Wenn man nicht hinguckt…

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Kommentare

Heute in der Experimentalphysikvorlesung gelernt, dass sich das elektrische Feld der Elektronen verhält, wie das Geräusch des umfallenden Baums im Wald, wenn man nicht hinguckt: Es existiert nicht (bzw. wird virtuell genannt).

Find ich irgendwie lustig.

Genauer: Die Elektronen haben ständig ein elektrisches Feld um sich herum, weil sie ständig geladen sind. Dieses Feld kann durch die Emission von Photonen – die Austauschteilchen der Coulomb-Kraft – beschrieben werden. Wenn man kein Teilchen in den Bereich der Wechselwirkung zu diesem Elektron bringt, dann werden zwar weiterhin Photonen ausgesendet, da man diese aber gerade nicht misst (sonst würden sie ja wieder wechselwirken), werden sie als nicht existent bzw. virtuell angenommen.
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Kategorien: Vorlesungiges

4 Antworten auf Wenn man nicht hinguckt…

  1. Oli sagt:
    #1

    Du kennst das doch bestimmt, mit dem Doppelspalt, wenn man hinguckt.
    Dann haste Teilchencharakter.
    Und wenn du nicht hinguckst, dann haste Interferenz ;)

  2. André sagt:
    #2

    Schon klar, ich fand aber die Analogie zum umfallenden Baum sehr nett.

  3. Andi sagt:
    #3

    Der Infokasten zerstört alles!
    GEGEN fundierte Information. Für NONSENS!
    (An dieser Stelle Plakate und T-Shirt und sonstigen, demonstrativen Demonstrationskram vorstellen.)

  4. André sagt:
    #4

    Du hast den Infokasten doch eingeführt. Warum sollte man ihn dann nicht nutzen? Entscheid dich mal – du Detailist!