Das physikBlog klärt auf: Sommerloch

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sommerloch_temperaturkurve.pngBild: Internet
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Als Sommerloch wird eine ungewöhnlich starke Ausprägung eines Lochs innerhalb des Sommers bezeichnet.
Dieses Loch kann man meßtechnisch durch die Aufzeichnung des Temperaturverlaufs innerhalb eines Jahres (sog. “Temperaturkurve für ein Jahr”) darstellen (rechts). Etwas weniger bunt kennt man es aus diversen Tageszeitungen.

In Überlieferungen taucht das Sommerloch erstmals 2593 v. Chr. auf. Dort noch unerforscht berichtet der Hofschreiber Cheops beim Bau der Cheops-Pyramide in einem zweirolligen Essay vom Sommerloch als eine Flaute, die die Arbeiter und auch ihn ereile. Immer wieder gehörte seitdem das Sommerloch zu einem ständigen Mitspieler bei allen historischen Ereignissen. So ging beispielsweise Atlantis unter, als es in ein riesiges Sommerloch fiel. Kolumbus entdeckte Amerika nur, weil er ein Sommerloch umschiffen musste. Und bei Tante Elfriede wurde nur wegen der Sommerlochlangeweile der Gartenzwerg mit dem süßen Schnurrbart geklaut.

sommerloch_suess.pngSüß. Das Sommerloch.

Doch während all der Jahre blieb die Herkunft und Ausprägung des Sommerlochs im Ungewissen. Namhafte Wissenschaftler der unterschiedlichsten Professionen stellten wildeste Theorien auf. Die wohl bekanntesten sind von Huygens, der das Sommerloch als eine Art allgegenwärtiges Medium der Belanglosigkeit zu beschreiben ersuchte, von Einstein, der behauptete, das Sommerloch würde mit zunehmender Geschwindigkeit größer und von Hawking, für den ein Sommerloch im Zentrum einer jeden Galaxie für allen Schwachsinn verantwortlich ist.
Es wurde aber nicht nur theoretisiert, es wurde auch experimentiert. Stütze sich die Forschung am Anfang des 20. Jahrhunderts noch auf Kaliumpermanganat, wurde doch sehr schnell klar, dass kein violetter Stoff für das Sommerloch verantwortlich sein kann. Er müsste gelb sein. Mit dieser Erkenntnis breitete besonders China seine Vormachtstellung in der Curryforschung aus und versuchte so, das Sommerloch zu erklären. Doch auch China war kein Erfolg gegönnt.

In der jüngeren Vergangenheit wird nun wieder das Feld der Sommerlochforschung erweitert.
Die 2007 gestartete Mars-Sonde “Phoenix” besitzt ein Modul der Welt-Wetter-Organisation (WTO) an Bord, das einen Zusammenhang zwischen den kürzlichen gefunden Marslöchern und dem Sommerloch untersuchen soll. Eine Korrelation sei allerdings unwahrscheinlich, so Franz Piper aus Dorsten.
Ein Forscherteam aus Kaarst untersuchte 2006 das Ozonloch auf eine Gemeinsamkeit mit dem Sommerloch. Doch bis auf fünf Buchstaben konnte kein Anhaltspunkt für eine Verwandtschaft gefunden werden. Jens Plattgen aus Jena untermauert dies mit seiner Theorie, dass das Sommerloch auch schon wesentlich älter als das Ozonloch sei: “Das Sommerloch ist ja schon wesentlich älter als das Ozonloch!”.
Zwei junge Forscher einer richtig wahnsinnig tollen Hochschule des tieferen, westlichen Rheinlands behaupten bisweilen, sie haben in einem bisher nicht rekonstruierbaren Experiment aus einem handelsüblichen Taschen-Schwarzen-Loch ein Sommerloch erzeugt. “Das war groß! So ‘n Oschi!”, so die Nachbarin.

Ist auch Herkunft und Ausprägung des Sommerlochs ungewiss, hat die Modeindustrie doch sein Potenzial begriffen. Große und renommierte Modelabels wie “D&G”, “Boss” und “kik!” werden in ihrer Sommerkollektion 2008 auch ein Loch haben.
Tierheime freuen sich, treue Sommerlöcher an liebenswürdige neue Besitzer abzugeben. Auch wir vom physikBlog haben schon ein knuffiges Sommerloch durch unsere Hallen laufen.

Wie tief ist das Sommerloch? Schwitzt es? Kriegt auch das Sommerloch Sonnenbrand? Und was macht eigentlich Helgas Kaltblutaraber?
Wir wissen es nicht. Aber Antworten nehmen wir, wie immer, in den Kommentaren entgegen.

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Kategorien: Bescheuertes, Erklärbär

4 Antworten auf Das physikBlog klärt auf: Sommerloch

  1. Tobias sagt:
    #1

    Aua! :)

  2. Tobias sagt:
    #2

    PS: Und nein, der Schmerz durch euer Sommerloch ist nicht im verstauchten Fuß aufgetreten!

  3. André sagt:
    #3

    Phantomschmerzen? Imaginäre Freunde mit noch imaginäreren Knüppeln? Oder doch die Gravitationswellen?

  4. Richard sagt:
    #4

    Hat das Sommerloch möglicherweise auch etwas mit dem Loch in der Zeit zu tun, dass uns die Spekulatius und das andere Weihnachtsgebäck bei Plus (und wahrscheinlich nicht nur da) beschert hat? Advent. Advent.