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Manchmal, aber nur manchmal, haben Physiker ein kleines bisschen Horizonterweiterung gern. Sagt man. Hab ich gehört.
Deswegen könnte für den ein oder anderen der Tag der Informatik am Freitag, 7. Dezember im Informatikzentrum der horizonterweiternde Trip für’s Wochnende sein.
Wolltet ihr nicht schon immer wissen, wie so ein Quantencomputer funktioniert und aussieht? Oder wie ihr die vielen Daten eurer kommenden BlueRay-Sammlung auf Festplatten speichert und sie in kleinen Stücken via E-Mail zu eurem Lieblingskommilitonen verschickt? Oder wie ein auf Disketten kopierter HD-DVD-Film in möglichst wenig Containern einen möglichst kurzen Weg zur Mutti zurücklegt?
Eben.
Dabei kann man dann noch künstlichen Intelligenzen beim Kämpfen zusehen. Kann ja auch ganz interessant an, kommt schließlich auf die inneren Werte an.
Genug Gründe also, die Katakomben der Informatik am 7.12. aufzusuchen.
Bei Kombination von handelsüblichen Lineal, einem Stück Draht und einem Zimmermannshammer kommt es zu unerwarteten Ergebnissen. Auch ein Neustart der Komponenten brachte keine Besserung.
Verwendetes System: physikBlog-Labor 8.2a auf Erde 2.0. Als Beleuchtung 4-fach Halogenlampe und Blitz.
Irgendjemand Lösungsvorschläge?
Vor gut einem Monat haben wir euch gefragt, wie viel Elite unsere Lieblings-Universität, die RWTeH denn jetzt braucht.
Ihr habt entschieden, denn nach welcher Anzahl von Stimmen könnte man eine Umfrage besser beenden, als nach 42 Stück? Eben.
Auf einen grandiosen ersten Platz hat sich mit 30% der Stimmen der architektonischste aller Vorschläge geschoben: 12 Personen stimmten für den “Ausbau des Super-C zum Super-E mit Zigarren-Lounge in der neuen Ebene.”
Herzlichen Glückwunsch, Super-C, herzlichen Glückwunsch, Einreicher dieses Vorschlags (wer war’s noch gleich?)!
Hier die nach Stimmen geordnete Liste “Das fehlt mir noch für meine Lieblingseliteuniversität”:
- Platz 1 (12 Stimmen):
Ausbau des Super-C zum Super-E mit Zigarren-Lounge in der neuen Ebene.
- Plätze 2 (7 Stimmen):
Eine Ecke zum schämen für die Lehre.
Persönliche SekretärInnen für’s Mitschreiben.
- Platz 3 (4 Stimmen):
Schnittchen für Vorlesungen zwischen 8:00 & 11:00 und 13:00 & 17:00.
- Platz 4 (3 Stimmen):
Gepolsterte Hörsaalsitze aus Leder.
- Plätze 5 (2 Stimmen):
Champagner bei schweren Herleitungen.
Hummer bei Klausuren.
Hostessen für persönliche, namentliche Begrüßung am Hörsaaleingang.
Drähte bei Versuchen grundsätzlich nur noch aus Gold.
- Plätze 6 (1 Stimme):
Kavierverteilung zu Anfang der Vorlesung.
Ein Aufkleber mit “EXZELLENZ” an jedem Gebäude der RWTH.
Natürlich werden wir diese Liste jetzt an die höchstelitärste Stelle der Universität weiterleiten. Wir halten euch auf dem Laufenden, was passiert.
Heute in der Experimentalphysikvorlesung gelernt, dass sich das elektrische Feld der Elektronen verhält, wie das Geräusch des umfallenden Baums im Wald, wenn man nicht hinguckt: Es existiert nicht (bzw. wird virtuell genannt).
Find ich irgendwie lustig.
Genauer: Die Elektronen haben ständig ein elektrisches Feld um sich herum, weil sie ständig geladen sind. Dieses Feld kann durch die Emission von Photonen – die Austauschteilchen der Coulomb-Kraft – beschrieben werden. Wenn man kein Teilchen in den Bereich der Wechselwirkung zu diesem Elektron bringt, dann werden zwar weiterhin Photonen ausgesendet, da man diese aber gerade nicht misst (sonst würden sie ja wieder wechselwirken), werden sie als nicht existent bzw. virtuell angenommen.
Groß angekündigt hatten wir es schon vor knapp einem Monat. Am Samstag war es dann endlich so weit: Die Geburtstagsparty zum ersten Geburtstag unseres Lieblings-physikBlogs fand statt.
Mit leichter Unfertigkeit begrüßten wir pünktlich um 19:00 unsere ersten Gäste hier in den physikBlog-Headquarters. Als sich ein paar von ihnen gesammelt hatten, holten wir aus zur ersten Runde des Anstoßens. Die Schnittchen waren auch bereits hergerichtet!
Das Programm des Abends drehte sich natürlich unseres Mission Statements entsprechend um die Physik und uns.
Den Anfang machte unser Freund, die Mikrowelle. Wir zeigten, dass man Wunderkerzen auch ohne Feuerzeug erleuchten kann (Ja! Es gab Wunderkerzen!) und wie toll eine gemikrowellte CD leuchtet. Der spontan noch eingeworfene Versuch ein Plasma zu erzeugen misslang leider.
Weiter ging es mit der Wiederholung unsres bisher wohl größten Experiments in Miniaturform: Wir rührten zwei Schüsseln der nichtnewtonschen Stärkeflüssigkeit an. Ein großer Partyreißer und Spaß für Groß und Klein!
Das eigentlich an folgender Stelle geplante Potentialtopfschlagen fiel leider aus: Jemand hatte bis Unendlich integriert.
Wir be- und vergnügten uns lieber mit einem Eimer voll flüssigem Stickstoff. Vereisten Rosen, machten Erdbeereis, farbiges Wassereis und ganz viel Dampf.
Bevor wir dann zum weiteren geselligen Liquidvernichten herübertransformierten folgte unser Highlight des Abends: Das Gedicht zu ein Jahr physikBlog.
Vorgetragen von André und Andi, the physikBloggers theirselves, ließen wir unsere Lesenden durch eine gereimte Fahrt auf dem wilden physikBlog-Coaster das letzte Jahr Revue passieren.
Das Gedicht gibt es folgend als Video und zum Mitlesen als PDF-Datei.
Link: Sevenload-Direktreimer.
Fotos des Abends findet ihr in meinem Picasa-Account oder eine Auswahl von ihnen nach dem physikalischen Klick weiter unten.
Die Kommentare auf den vorherigen Beitrag beweisen, was wir auch für uns festgestellt haben: Es war ein grandioser, unvergesslicher und vor allen Dingen physikalischer Abend, der definitiv einer Wiederholung bedarf.
Danke, an alle die da waren, an alle, die das physikBlog lesen und zu dem machen, was wir heute hier vor uns haben. Danke, denn ohne euch, wären wir nichts.
‘Das war die physikBlog-Geburtstagsparty’ weiterlesen
Morgen ist es endlich so weit! Das physikBlog wird ein Jahr alt und wir zelebrieren!
Ab 19:00 geht es los.
Wir haben uns ein paar nette Dinge ausgedacht — mit ein bisschen Glück spielen wir auch Potentialtopfschlagen!
Alles Weitere im passenden Post! Join us!
Wer unser Live-Blog gelesen hat, der weiß es: Es war wieder soweit, das physikBlog-Team hat sich mit großer Verstärkung an ein nicht-altes Experiment gewagt: Die Untersuchung der Nichtnewtonschen Flüssigkeiten.
Eine Nichtnewtonsche Flüssigkeit ist z.B. eine Mischung aus Maisstärke und Wasser. Diese Masse zeigt nicht-übliche Eigenschaften, die der Normalmensch nicht aus dem Alltag kennt. Bewegt man langsam und mit fast keiner Kraft seinen Finger durch die Mischung fühlt es sich an wie eine Flüssigkeit. Übt man hingegen Kraft aus, so hat man es mitnichten mit einer Flüssigkeit, sondern eher mit einer knetbaren Masse zu tun (Bewegtbilder dazu im Video).
Das Verhalten ist in der Molekülstruktur der Stärke begründet. Stärke kann man sich als kleine Körnchen vorstellen, die eine nicht-glatte Oberfläche besitzen. Stellt man nun eine Mischung her, in der die Stärkekonzentration groß genug ist, existiert nur noch ein kleiner Schmierfilm Wasser zwischen den einzelnen Körnchen. Ohne Kraft wirkt es nun wie eine etwas dickflüssige Flüssigkeit, mit Kraft werden die Körnchen zusammengedrückt und das Wasser verdrängt. Die Körnchen verhaken sich und die Flüssigkeit wird fest.
Was man damit alles Schönes machen kann, wie viel Spaß man dabei haben kann, all das und noch Vieles mehr seht ihr in folgendem Video:
Link: Sevenload-Direktnichtnewton
Danke an Katharina für die Stimme am Anfang und an all unsere Helfer; an Alex, Danni, Katharina (ja, dieselbe) Christian, Thommy, Dirk, Herrn Schneevoigt und Herrn Feld. Und natürlich Dank an die Physik!
Fotos gibt’s in unserer passenden Picasa-Web-Galerie oder ein paar ausgewählte nach dem Klick: ‘physikBlick #2: Nichtnewtonsche Flüssigkeiten’ weiterlesen
Die Stimme für das Intro bei physikBlick ist gefunden:
Katharina und Katti!
Wir konnten uns einfach nicht entscheiden und so werden sich die beiden Stimmen abwechseln.
Das neue physikBlick-Video ist übrigens so gut wie fertig, es muss nur noch der Beitrag geschrieben werden
Und wieder stellen wir euch, Aachener Mitlesende, hier im datumsten aller Weblogs, Veranstaltungen vor, die es mit Sicherheit zu besuchen lohnt.
Wir werden jedenfalls da sein.
Im Rahmen der AStA-Kultur (PDF) wird am Dienstag, 20. November, Wolfgang Back über Lernen mit dem Internet reden: “Sind Internetmedien der bessere Lehrmeister? Wie sich Wissensvermittlung ändern kann.” Die etwas geekigeren undoder älteren unter uns kennen Herrn Back evtl. noch aus dem WDR Computerclub. Die etwas jüngeren aus der Podcastfortführung der Show, dem CCZwei.
Los geht’s um 19:00 im Theatersaal.
Prof. Feld, Ideengeber für so manches physikBlog-Experiment, wird am Samstag, 24. November um 11:00 (richtig, das ist der Morgen vor der großen physikBlog-Geburtstagsparty!) im Fo 2 einen Haufen ganz ganz kleiner Experimente vorführen; im Rahmen des RWTHextern Bürgerforums (PDF) hält er die Vorlesung “Lichtteilchen, Quantensprünge und Materiewellen –
eine experimentelle Reise in die Quantenwelt“.
Wird sicherlich sehr cool, wir haben da auch eine klitze-Kleinigkeit geplant…
Und jetzt zu etwas völlig anderem: ‘Vorträge im November: Computerclubben mit großen Quanten’ weiterlesen
Unser Nachbar- und Lieblings-Forschungszentrum Jülich hat aufgestockt in Sachen Rechnerleistung. Mit JUGENE hat Jülich nach JUBL den zweiten Superrechner, der in der Top500-Liste der schnellsten zivil genutzten Rechner aufgelistet ist. Und das tollste ist, JUGENE ist mit seinen 65.536 CPUs und 167,3 Teraflops sogar auf Platz 2!
Wenn das mal nicht Elite ist…
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