Monatsarchiv für September 2007

Von Wasserwaagen und rasanten Autofahrten

Momentan bin ich, wie vielleicht schon dem ein oder anderen bekannt, im Physikzentrum als Betreuer für das Anfängerpraktikum I für Physiker angestellt (Versuch Mechanik). Zwischendurch erlebt man da auch das ein oder andere Lustige.

Bei diesem Versuch steht uns keine Wasserwaage zur Verfügung, man braucht auch streng genommen keine. Der ein oder andere Student fragt zwar, zwecks Optimierung des Aufbaus, nach einer, aber dabei bleibt es dann auch meistens. Nicht so vor ein paar Tagen.
Dann nämlich nahm einer sein iBook (oder Powerbook oder sonst noch so ein mobiles Apple-Notebook-Dingen), stellte es auf die Stange und richtete diese mit einer installierten Wasserwaagensoftware aus1. Die Studenten heutzutage sind auch zunehmend übertechnisiert.

Eine andere Geschichte ist, dass sich während der Messung eine Unterhaltung unter den Studenten entwickelte, dass einer letztens auf Youtube ein ziemlich krankres Video zu diesem Praktikum gefunden hätte. Darin hätten es wohl ein paar Studenten nur noch so gerade geschafft, das Protokoll rechtzeitig abzugeben, weil sie durch die halbe Stadt geheizt sind und diesen Höllenritt aufgezeichnet haben. Wer mag das wohl gewesen sein?

  1. diese Software liest den eingebauten Sudden Motion Sensor aus – auf Youtube gibts dazu auch ein ziemlich langweiliges Video []

Gesucht: sexy Frauenstimme

Unlängst wurde die neue, unglaubliche Show des physikBlogs – physikBlick, die Show mit physikBlog – etabliert, allerdings noch mit akustisch eher mauem Intro. Unwürdig für die Show des Blogs, das bald weltweite Bekanntschaft erreichen wird. Ergo suchen wir nun für das Intro der Show eine Stimme. Um die Frauenquote bei physikBlick zu halten, sollte diese Stimme einem anmutigen, sprich weiblichen Sprechorgan entlockt werden.

Welche unserer unglaublich vielen weiblichen Fans sich also immer mal gefragt hat, wie sie 1. schnell zu Weltenruhm gelangt, ohne auf ihren Körper reduziert zu werden und 2. dem physikBlog-Team ein wenig näher kommen kann, sollte sich schnell bewerben. Es gilt, die einführende Textzeile “physikBlick, die Show mit physikBlog – heute: …” mit einer lasziv betörenden und sexy willigen1 Stimme zu vertonen.

Bewerbungen inklusive Sprachproben bitte irgendwie Andi oder André zukommen lassen, wie ist euch überlassen. Ob per Mail mit fetzig-modernem Anhang, Telefon mit eingebautem, old-school-normalverteiltem Rauschen oder face-to-face mit graziöser Freestyleperformance – ihr entscheidet!
Als kleine Entschädigung für den Aufwand und das Strapazieren der Stimme gibt es sogar ein Essen mit dem physikBlog-Team zu gewinnen – selbstverständlich meinen wir damit kein Mensaessen.

Wir sind gespannt, was uns so dahinschmachtendes zu Ohren kommen wird.

P.S.: Gerne nehmen wir auch Bewerbungsfotos entgegen – bringt zwar nichts, ist aber schön anzusehen. Je nach dem lassen wir uns ja sogar spontan überzeugen, dass der Auftritt einer leichtbekleideten Dame der Show beiträglich ist.

Disclaimer: Bei dem gänzlich unwahrscheinlichen Fall, dass wir mehrere Stimmeinsendungen bekommen, wird das physikBlog-Team durch ein sehr kompliziertes und mehrschichtiges, auf keinen Fall allerdings subjektives Auswahlverfahren darüber entscheiden, welche Stimme den Zuschlag verwendet wird.

  1. natürlich willig, in neue, faszinierende Bereiche der Physik vorzustoßen []

Wahrscheinlichkeitsrechnung

Mag mal jemand ausrechnen, wie groß die Wahrscheinlichkeit dafür ist?

(via)

Dunkle-Materie-Wolke und Hubble-Skandal

Wieder einmal ist es dem physikBlog-Team gelungen, einen physikalischen Trugschluss aufzudecken.

Materie

dark_matter.png
Wolke voll Dunkler Materie
Bild: Caltech

In einem jüngst veröffentlichtem Forschungsergebnis (original bei der nature bzw. beim Caltech), stellen Wissenschaftler des Caltech eine drei-dimensionale Karte der Verbreitung Dunkler Materie1 in unserem Lieblingsuniversum vor.
Mit Hilfe des coolsten aller Weltraumteleskope, mit Hilfe des Hubble-Space-Telescope haben die Damen und Herren den Himmel abgesucht und analysiert, wie das Licht aus fernen Galaxien unendlicher Weiten gebrochen wird. Unterschiedliche Masse hat unterschiedliche Gravitation hat unterschiedliche Lichtablenkung. Das kennt ihr doch sicherlich aus dem letzten Gespräch mit Alby Einstein. Gravitationslinsen und so etwas.
Ihre Analyse haben sie dann zu Papier, ich meine, zu Festplatte gebracht und daraus ein blaue Wolke geformt, die in zwei Dimensionen dem allseits bekannten Nachthimmel entspricht. Die dritte Dimension, die Tiefe (und eigentlich auch die Tiefe des Nachthimmels…), repräsentiert die Zeit. Denn seit zwei-drei Jahren weiß man, dass Licht auch eine gewisse Zeit benötigt, um von einer nahen Galaxie wie Alpha Centauri bis in unser Wohnzimmer zu kommen.
Man besitzt jetzt eine Karte der Verteilung Dunkler Materie in einem Teil des Universums.
So weit, so fetzig.

Der Schwindel

Unser Expertenteam, das stetig für euch, liebe physikBlog-Leser, das größte aller Internet durchkämmt, ist auf den Grafikanalysen des Caltech-Teams einem großen Schwindel auf die Schliche gekommen. Einem Betrug, der sogar das angebliche Attentat von Elvis auf Kennedy übersteigt. Eine Verschwörung, hinter der die Illuminaten aussehen wie der Aachener Club der Frühsenioren e.V. beim Damespielen.

hubble_and_dark_matter.png
Hubble und Dunkle Materie.
Bild: ESA

Bei der näheren Betrachtung des rechts unverändert abgedruckt und verlinkten Bilds fällt auf, dass auf der linken Seite ein kleines, silbernes Etwas schwebt. Das Etwas kann ohne Weiteres als das Hubble-Weltraumteleskop identifiziert werden. Aber fällt euch auf, was auch unserem Expertenteam auffiel? Das Caltech-Team machte einen Fehler! In einem Akt der Unaufmerksamkeit untergrub es sämtliche Verschwiegenheitsklauseln des Staats!

Es betitelte die Abstände mit Zahlen! Sonst wäre uns allen wohl nie aufgefallen, dass das Hubble-Teleskop tatsächlich etwa 6 Yottameter groß ist!
Setzt man die Entfernung des ersten und zweiten 2-D-Ausschnitts in Relation zu ihrem Alter, so kann davon ausgegangen werden, dass die Spitze von Hubble ca. 0,7 Milliarden Jahre alt ist. Da die Altersbestimmung abhängig vom Licht und damit von der Lichtgeschwindigkeit ist, kam unser Expertenteam zu dem Ergebnis, dass Hubble von Spitze zu Spitze 6.0 × 1024 m, oder eben 6 Yottameter lang ist.

Jahrelang wurden wir von sämtlichen Weltraumbehörden der Welt, ob NASA, ESA, JAXA oder AA, belogen. Die offiziellen 13 Meter Länge sind, wiedermal, nur eine große Lüge, die uns alle verwirren und schließlich zur Kapitulation bringen soll. Doch Dank des physikBlogs, ist dieser Betrug nun ein für alle Mal Geschichte.

physikBlog — für eine bessere Welt.
[via Nerdcore]
Dickauftragen? Was ist das? Übertreiben? Hä?

  1. Ihr wisst schon, der Kram, den man nicht sieht, der aber existiert, damit unser Universum nicht auseinander fliegt. Ihr wisst nicht? []

Skandal! 4=5

Die Welt wird erschüttert von neuen Erkenntnissen. Dort gibt es Löcher, noch mehr Löcher, noch viel mehr Löchern und der Möglichkeit, Toasts zu gravieren. Doch das skandalöseste, abscheulichste, erschreckenste, superduperhammerharteste ist folgende Entdeckung aus den physikBlog-Laboratorien.

Das physikBlog deckt auf: 4=5

Hier der Beweis:
4=5, der Beweis

Und, wer entdeckt den Fehler? (Danke an Thomas für die Idee)