Monatsarchiv für Januar 2008

Submarine Ringbeschleuniger

Delphine sind tolle Tiere. Also ich mein jetzt nicht nur, weil es Flipper gibt und sie die zweit intelligenteste Rasse des Planeten sind. Nein, im Gegensatz zu Affen, die mit aus dem unteren Segment austretenden Körperflüssigkeiten beschäftigen, spielen die lieben Meeressäuger lieber mit Körpergasen herum, die eher obenrum1 ausdünsten.

Man kennt das Phänomen vielleicht noch von damals, als es noch Raucher in der Öffentlichkeit gab: Die Ringe, die entstehen, wenn man geschickt ausatmet. Anscheinend geht das aus andersrum – quasi. Aber seht selber:

DirektFlipper

Ähnliches scheinen auch passionierte RTaucher hinzubekommen, das Video dazu sieht man hier. Was ich besonders faszinierend finde ist, dass die Ringe ihre Geschwindigkeit und Durchmesser ändern können und abwechselnd durch den jeweils anderen fliegen schweben treiben, wie im Video des Tauchers gut zu sehen. Irgendjemand der mitlesenden Experten eine Erklärung dafür?

Natürlich machen Affen nicht nur solch widerlichen Spökes, sie lassen sich bisweilen auch zu durchaus ansehnlichem Schabernack treiben.

(via Chris, Käthe und Physiker-Forum)

  1. bei invertierter Wahl des Koordinatensystems natürlich entsprechend untenrum []

Lebensraumerweiterung für angehende Physiker

Neuer Hörsaal am Physikzentrum
Seit geraumer Zeit wird im Physikzentrum fleißig gebohrt und gewerkelt. Der Grund dafür ist der neben dem Haupteingang liegende Betonklotz, der dort in die Erde gegossen wurde und so langsam fertig wird. Ein modischer Physikhörsaal mit höchst modischer Fassade, die nur deswegen zur Hälfte aufgeraut ist, weil während der Arbeiten daran das Geld ausging1.

Toll!
Endlich ein eigener großer Hörsaal, der 180 physikinteressierten Personen kuscheligen Platz auf 3er-Bänken bietet. Das physikBlog-Team war exklusiv für euch dort, um die Sitze zu testen, diverse Schalter auf ihre Funktion zu überprüfen, Geheimgänge zu entdecken und Fotos zu machen.
Der Eintritt in den Hörsaal über den oberen Eingang eröffnet einem zuerst einmal einen Blick auf ein Loch in der Wand. Erst bei näherem Hinsehen lässt sich dieses Loch als mit Glasscheibe abgeschlossen identifizieren. Allgemein ist es im Inneren heller, als man es von außen vermuten würde. Der graue, momentan stilistisch unter der Avantgarde der Architekten sehr beliebte Beton, wird dort nämlich von diversen Oberlichtern und einer Reihe modernster Leuchstoffröhren aufgelockert.

Die Bänke mögen zwar für den ein oder anderen ein wenig spartanisch anmuten, sind aber doch recht bequem, hübsch und lassen einem über 1,75m großen Menschen auch endlich einmal Platz für die Beine. Besonderes Schmankerl sind die Steckdosen (2x Strom, 2x Netzwerk), die sich unter jeder Bank befinden, um auch Notebooks, Teslaspulen und Lockenwicklern ein angenehmes Vorlesungserlebnis zu ermöglichen.

Beamer gibt es noch keine, das “Mischpult” sieht aber die Aktivierung von drei Exemplaren vor. Was es allerdings schon gibt sind die Tafeln. Und nicht irgendwelche Tafeln, nein! Zwei schön lange Tafeln hat man dem Hörsaal spendiert, die man z.B. aus diversen amerikanischen Physikvorlesungen kennt2.

Dank unserer exzellenten Beziehungen zur RWTeH konnten wir auch einen Blick hinter die Kulissen werfen. Dort erwartet einen ein “geheimer” Gang mit Experimentiermöglichkeiten und Hochsicherheits-Safe (!), dessen Nutzen man uns aber nicht verraten wollte3. Ob dort Antimaterie gespeichert wird? Oder gar das Herz einer Lichtbogenlampe?

Weitere Bilder in meinem Picasa-Album.

  1. Jedenfalls haben wir das so von äußerst verlässlichen Quellen gehört, die wir aber leider an dieser Stelle nicht offen legen können []
  2. Wo sie allerdings elektronisch fahrbar sind und sich daraus tolle Späße ergeben! []
  3. Ok, wir haben gar nicht gefragt. []

Die Weisheit der Vielen … Exzellenzleser

Kennt ihr sie noch?
Diese total albernen Aufkleber, auf denen ein rotes EXZELLENZ über dem zweifarbig blauen Schriftzug RWTH AACHEN thronte? Die Nanosekunden nach der Ausrufung der Exzellenz der RWTH auf Scheiben, Wänden, Pulten, Eingängen, Briefumschlägen und Kloschüsseln aufgeklebt waren? Die sich dann wie Hasen im Frühling verbreitet haben?

Die wir wegen ihrer überspitzten Albernheit fast schon lieb gewonnen, ja ins Herz geschlossen hatten.

Aber jetzt? Habt ihr sie jetzt einmal gesehen?
In einem Akt brutalster Natur hat jemand alle “EXZELLENZ”en entfernt und sie restlos gegen ein Rechteck Inexistenz ausgetauscht. In grausamer Detailarbeit bei jedem einzelnen, einsamen RWTH-AACHEN-Aufkleber.

Was ist da passiert? Wer war dieser Schuft? Warum tat er dies?
Die SOKO LOST des physikBlogs bittet um Ihre Mithilfe.

Ok, ok. Auflösung in den Kommentaren. Trotzdem: SOKO LOST sucht weiter nach vieeel wahrscheinlicheren Lösungen. Am besten Verschwörungstheorien. Gerne auch mit USA, dem Mond, Kennedy und Russland.

Weltraum 3d

Mit Spaceshuttles um die Wette fliegen, mit der Gilde die Mine auf nem Astroiden plündern oder einfach nur im Wintergames-Stil möglichst lang in der Zentrifuge durchhalten, man darf gespannt sein, was die Nasa alles in ihr geplantes Massive Multiplayer Online Game einbaut. Zur Zeit befindet es sich wohl noch einer Prä-Planungsphase, klar ist nur, dass es ein Spiel werden soll, das spielerisch an die Herausforderungen und Realitäten bei der Planung und Durchführung einer (Mars-?)Mission heranführen soll. Und bis zum 15.2. werden noch Vorschläge für ein Konzept gesucht, also wer unter den Lesern zufällig schonmal sowas wie WoW programmiert hat, kann ruhig seine Ideen an die Nasa schicken, und wer einfach so gute Ideen hat, kann das ja auch mal tun.

gefunden hier.

Accelerate the Protons!