physikAdventskalender 19. Dezember: Mondverschwörung

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CaticonDrückt gerade mal bitte kurz “Stop” auf eurem iPod und packt euren Instant-Messanger in den Hintergrund. Klappt? Wunderbar.
Von soviel Technik konnte das Team unter dem schmucken Namen Apollo 17 um Eugene Cernan vor 34 Jahren nur träumen. Damals, als sie als letzte Menschen dieser Erde einen Fuss auf den hier schon so oft (Und dieses ist wirklich das letzte Mal. Versprochen!) erwähnten Mond setzten. Keine iPods zur musikalischen Unterhaltung und auch kein ICQ um im Internet zu chatten. Nur ein paar hässliche Spielekonsolen, die es aber trotzdem schaffen, erfolgreich zum Mond hin und vom Mond zurück zu navigieren. Liebe -Entwickler von , nehmen sie sich daran mal ein Beispiel!
Aber schafften sie das alles tatsächlich? Immerhin ist es schwer genug, beim iPod zum nächsten Lied zu navigieren. Wie soll das dann bloß damals vom Mond zur Erde geklappt haben?

Eben.
Das denken sich nämlich auch ein paar Menschen, die bei Astro-TV rausgeflogen (hihi) sind und sich seitdem wahrscheinlich zu häufig die Karten zur Selbstdepressionsvermeidung gelegt haben. Oder weil sie zu dumm für die Freimaurern waren.
Für diese Menschen jedenfalls war das alles Humbug. Schwachsinn. Lug. Betrug. Die Amerikaner waren garnicht auf dem Mond. Ha! Alles ist nur eine riesige Verschwörungstheorie.
Auf keinem der Bilder vom Mond kann man Sterne erkennen. Keine Sterne! Auf dem Mond! Und außerdem sind unterschiedliche Schattenwürfe fotografiert. Von den Kulissen im Hintergrund ganz zu schweigen. Überhaupt: Welche Kamera hätte damals die Bedingungen von -60 °C bis +120 °C auf dem Mond ausgehalten? Mit drei C64 zum Mond!? Ganz klar. Alles Fake. Hollywood. Tricktechnik.
Aber von wegen. Alles nur Halbwissen. Populär aufbereitete, ungestützte Theorien geldgeiler Exkartenleger. Schlimmer noch: Zu jedem Aspekt der Gesamtverschwörungstheorie “Mondlandung” lassen sich mal einfacher, mal schwerer, aber immer sehr viel schlüssigere Widerlegungserklärungen finden. Keine Sterne aufgrund von zu kurzer Belichtungszeit. Seltsame Schatten aufgrund der Bodenstruktur. Und das mit den Computern? Der Großteil der Berechnungen wurde in Supercomputern der NASA auf dem Boden durchgeführt und das Ergebnis dann via Funk versendet.
Viel mehr von diesen durchaus sehr unterhaltenden Theorien und Widerlegungen in dem passenden Wikipedia-Artikel. Beachtet auch die riesige Linkliste am Schluss.

Und weil wir hier ja im physikBlog nicht nur ein bisschen, sondern gänzlich durchdigitalisiert sind, hier auch noch ein Link zum Fake-Dokumentarfilm “Kubrick, Nixon und der Mann im Mondauf Google-Video (Embedded-Video nach dem “Weiterlesen”-Klick)

Kurzlink
Kategorien: Videotives, Weihnachtisiertes
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