Der ein oder andere mag diese Frage vielleicht schon kennen, sie fiel mir heute morgen in der HöMa Vorlesung wieder ein:
Ein Seil sei einmal komplett um die Erde (wird hier als perfekte Kugel mit einem Umfang von 40.000 km angenommen) gespannt und liegt plan auf. Das Seil wird nun um 1 m verlängert. Wie weit ist das Seil nun von der Erde entfernt, wenn man überall den gleichen Abstand zum Erdboden einhält?
Wie weit ist das Seil von der Erde entfernt?
Nun seid ihr gefragt… die Rechnung dazu folgt am Freitag Nachmittag.
Nachtrag 29.06.: Wie versprochen die Rechnung (und damit auch die Auflösung):
Ich gehe ganz allgemein erstmal von der UmfangsformelU=2πr aus, die den Umfang der Erde beschreiben soll (oder jedes beliebigen anderen runden Objekts) mit U dem Umfang, π der Kreiszahl und r dem Radius. Dazu der Umfang U’ mit U’=U+1m, der sich ergibt, wenn ich das Seil um einen Meter verlängere. Für diesen Umfang gilt natürlich auch wieder die bekannte Formel U’=2πr’, diesmal natürlich mit einem anderen Radius r’.
Nun setze ich die beiden U’ ineinander ein und erhalte zunächst U+1=2πr’ – darein lässt sich nun der erste Umfang U einsetzen und es ergibt sich: 2πr+1=2πr’
Teile ich nun durch 2π steht unsere finale Formel da: r+1/(2π)=r’
Oder in Worten: der neue Radius r’ unterscheidet sich vom alten Radius r in dem Maße, dass er um 1/(2π) m größer geworden ist. Dabei ist 1/(2π)=0,1591… also ungefär 0,16 m. Richtig ist also die Antwort 160 mm!
Das Erstaunliche dabei ist, dass dieses Ergebnis vollkommen unabhängig vom Umfang des Körpers ist, um den das Seil gelegt wird. Es ist also vollkommen egal, ob man das Seil zuerst um einen Apfel legt, dann um einen Meter verlängert oder um die Erde legt und dann einen Meter verlängert – immer steht das Seil um 16 cm von der Oberfläche ab.
Ich hab es euch ja schon einmal vorhergesagt und jetzt kommen auch die Abschreiber von SpOn langsam auf den Trichter: Nerds sind cool. Nerds sind heiß. Nerds sind einfach die besseren Menschen.
Schreibt euch das hinter die Ohren, liebe Gangsta oder andere vermeindlich Coole, es gibt ein Leben außerhalb von Clubs, Straßen und Gefängnissen: im Internet. Man kann auch über andere Sachen, als Frauen, Drogen und Sex reden: Hacking, Star Wars und Maté-Tee. Und man kann cool dabei sein…
Das wär doch wirklich mal das Event für Aachen: Der Geek-Nerd-Pride-Day. Als universitäre Pflichtveranstaltung. Mit Hornbrillen, Karohemden und wirrem Haupthaar.
Hä? Auf den Vortrag zum Thema “Zeit als Phänomen” hatten wir doch schon hingewiesen. Warum jetzt nochmal?
Ha! Ganz einfach: Dieses ist eine Art zweiter Teil der Reihe! Das dynamische Duo des Denkenfragens und Formelfragens ist damit komplett, denn dieses Mal wird vorgetragen von Philosophieprofessor Keil. (Das war der, der beim “Determinismus vs. Freiheit”-Vortrag die letzte halbe Stunde und 95% der Fragerunde geschmissen hat.)
Der exakte Namen dieser Veranstaltung ist: Was ist Zeit? Eine philosophische Betrachtung.
Wer sich also jetzt fragt “Soll ich da hin gehen? Oder ist die Zeit vergeudet?”, dem könnte dieser Teaser vom offiziellen “Im Fokus”-Plakat der RWTH-extern bei der differenzierten Antwortfindung helfen:
„Was ist also Zeit? Wenn mich niemand fragt, weiß ich’s; wenn ich es einem Fragenden erklären will, weiß ich’s nicht.“ Diese berühmte Bemerkung des Philosophen Augustinus deutet an, wie schwer der Begriff der Zeit zu fassen ist. Wir sprechen davon, keine Zeit zu haben, Zeit totzuschlagen, die Zeit anhalten oder zurückdrehen zu wollen, sie im Fluge vergehen zu sehen, doch kaum eine dieser Redeweisen hält näherem Nachdenken stand. Die Zeit kann weder beschleunigt noch angehalten noch zurückgedreht werden, und genaugenommen fließt sie auch nicht. Was also ist Zeit? Einige der größten Denker der Menschheit – Aristoteles, Newton, Leibniz, Kant, Einstein – haben sich an dieser Frage versucht. Der Vortrag will eine Einführung in die Philosophie der Zeit bieten.
Das hört sich doch ganz kurzweilig an.
Findet also Zeit, am kommenden Mittwoch, den 20. Juni 2007 um 19:30 den Fo4 aufzufinden.
Ja! Wenn es nach den Amis geht, dann fahren wir bald im Auto mit Salzwasser. Irgendwer (dessen Name mir sowas von egal ist) hat rausgefunden, dass Salzwasser in einem bestimmten elektromagnetischen Feld anfängt zu brennen. Toll oder? Salzwasser das brennt. Damit kann man zwar keinen Krebs heilen aber dafür alle Energieprobleme auf der Erde lösen, denn Salzwasser ist ja genug vorhanden. Und Autofahren kann man damit. Wers mir nicht glaubt, sieht selber…
Kaum zu glauben, aber auch wenn man den Azimut- und Polarwinkel1 auf unserer Lieblingserde erhöht bleiben physikalische Gesetze gleich. Ja!
Die bleiben nicht nur gleich, sondern auch gleich interessant.
So haben sich ein paar Asiaten, ich vermute Japaner der Fragestellung gewidmet: Was passiert, wenn man aus einem mit 100 km/h fahrenden Auto mit Hilfe einer Ballwurfmaschine einen Ball in die entgegengesetzte Richtung ebenfalls mit 100 km/h schießt? (Klingt komplizierter als es ist.)
Überzeugt euch selber — und keine Angst, verstehe muss man dabei akustisch nichts. Bilder sagen mehr als 1000 Worte.
Letzte Kommentare