Monatsarchiv für Oktober 2007

Geburtstagsparty – ein Jahr physikBlog!

EDIT: Habe den Geburtstag bei wevent eingetragen!
Vor einem Jahr geschah etwas weltbewegendes. Wir saßen in einer Vorlesung und dachten “Hey. Lass uns doch mal die Physik ins Web 2.0 bringen. Lass uns doch mal ein Blog über unsere Lieblingsphysik machen!”
Gedacht, getan. Am 22. November 2006 erblickte das physikBlog das Licht dieser digitalen Welt.
Am Anfang noch mit eher kleinen und vor allen Dingen sinndiskreten Einträgen steigerten wir uns doch mindestens quadratisch, wenn nicht noch schneller, machten einen physikAdventskalender und fingen schon bald mit unseren ersten Versuchen an.

Das ist jetzt fast ein Jahr her.
Zeit, es zu feiern.

Am Samstag, den 24. November (kann man sich leicht merken: 42, nur rückwärts!) wollen wir ab 19:00 die “Ein Jahr physikBlog”-Geburtstagsfeier in den Räumen des physikBlog-Headquarters in der Lochnerstr. 3 in Aachen abhalten.
Und das tollste: Ihr seid alle eingeladen!

Mit Sekt und Schnittchen (wie könnte man einen derartig herausragendes Event auch anders begehen?) möchten wir gemeinsam mit euch, den tollsten aller Lesern, auf ein Jahr physikBlog zurückblicken. Das Beste aus 250 Artikeln revue-passieren lassen und zusammen Artikel remixen. Wir möchten alte, aber auch neue Experimente mit euch durchführen. Aber auch einfach mal die Physik ein paar Stunden lang in einen Potentialtopf einsperren und feiern.

Und das wichtigste: wir wollen Wunderkerzen mit euch entzünden.

Ihr seid alle eingeladen! Wir freuen uns über jeden Einzelnen dreidimensional!!
Sagt uns nur bitte kurz bescheid, damit wir wissen, wieviel Sekt wir kaufen müssen1. Entweder via E-Mail oder einfach kurz in die Kommentare (da wäre eine valide E-Mailadresse oder ein sonstiges Erkennungsmerkmal zwecks Identifizierung auch sehr schön).

Der physikBlog-Vorstand, also André und Andi, freut sich jetzt schon eine Singularität in den Bauch! Also ab dafür!

  1. Zu viel Sekt würde schließlich zu übertriebener Albernheit führen, die wir selbst vom äußerst albernen physikBlog-Team nicht verantworten könnten. Ihr versteht das sicherlich! []

5 vor 12 – RWTH-Wissenschaftsnacht 2007: Tourguide!

In unserer losen Serie “Veranstaltungen, die uns interessieren könnten” gibt es durchaus auch Veranstaltungen, die uns interessieren könnten (ganz im Gegensatz zu langweiligen Veranstaltungen, die uns nicht interessierten).

Ein Garant für Interesse ist die RWTH-Wissenschaftsnacht, bei der sich unsere Lieblingseliteuniversität eine Nacht lang öffnet und mit allerlei Interessantem aufwartet.

Auch in diesem Jahr, am Freitag, den 9. November, gibt es von 19:00 bis 0:00 (und sogar darüber hinaus) Vorträge, Selbstmachdinger und Filme.
Was genau, das könnt ihr im passendem Flyer (PDF) nachlesen.

Wenn euch das zu viel Aufwand ist und Schrägstrich oder ihr bei soviel Veranstaltung überfordert seid, hier unser grandioser physikBlog-RWTH-Wissenschaftsnacht-Tourguide (Auch zum Ausdrucken-und-ins-Portmonee-stecken als PDF-Version):

  • 19:00 – RWTH-Exponatwagen, Karman-Foyer — Wer könnte sich nicht für leuchtenden Beton interessieren?
  • 20:00 – “Eine unbequeme Wahrheit”, Aula 1 (Hauptgebäude) — Film von Al Gore, für den er ja irgendwie auch den Oscar unter den Nobelpreisen bekommen hat, nämlich den mit “Friedens” davor. Lohnender Film und Klimaschützen kann man ja nie genug. (Wen’s tatsächlich interessiert, den könnte auch das, was ich drüben geschrieben hab, interessieren…) In den letzten 15 Minuten abhauen (Randplatz sichern!) und ab zum Karman:
    (Alternativ, bei Schongesehenheit des Films: Ab 20:00 Physik-Jahrmarkt in SFo 1 bis SFo 3 besuchen und bei Experimenten feststellen, wie sich Hochspannung so anfühlt)
  • 21:25 – Bier / Wein / Sekt / Cola, überall — Wichtig, ist ja Freitagabend.
  • 21:30 – “Physikalische Experimente rund um den Schall”, Fo 1 — Prof. Feld featuring Musikensemble Theater Aachen zeigen Schall. Pflichtveranstaltung für Physiker. Außerdem ist Schall sexy.
    (Wer über ausreichen freien Willen verfügt kann sich alternativ darüber um 21:15 bei Prof. Keil im Fo 3 informieren. Aber wer physikBlog liest hat keinen freien Willen. Wenn ich “drei” sage bist du ein Hase. “Drei”)
  • 23:00 – “VTFive”, Fo2 — Musikalisches Kabarett von Professoren. Kann man sich anschauen. Ist ja Kabarett, und mit Musik kennt man sich seit 21:30 ja schließlich auch aus.
  • 23:05 – Bier / Wein / Sekt / Cola, überall — Unbedingt, ist ja Freitagabend, außerdem muss man für’s folgende Mitsingen gewappent sein:
  • 0:15 – Lagerfeuermusik, Karman-Foyer — Mitsingmusik. Klappt am Besten mit ein paar Bier / Wein / Sekt / Cola vorher.

Wir werden auch da sein! Ihr erkennt uns am unsichbaren physikBlog-Schild!

Wieviel Elite braucht unsere Universität?

physikBlog, das elitärste UND user-generierteste aller Weblogs interessiert, was ihr, elitärste aller Leser, von eurer neuen Eliteuniversität erwartet.

Wieviel Elite hättet ihr gerne? Wie könnte man euren studentischen Alltag elitehaft schmackhafter machen? Was braucht es, damit ihr euch auch endlich gebührend elitär fühlt?
Stimmt für bestehende Vorschläge oder fügt eure eigenen Ideen hinzu. Ganz elitär 2.0!
Und als ob das noch nicht genug wäre, sogar elitäre Studiernde nichtelitärer oder anderselitärer Universitäten können mitmachen! Ist das nicht total crazy!?

Die besten und meistgestimmten Punkte werden von uns an hochelitäre Stelle weitergeleitet. Immerhin sind wir Dank Studiengebühren jetzt ja auch ein Leistungsbetrieb. Und Selbstbestimmung und so. Ihr wisst schon.

Das fehlt mir noch für meine Lieblingseliteuniversität:
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Und langsam werden wir die “elite”-Dichte in diesem Blog erhöhen. Allerdings so subtil, dass es fast niemand merkt!

Stringtheorie in 2 Minuten, oder so

Im Rahmen der Serie “Science in Two Minutes or Less” gibt’s auf der Seite des Discover-Magazines eine Sammlung von maximalzweiminuten-Filmen, die entweder als Erklärung der Stringtheorie oder als sprachwissenschaftliche Akzent-Analyse interpretiert werden kann.

Erste Interpretation stellt im Gewinnervideo des Two-Minutes-or-Less-Wettbewerbs die Stringtheorie mit Hilfe des physikalisch weit verbreiteten Enten-Modells dar. Der User’s-Choice-Award geht an ein relativ … simples Video was wahrscheinlich nur Dank hoher Frauen- und Katzenquote die Sympathiepunkte einheimsen konnte. Die unterschiedlichen, aber allemal ziemlich oberflächlichen Herangehensweisen sind bestenfalls … interessant.

Bedient man sich der oben genannten zweiten Interpretation, so kann man nach Sichtung der Videos als Schluss ziehen, dass wissenschaftliche Fakten doch besser von Natives oder zumindest von Ähnlichakzentigen (ja, natürlich sind wir Eliteeuropäer da Maßstab!!!) besprochen werden sollten. Und dass zwei Minuten nicht länger werden, nur weil man mehr spricht.

Physiker, bleibt bei euren Wellenleisten.

Das Gewinnervideo und das Publikumswahlvideo nach dem Klick. Keine große Physik, aber Unterhaltung. Und Nichtposts sind ja heute groß, hier im physikBlog. ‘Stringtheorie in 2 Minuten, oder so’ weiterlesen

Unglaubliche Entdeckungen

Eigentlich wollte ich hier einen Artikel darüber schreiben, wie gut unsere Astronomen arbeiten und auf was für Bildern sie noch etwas im Weltall entdecken.

So wurde vor kurzem ein “richtig gutes” Bild aufgenommen von Pluto und seinen drei Monden. Angeblich das bisher beste. Und was sieht man? Ein paar Pünktchen, die angeblich Pluto, Charon und die beiden, vor zwei Jahren entdeckten, Nix und Hydra zeigen. Ich frage mich nur, als gewöhnlicher Internetnutzer und Hobby-Physiker, warum das Bild aus 2005 vom Hubble-Teleskop schlechter sein soll?
Hier mal der Vergleich, zum selber-ein-Urteil-bilden:

Aufnahmen des Plutosystems
Links: Bild des Hubble-Teleskops – Rechts: Bild aus dem Keck-Observatorium.
Bild der (angeblichen) Wirbel im Saturn
Bild gefunden auf wissenschaft.de

Viel abstruser fand ich aber eine Meldung, die ich eben erst gelesen habe: Es wurden in den Ringen des Saturns acht kleine Wirbel entdeckt, die von “Minimonden”, Brocken mit 50-150 Metern Durchmesser, hervorgerufen werden. Daraus wurde dann geschlossen, dass die Ringe aus der Zerstörung von eisigen Monden entstanden seien, die sich im Laufe der Zeit durch Kollisionen immer weiter zermahlen haben müssten. Das Ganze wurde mit dem rechtsstehendem Bild illustriert, das von der Raumsonde Cassini aufgenommen worden ist.

Und jetzt mal unter uns: Könnte das nicht auch alles mögliche andere sein? Ein Staubkorn auf der Linse, ein Milky Way oder gar das Raumschiff von ALF? Aber als verantwortungsbewusster Blogger recherchiere ich natürlich ein bisschen und fand dann ein weiteres Bild, auf dem man zugegebenermaßen wirklich sowas wie Wirbel erkennt:

Bild der (augenscheinlichen) Wirbel im Saturn
Bild von Cassini, gefunden auf scienceticker.info

Und damit hat sich der eigentliche Sinn des Artikels größtenteils relativiert. Andererseits konnte ich so nochmal etwas aus der aktuellen Forschung einbringen.

Vortrag: Prof. Meschede – Die Bändigung der Quantenwelt

Der erste Elitevortrag an der RWTeH. Und wir sind dabei.
Man kennt das ja. Da hat man sich gerade die Lieblingsmp3s von seinem Kommilitonen auf den iPod entliehen, ok, dafür musste der Mitschnitt des Besten der 80er90erundÜbermorgen weichen. Aber die hat man ja noch auf seiner Festplatte. Neben den 2000 Urlaubsfotos aus der Mosambik letztes Jahr. Und der Lieblingsdvd. Und genau in dem Moment ruft Ute auf dem Handy an und will den Entwurf der Hausarbeit auf ihr Handy gemailt haben. Herrje!
Damit das so funktioniert, und wir nicht unseren Schrank immer noch voller Bandlaufwerke stehen haben, bedarf es einiger Entwicklungen und Nobelpreise.

Was dort der Stand ist werden wir schon bald im Audimax, ihr wisst schon, dem größten und maschisten aller Hörsäle, erfahren.
Dort wird Prof. Meschede von der Laserphysik der Universität zu Bonn am Mittwoch, 24. Oktober 2007 (morgen!) ab 18:30 über die Welt der Quanten und der Optik berichten.
Der Vortragstitel lautet: “Laserphysik – Die Bändigung der Quantenwelt” (Link zum PDF)

Wir sind natürlich da. Wir wollen schließlich wissen, wie viel wir hier noch schreiben müssen, bis diese blöde Datenbank endlich überläuft.

RWTH ist Eliteuniversität

Eigentlich war es ja klar, aber jetzt haben wir es noch einmal schriftlich:

Die RWTH Aachen ist Elitehochschule.

Herzlichen Glückwunsch.
Danke.

Pressespiegel:

Nobelpreis für Jülicher Forscher

Heute bekam Peter Grünberg, der ganz in in der Nähe Aachens am Forschungszentrum Jülich forscht(e), die Hälfte des Physiknobelpreises 2007. Für seine Forschung zum GMR-Effekt (Giant MagnetoResistance-Effect), den er gleichzeitig mit dem in Paris forschenden Albert Fert 1988 entdeckte. Logischerweise geht der zweite Teil des Nobelpreises dann nach Frankreich.

Der GMR-Effekt beschreibt eine quantenmechanische Eigenheit, bei der der Widerstand von einer Struktur aufgrund von quantenmechanischen Resonanzeffekten stark ansteigt, abhängig von der Magnetisierung der Nachbarschichten. Der Effekt wurde praktisch nutzbar gemacht, als man in der Notwendigkeit immer größerer, also komprimierterer Festplattenspeicher auf immer geringere Magnetisierbarkeiten traf. Der GMR-Effekt diente dann als eine Art Verstärker der Ausleseeinheit, der kleine Unterschied in der Festplattenstruktur in Große umwandelt (und umgekehrt).
Der Nutzung des Effekts in jeder modernen Festplatte wird als erste nennenswerte, in Benutzung befindliche Nanotechnolgie bezeichnet.

Genauer und besser und richtiger1 erklärt das FZ-Jülich das auf der passenden Seite.

Und noch mehr Lesestoff dazu:

  1. für Verbesserungen meiner kurzen Erläuterung bin ich dankbar []

Physik für zukünftige Präsidenten

Wir stellen hier im physikBlog, dem edukativsten aller Weblogs ja manchmal Videos und Audios aus diesem Lieblingsinternet vor, die sich mit dem Vermitteln von Wissen beschäftigen. Halten Sie ihre Elektronen fest für eine neue Episode von “Schlau mit dem Netz”.

Ganz links, außer man hält die Karte flaschrum, dann nämlich ganz rechts, gibt es in den USA eine Universität, die zwar bei weitem nicht so bekannt wie die Uni Kassel oder gar die RWTH Aachen ist, dafür wesentlich mehr “B” enthält und, zumindest wenn man es von internettiger Seite betrachtet, etwas cooler ist: Die Universität zu Berkeley, oder mit Eigenname “University of Californica, Berkeley“, oder kurz UC Berkeley.

An eben jener Universität gibt es einen Physikkurs, der wohl mehr als breitbandiger Einführungskurs in die schönste aller Naturwissenschaften gedacht ist. “Physics 10″ oder mit Zweittitel “Physics for Future Presidents“. Und dieser Zweittitel qualifiziert die Vorlesung ins Wissensarchiv des physikBlogs aufgenommen zu werden. Schließlich müssen wir und schließlich müsst ihr wissen, was man so als zukünftiger Staats-, bzw. in unserem Fall: als zukünftiger Weltchef so drauf haben muss.
Das sind natürlich mechanische Vorgänge, Vorgänge in atomarer Größenordnung, so wie Radioaktivität oder, besonders wichtig für US-Präsidenten: Nuklearwaffen. Das ist Elektrizität und Wellen in jeder Form, eine Relativitätstheorie und das Universum (auch wichtig für US-Präsidenten, schließlich muss man wissen wo der Mars ist, wenn man schon da hin will!). Ein Rundumschlag über alles Interessante also.

Der Professor der Physikvorlesung für zukünftige Präsidenten ist Richard A. Muller, den man nicht mit Richard S. Muller oder dem bekannten Schriftsteller Richard X. Müller, oder gar Richard Feynman verwechseln sollte, macht nicht nur toll visuelle Vorlesungen, sondern auch sonst ziemlich abgedrehte Sachen. Davon kann sich der geneigte Internetsurfer auf der Heimseite von Richard B. Muller selbst überzeugen.

Bevor ich jetzt noch ausschweifender werde (gleich ist wieder der Potentialtopf des Datenbankeintrags voll!): Die Physikvorlesung für Zukunftspräsidenten gibt es online. Bei YouTube. Mit denen hat die UC Berkeley nämlich einen Deal abgeschlossen, bei dem die Uni eine Reihe von ihren Vorlesungen über das Videoportal online zugänglich macht.

Es folgt die erste Vorlesung, nach dem Klick die komplette Playlist der futuristischen Präsidentenphysik.

YoutubeDirektpräsident
‘Physik für zukünftige Präsidenten’ weiterlesen

Good old Physikzentrum…

Unser Physikzentrum mit dem roten Knubbel