Internet zu stellen. Und das sind mehrere Millionenen Bilder.

Auf nasaimages.org kann bequem durch die Bilder geklickt werden. Momentan lahmt die Seite allerdings etwas, sie scheint nicht dem riesigen Besucheransturm durch Besucher vom physikBlog gewachsen zu sein. Wir sprechen gerade mit unserem Serverdorf, ob wir nicht drei bis vierzig Quantencomputer zur Verfügung stellen können.

  1. und auf deren Seiten man so tolle Sachen findet, wie die erste Version des physikBlogs von Google oder Amazon []

Aachener Mensen bei Mensafuchs.de

Wer kennt das nicht?
Ausgehungert stehst du nahezu mitten in der Nacht um 11:55 Uhr auf. Warum musstest du gestern auch noch unbedingt in der Pontstraße ein bis zehn Bier trinken? Aber erst mal Frühstücken. Mist. Brot verschimmelt. Hat der Mitbewohner, die blöde Sau, wieder nicht eingekauft. Ach, Moment. Du hast gar keinen Mitbewohner.
Aber zum Glück gibt es ja Einrichtungen, die sich genau an solche Studenten richten. Mensen. In Aachen haben wir ein paar davon. Schöne (Vita), Kuschelige (Bistro), Große (M1) und Hässliche (Ahorn55).
Nur die Seite des Studentenwerks, auf der über den Speiseplan informiert wird, die ist unpraktisch. Klar, das Nötigste steht drauf (Essen), aber nicht mehr und das dazu noch äußerst unsexy formatiert und so gut wie nicht maschinenlesbar.

Aber jetzt gibt es bei Mensafuchs.de eine Seite für die Aachener Mensen.
Sehr übersichtlich und, soweit verfügbar, sogar mit Bildern werden dort die täglichen Gerichte angezeigt. Bewertungen kann man ebenfalls abgeben. Die angezeigten Mensen (standardmäßig alle) kann man am unteren Seitenende auf seine Lieblingsmensa einschränken.
Damit aber noch nicht genug: Neben eines RSS-Feeds bietet die Seite eine CSV-Schnittstelle an, für die es schon Firefox-Plugin und Mac-OS-Dashboard-Widget gibt. Damit man auf dem Weg zur Mensa noch schnell nachschauen kann, was es gibt und auch nach dem Besuch schnell ein Bild hochladen kann, ist ein Java-Programm für’s Handy verfügbar.

Wem das an internetzugänglicher Mensainformation noch nicht reicht, der sei noch mal auf die Twitterbots der Aachener Mensen verwiesen. Die berichten immernoch jeden Tag darüber, was es in den Mensen zu essen gibt. Auch auf’s Handy.

[via not yet found, von dem auch die Twitter-Bots sind]

Mars in 3D

Da mir irgendwie die Zeit/Lust fehlt, momentan etwas längeres zu bloggen, heute wieder nur Minicontent…

Die Marssonde twittert bekanntlich. Eben las ich, dass es jetzt auch Marsbilder in 3D gibt. Wenn also jemand so eine bescheuerte spacige Rot-Grün-3D-Brille sein Eigen nennen kann, steht dem virtuellen Ausflug auf den Mars nichts mehr im Wege.

 

Magnetfeld in sichtbar

Magnetfeldlinien sind per se ja erstmal unsichtbar für den Menschen. Ich hab mal irgendwo1 gelesen, dass Vögel die sehen können – also richtig sehen. So komische Linien gemischt mit Bäumen und Würmern. Haben sich ein paar Leute von der Uni Berkeley wohl gedacht, will ich auch sehen.

Zwar gibt es keine Brille, die die sichtbar macht, aber ein nettes kleines Video:

direktMagnetfeld

Jetzt muss denen nur noch jemand sagen, dass Magnetfeldlinien nicht enden2. Niemals!

(via)

  1. eigentlich hab ichs irgendwo anders gelesen, aber ist ja auch nicht so wichtig []
  2. zu sehen z.B. ab Minute 1:00 []

Elementarteilchen zum Knuddeln

Lang hats gedauert, fast einen ganzen Monat mussten unsere Leser ohne neuen Content auskommen. Ist es dem Sommerloch zu verschulden? Eher der Abwesenheit von Andi und mir: ich war im CERN und Andi jetzt in Schweden. Dazwischen war noch Festival und irgendwie kommt man dann zu nichts. Aber ich schwafel…

Wer von euch hat sich das nicht schon gewünscht? Ein Elektron zum einschlafen knuddeln, ein Charm-Quark fest drücken, wenn es einem schlecht geht. Oder doch lieber ein bisschen flauschig-dunkle Materie?

Der Traum eines jeden Teilchenphysikers ist wahr geworden, es gibt endlich Leptonen, Baryonen, Mesonen Bosonen und theoretische Teilchen als Knuddel-Kuschel-Dingse. Inklusive individueller Schwere. Und für die professionellen Teilchenknuddler gibt es auch ganze Teilchenfamilien wie das Everyday Matter 6-Pack oder das Quark-Set.

Da kann ich nur sagen: zuschlagen! Zu Kaufen gibts den Knuddelspaß für groß und klein im Particle Zoo Shop. Und ich bin ja mal gespannt wie ein Quark-Antiquark-Paar auf die Quantenente, die im September erscheinen soll.

Danke an Felix für den Hinweis!