Physikalisieren, das.

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Dieser Beitrag erschien auch in meinem anderen Blog.
Physikalisieren (häufig auch mit dem Passiv: physikalisiert werden) bezeichnet einen Zustand der Mathamorphose des Gehirns, bei dem vermehrt wirre Gehirnwindungen ausgebildet werden.
Erstmals schriftlich niedergelegt findet sich die Physikalisierung in den Euler-Tagebüchern. Das Christentum behauptet allerdings, im Alten Testament auch schon Symptome der Physikalisierung entdeckt zu haben (Apg 15,24). Dies gilt allerdings als umstritten.

Kennzeichnen der Physikalisierung sind:
(1) Der zwanghafte Drang, Pfeile über “w”s zu machen. Im Endstadium tritt selbiger Effekt bei “v”s und “r”s auf.
(2) Sozialkompetenzeinschränkungen, bei denen Witze nurnoch monothematisch, gemeinhin als “freakig” bezeichenbar zu meist unpassenden Situationen ausgesprochen werden. Beispiele sind da “Die Entropie ist auch nicht mehr das, was sie mal war.” und “Ich habe gehört, am MIT hat man jetzt ein Epsilon gefunden, das ist so klein, das ist schon unter Null!”.
(3) Der freiwillige, unbeabsichtigte Diskurs über physikalische Problemstellung. Im Frühstadium bei nachträglichem vollen Bewusstsein, im Endstadium setzt dieses allerdings aus.

Gegenmaßnahmen:
Verbrannte man Ende des 19. Jahrhundert noch physikalisierte Menschen, so wird die Physikalisierung heute von der Schulmedizin als nahezu unheilbar anerkannt. Von Genesungsfällen fehlt jegliche Dokumentation.
Scientology behauptet, das Problem heilen zu können und auch ein Naturwissenschaftler behauptet, auf dem Seitenrand eines Skripts, eine einfache Lösung gefunden zu haben. Beides ist aber bis dato unbestätigt.

Seltener wird auch die objektive Bedeutung des Worts verwendet: “Ein Problem physikalisieren” – gemeinhin ein Problem derart kompliziert ausdrücken, dass es resigniert als gelöst bezeichnet wird.

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Kategorien: Allgemein, Studierendes

3 Antworten auf Physikalisieren, das.

  1. Andi sagt:
    #1

    Der erste Testkommentar dieses Blogs.
    Ein großer Moment.

  2. André sagt:
    #2

    voll geil!

  3. hape sagt:
    #3

    den mit der Entropie kannte ich noch gar nicht. Aber schön zu sehen, dass sich jemand mit seinem Studium auseinandersetzt, ich verdränge das meistens noch.