Facebook Roundup April 2012

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April. April. Da war doch was? Ach richtig, Aprilscherze. Den Spökes haben wir uns natürlich auch nicht nehmen lassen und sind voll mit chinesischen Mondlandungs-Affen eingestiegen. Der Restapril war, natürlich, wieder viel zu beitragslos hier im Blog. Bei Facebook war zumindest etwas los:

  • 4. April: Ein kurzer Song der nur aus den Abkürzungen der chemischen Elemente besteht. In der Reihenfolge des Periodensystems. Crazy Shit! Video
  • 15. April: Wie man mit etwas Physikschwafelei dem Verkehrsgericht davon kommt. Link
  • 18. April: Für die Jobsuche nach eurer nächsten Zeitreise in die 1960er: Das Orientierungsvideo für Gemini-Fluglotsen. Video
  • 18. April: Der String-Theorie-Rap! (Puh.) Video
  • 25. April: Gestern wurde auf eine Pressekonferenz die Firma »Planetary Resources« vorgestellt. Das Ziel: Ressourcenabbau auf erdnahen Asteroiden. Yay! (Video)

    Momentan besitzt man dafür nur ein ›kostengünstiges und leistungsfähiges‹ Teleskop, das man in großer Zahl in den Erdorbit bringen will. Damit möchte man die 9000 potenziell interessanten Asteroiden vermessen und schließlich, weil ja die Technik mittlerweile (und dann erst recht) so weit sei, Geräte entwickeln, die die Asteroiden von näher begutachten, Bodenproben nehmen und schließlich irgendwann mal sogar abbauen.
    Das alles ist noch arg vage, aber: Hallo, Zukunft.
    Links:

    Was sagt ihr dazu?
    Sollen wir für ein physikBlog-Teleskop sammeln (natürlich nur, wenn’s die in lila gibt)?

  • 25. April: Bei xkcd gibt’s heute hilfreiche Annäherungen für (un)bekannte Zahlen und Größen. Link.
    Besonders gut: Die Näherung der Feinstrukturkonstante. Wer hätte gedacht, dass die fast 1/140 ist? Crazy!
  • 26. April: Wer von euch ist nächste Woche ebenfalls auf der re:publica in Berlin?
    Wir werden was für euch dabei haben! Sprecht uns an! :)
    Nachtrag: Wir haben ein paar fetzige Universumsvisitenkarten verteilt. Mal sehen, was wir mit dem Rest machen. Vorschläge?

Das Higgs-Boson, erklärt von PhD-Comics

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Fastlive-Comic mit all dem, was ihr schon immer über das Higgs-Boson erfahren wolltet.

Vor einem Jahr erklärten uns die PhD Comics die dunkle Materie. Als animiertes, live-gezeichnetes Comic.
Jetzt unterhielt sich Jorge Cham am CERN wieder mit Teilchenphysiker Daniel Whiteson und ließ sich erklären, was da am LHC passiert und warum alle so scharf auf das Higgs-Boson sind.
Ein tolles Video!

Die einzelnen gezeichneten Seiten gibt’s auf der PhD-Comic-Seite, herunterladen des Videos geht über Vimeo.

Einsteinige Minutephysics

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Einstein, 1905 und vier mal eine (gute) Minute.

Anlässlich seines Geburtstages, nach dem man bekanntermaßen auch den Wert von Pi festgelegt hat, hat Minutephysics vier Videos über Albert Einstein veröffentlicht.
Getreu des Namens und des Stils von Minutephysics geht es jeweils in (fast) einer Minute um die großen Themen, mit denen Einstein in seinem »Wunderjahr« 1905 auf das Parkett der Wissenschaft getreten ist.

Welche das sind? Bittesehr:

Quantisierung von Licht & Photoeffekt


YouTube-Direktlichtquantelung
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Von Primzahlen und Palindromen

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physikBlog

Zahlenpalindrome sind das Gegenstück der bekannten Wort- und Satzpalindrome in der Zahlenwelt. Und schön obendrein.

Wir unterbrechen dieses Blog für eine kurze Durchsage aus dem Internetz: »Mr. Owl ate my metal worm.«

A metalworm? Srsly?

Na, wer hat’s erkannt? Richtig: Ein Palindrom. Als Satz. Ergibt keinen Sinn, dafür rückwärts gelesen das gleiche wie vorwärts. Neben Satz-Palindromen gibt’s noch den Klassiker, Palindrome als Wörter (»Legovogel«), oder etwas exotischer, Musikstücke oder gar Zahlen. Und bei Zahlen sind wir nach der großen Zahlenrevolution von 1721 natürlich ganz vorne dabei.

Beispiel gefällig? Starten wir mit Primzahlen. Gibt es in allerlei Ausprägungen, vor allem aber auch als Primzahlpalindrome in doppeltknorke. Beispiele sind 11, 101 oder 777767777. Interessanterweise sind Mersenne-Primzahlen1 immer Palindrome, wenn man sie in das binäre System transformiert.
Dass das alles so gut passt ist schon sehr erstaunlich. Kein Wunder also, dass frisch aus der Hölle ein eigenes Primzahlpalindrom kommt: 1000000000000066600000000000001. Die 666 umgeben von jeweils 13 Nullen und einer Eins wird Belphegors Zahl genannt. Belphegor ist ein Dämon der Hölle, auch bekannt als Furzgott, der beim großen Geschäft angebetet wird und dafür grandiose Ideen zurückgibt. Verrückt, was?
Und damit ihr beim nächsten Kneipenabend so richtig dem Nerdtum frönen könnt, folgt das bislang größte Primzahlpalindrom:
10205030 + 7047407 · 10102512 + 1. Auswendiglernen, wir fragen das nächste Woche ab.

Jetzt sind Primzahlpalindrome eher so das Analogon der Palindrom-Wörter. Schon durchaus cool, aber es gibt noch Luft nach oben. Die Luft wird gefüllt von Gleichungen, die die Eigenschaften von Palindromen erfüllen und gleichzeitig gleich sind — weil sie Gleichungen sind, klar. Eine ist diese2, von Royal V. Heath im »Scripta Mathematica« 1955 präsentierte Gleichung:
0264 + 4125 + 5610 = 0165 + 5214 + 4620.
Das stimmt sogar noch, wenn man jeden Summanden in der Mitte mit einem Mal-Zeichen trennt, also:
02·64 + 41·25 + 56·10 = 01·65 + 52·14 + 46·20.
Alternativ kann man auch weitere Plüsser einsetzen:
02+64 + 41+25 + 56+10 = 01+65 + 52+14 + 46+20.
Und wenn ihr das jetzt in euren Taschenrechner eingebt dürft ihr auch noch jeden Term quadrieren. Umsonst! Und es wird immer noch stimmen! Völlig crazy!

Wenn das nicht der Anmachspruch 2012 wird…
»Hey, magst du noch mit hochkommen? Ich könnte dir meine Palindrom-Gleichung zeigen… Und du darfst Rechenzeichen setzen. Beliebige Rechenzeichen.«

Schöne zusätzliche palindromisch-multiplikative Aufreißereihilfen: Quadratische Potenzen von 11, 111, … ergeben auch Palindrome. Um zwar mit der Anzahl der 1en als zentrale Ziffer, absteigend nach außen. 112 = 121, 1112 = 12321 und so weiter.

Wenn ihr jetzt immer noch nicht genug zusammen habt um beeindrucken zu können, nehmt einfach eine Katze mit. Das zieht. Bestimmt.

  1. Mersenne-Primzahlen sind Primzahlen, die in der Form 2n-1 dargestellt werden können. Mit ihnen hat man übrigens auch die bisher größte Primzahl gefunden. []
  2. Gefunden bei Nerdcore. []

Facebook Roundup März 2012

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Der März 2012. Anders als der März 2011 (weniger Tsunami, Atom und Verteidigungsminister, mehr neue Bundespräsidenten), aber trotzdem ein März. Der Monat, mit den meisten »ä«, viel Neil deGrasse Tyson, 44 ›interessanten‹ Likes für piige Ziffern und alle 1,8 Tage ein Posting. Auf Facebook.
Die physikBlog-Autoren besuchten einige Frühlingskonferenzen und suchten in verschiedenen Hörsälen Deutschlands vergeblich nach Stromanschlüssen. Vielleicht hätte es sonst hier mehr Einträge gegeben. Vielleicht.

  • 7. März: Eine Videoillustration zu Neil deGrasse-Tysons Antwort auf die Frage: »What is the most astounding fact in the universe?« Video
  • 7. März: Wir erfanden ein physikBlog-Gründungsfoto für die Facebook-Timeline und stellten fest, dass sich in sechs Jahren durchaus etwas ändert. Foto.
  • 8. März: Gerade gibt’s eine Sonneneruption der Kategorie »helikale Elefantenbabies«. Oder in wissenschaftlich: X5,4. Was das heißt, erklärt eine Spezialeinsatztuppe der NASA. (Und Florian.) Video
  • 11. März: Angry Birds. Dieses Smartphone-Spiel, bei dem man komische Vögel auf komische Schweine in komischen Konstrukten schießt. Demnächst gibt es davon auch eine Space-Version die in diesem Video von Don Pettit auf der ISS beworben wird. Werbung from Outer Space! Video
  • 12. März: Neil deGrasse Tyson spricht vor dem Senate Science Comittee über die Chancen, die man sich mit der Kürzung des NASA-Budgets verspielt. Wie einer der wenigen, anwesenden Senatoren (4 von 25 waren da…) feststellt, werden damit vermutlich auch bei euch offene Türen eingerannt – aber das macht es ja nicht weniger interessant. Außerdem: Tyson geht immer.
    (Er spricht übrigens keine 25 Minuten. Nach ca. 6 beginnt eine Fragerunde. Die ersten 40 Sekunden des Clips könnt ihr vorspulen.) Video
  • 14. März: Fröhlichen Pi-Tag alle miteinander!
    Zur Feier des Tages, hier die ersten 200 Nachkommstellen:
    3,14159265358979323846264338327950288419716939937510582097494459230
    7816406286208998628034825342117067982148086513282306647093844609550
    58223172535940812848111745028410270193852110555964462294895493038196
  • 15. März: Wie sich der Mond bildete und wieso er heute so aussieht, wie er aussieht. Video
  • 15. März: Das physikBlog wird nächste Woche die DPG-Tagung in Mainz besuchen. Jemand von euch ebenfalls? Meetup? Nachtrag: Wir brauchen mehr Hadronenphysiker in der Facebook-Leserschaft – niemand wollte ein Treffen!
  • 16. März: Einmal mit den Booster-Raketen des Space Shuttles an den Rand des Weltraums und zurück? Video
  • 16. März: Die Zeichen stehen immer schlechter für überlichtschnelle Neutrinos. Das ICARUS-Experiment, quasi ein Nachbar von OPERA, hat Neutrinos geschwindigkeitsgemessen – und keine Besonderheiten (wie Überlichtschnelligkeit, Grünheit oder andere Primzahleigenschaften) festgestellt. Link. Nachtrag: Mittlerweile sind die beiden Frontpersonen des OPERA-Experiments zurückgetreten, unter denen die Überlichtmessung nach außen ging. Seltsame, wirtschaflich-eske Verhältnisse, da.
  • 19. März: Ein schöner kleiner Vortrag von Adam Savage bei TEDEducation über das Wesen eines Forschers und das es eigentlich in uns allen steckt. Mit drei Beispielen zeigt er, dass wir nur aufmerksam genug unsere Umwelt beobachten und hinterfragen müssen um spannendes herauszufinden. Video
  • 20. März: ISS und Sterne. Hatten wir ja auch lange nicht mehr – und geht schließlich immer. Video
  • 27. März: Einmal bis zum Rand unseres Sonnensystems scrollen. Link
  • 28. März: Albert Einstein als »General Relativity« zum Ausdrucken, An-die-Bürotür-hängen und Ins-Physikbuch-Kleben. Link
  • 29. März: Ein kurzes aber umso schöneres Beispiel im US-Blog »Bad Astronomy«, das zeigt, warum es wichtig ist, in Grundlagenforschung zu investieren. Tatsächlich hat man mit NASA-Raketentechnologie die Effizienz für Feuerwehrspritzen verbessern können. Link
  • 30. März: So sieht es aus, wenn ein Raumfahrtprogramm auseinander gebaut wird. Bitte nicht weinen. Link